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Star Trek - The Next Generation, Bd. 1: Tor zur Apokalypse


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Rezension von

Frank Drehmel

Tor zur Apokalypse Im neu gebauten Föderations-Archiv auf „Daystrom One“ hat sich die systemverwaltende K.I. - die Künstliche Intelligenz - verabschiedet. Aus Furcht, dass das Ding Bewusstsein erlangt haben könnte und nun auf Streik gebürstet ist, befiehlt man Captain Picards „Enterprise“ in den Orbit, da ein Besatzungsmitglied, der Androide Data, einen Draht zu dem Viech haben könnte. In der Tat finden Data und Riker rasch heraus, dass Saboteure der Romulaner an der K.I. rumgbastelt haben, wobei deren Motive relativ unklar bleiben. Und der nächste Einsatz wartet schon: auf der Kolonie „Votar VII“ schlagen sich die beiden verantwortlichen Spezies – die Rigelianer und die Kaylar – zwar noch nicht die Köpfe ein, machen sich das Kolonistenleben aber alles andere als leicht. Auch hier ist eine Lösung nach kurzer Zeit gefunden. Allerdings reißen im Folgenden die merkwürdigen Ereignisse nicht ab, sodass Picard und seine Mannen irgendwann einen Nachtigall trapsen hören, wobei ihnen das Vögelein den Weg zu einem ganz bestimmten Ort im Universum zuzuzwitschern scheint. Als sie dort ankommen, müssen sie feststellen, dass die Kacke richtig am Dampfen ist und dass dieses mit den Iconianern und ihren lustigen Dimensionstoren zusammenhängt, an denen Unfähige rumgespielt haben. Tja ... die liebe Story. Es lässt sich nicht leugnen, dass die Geschichte, die uns die Tipton Brothers auftischen, zumindest anfänglich durchaus einen trashigen „Star Trek“-TV-Show-Charme ausstrahlt. Ein paar Geheimnisse, ein mysteriöser Gegner, Charakterzeichnungen, in denen man im Großen und Ganzen die TV-Vorlagen wiederfinden kann, lustige Planeten-Namen und ein wenig Technobabbel sind zwar nichts, was einem vom Hocker haut, aber zumindest rührt es die Seele von Fan-Boys und -Girls an. Bis zu dem Punkt, an dem Tipton & Tipton das Geheimnis hinter all den verwirrenden Ereignissen enthüllen, ist also alles im zumindest hellgrünen Unterhaltungs- respektive Plausibilitäts-Bereich. Ab Seite 100 jedoch beginnt der megalomanische Hyper-Schwachsinn in Form einer so hanebüchenen Erklärung für das Gelesene, dass es jedem Leser mit einem IQ knapp über einer Erbse die Tränen in die Augen treiben sollte. Die T-Boys extrahieren aus einer Aneinanderreihung unzähliger Unwägbarkeiten eine Kausalkette, deren Endergebnis – das rechtzeitige Eintreffen der Enterprise an einem exakt bestimmten Ort - bei näherer Betrachtung in etwa dieselbe Eintrittswahrscheinlichkeit hat, als würden der Pabst und Dolly Buster ein gemeinsames Mutanten-Kind zeugen. ... von weiteren Aspekten, welche die innere Sicherheit der Föderation quasi für null und nichtig erklären, einmal abgesehen. Tja ... das liebe Artwork. Ich könnte es kurz machen und ein gepflegtes, „Scheiße!“, im Raum stehen lassen, aber die Rezensenten-Ehre gebietet ein paar weitere Worte. Nun denn ... David Messinas Stil ist tot, toter, am totesten. Emotionslose Charaktere, deren Wiedererkennungswert regelmäßig gen Null geht und deren Proportionen dem Zeichner ein ums andere Mal vollkommen entgleiten sowie der statischte Bildaufbau, der zur Zeit auf dem Comic-Massen-Markt zu finden ist, machen dieses Tradepapeback trotz der grundsätzlich interessanten Story, die zugegebenermaßen auf der Ziellinie gnadenlos verrissen wird, zu einem visuell anstrengen, unerfreulichen Nicht-Vergnügen. Regelrecht mitleiderregend sind einige kolorative Computerspielereien, in welchen sich Traversi um Tiefenschärfe-Simulationen bemüht und die regelmäßig durch Messinas grottenschlechten Stil ins Absurde abgleiten: vor einem verschwommenen Hintergrund agiert eine Figur, die wie draufgeklebter, humanoider Farbfleck wirkt. Fazit: Storyseitig verhaltenes „Next Generation“-Feeling, visuell ein Super-GAU!

Im neu gebauten Föderations-Archiv auf „Daystrom One“ hat sich die systemverwaltende K.I. - die Künstliche Intelligenz - verabschiedet. Aus Furcht, dass das Ding Bewusstsein erlangt haben könnte und nun auf Streik gebürstet ist, befiehlt man Captain Picards „Enterprise“ in den Orbit, da ein Besatzungsmitglied, der Androide Data, einen Draht zu dem Viech haben könnte. In der Tat finden Data und Riker rasch heraus, dass Saboteure der Romulaner an der K.I. rumgbastelt haben, wobei deren Motive relativ unklar bleiben.

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Und der nächste Einsatz wartet schon: auf der Kolonie „Votar VII“ schlagen sich die beiden verantwortlichen Spezies – die Rigelianer und die Kaylar – zwar noch nicht die Köpfe ein, machen sich das Kolonistenleben aber alles andere als leicht. Auch hier ist eine Lösung nach kurzer Zeit gefunden. Allerdings reißen im Folgenden die merkwürdigen Ereignisse nicht ab, sodass Picard und seine Mannen irgendwann einen Nachtigall trapsen hören, wobei ihnen das Vögelein den Weg zu einem ganz bestimmten Ort im Universum zuzuzwitschern scheint. Als sie dort ankommen, müssen sie feststellen, dass die Kacke richtig am Dampfen ist und dass dieses mit den Iconianern und ihren lustigen Dimensionstoren zusammenhängt, an denen Unfähige rumgespielt haben.

Tja ... die liebe Story. Es lässt sich nicht leugnen, dass die Geschichte, die uns die Tipton Brothers auftischen, zumindest anfänglich durchaus einen trashigen „Star Trek“-TV-Show-Charme ausstrahlt. Ein paar Geheimnisse, ein mysteriöser Gegner, Charakterzeichnungen, in denen man im Großen und Ganzen die TV-Vorlagen wiederfinden kann, lustige Planeten-Namen und ein wenig Technobabbel sind zwar nichts, was einem vom Hocker haut, aber zumindest rührt es die Seele von Fan-Boys und -Girls an. Bis zu dem Punkt, an dem Tipton & Tipton das Geheimnis hinter all den verwirrenden Ereignissen enthüllen, ist also alles im zumindest hellgrünen Unterhaltungs- respektive Plausibilitäts-Bereich.

Ab Seite 100 jedoch beginnt der megalomanische Hyper-Schwachsinn in Form einer so hanebüchenen Erklärung für das Gelesene, dass es jedem Leser mit einem IQ knapp über einer Erbse die Tränen in die Augen treiben sollte. Die T-Boys extrahieren aus einer Aneinanderreihung unzähliger Unwägbarkeiten eine Kausalkette, deren Endergebnis – das rechtzeitige Eintreffen der Enterprise an einem exakt bestimmten Ort - bei näherer Betrachtung in etwa dieselbe Eintrittswahrscheinlichkeit hat, als würden der Pabst und Dolly Buster ein gemeinsames Mutanten-Kind zeugen. ... von weiteren Aspekten, welche die innere Sicherheit der Föderation quasi für null und nichtig erklären, einmal abgesehen.

Tja ... das liebe Artwork. Ich könnte es kurz machen und ein gepflegtes, „Scheiße!“, im Raum stehen lassen, aber die Rezensenten-Ehre gebietet ein paar weitere Worte. Nun denn ...

David Messinas Stil ist tot, toter, am totesten. Emotionslose Charaktere, deren Wiedererkennungswert regelmäßig gen Null geht und deren Proportionen dem Zeichner ein ums andere Mal vollkommen entgleiten sowie der statischte Bildaufbau, der zur Zeit auf dem Comic-Massen-Markt zu finden ist, machen dieses Tradepapeback trotz der grundsätzlich interessanten Story, die zugegebenermaßen auf der Ziellinie gnadenlos verrissen wird, zu einem visuell anstrengen, unerfreulichen Nicht-Vergnügen.

Regelrecht mitleiderregend sind einige kolorative Computerspielereien, in welchen sich Traversi um Tiefenschärfe-Simulationen bemüht und die regelmäßig durch Messinas grottenschlechten Stil ins Absurde abgleiten: vor einem verschwommenen Hintergrund agiert eine Figur, die wie draufgeklebter, humanoider Farbfleck wirkt.

Fazit: Storyseitig verhaltenes „Next Generation“-Feeling, visuell ein Super-GAU!

geschrieben am 02.01.2010 | 509 Wörter | 3270 Zeichen

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