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Lustiges Taschenbuch Enten-Edition, Bd. 32: Genie & Wahnsinn


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Rezension von

Ragan Tanger

Genie & Wahnsinn Dem Ingeniör ist nichts zu schwör Manchmal haut es einen direkt aus den Socken, erfährt man Dinge, die man sonst gar nicht bedacht hätte. Dass der tollpatschige Onkel Duck eine Ente im Matrosenanzug mit Vornamen Donald ist, klingt ebenso selbstverständlich wie dessen Partnerin Daisy heißt. Für alle Zeiten memorisiert, unvergessen und mit vielen Bildern im Gehirn abgespeichert. Da macht’s dann auf einmal Peng, Spotz und Bumm, wenn man erfährt dass die Fieselschweiflinge Tick, Trick und Track von ihrem Erfinder als Huey, Dewey und Louie in die Welt gesetzt wurden – wie komisch! Noch mehr als komisch ist der Originalname des Helden, der in den neuesten Entenediton der Lustigen Taschenbücher eine große Rolle einnimmt: Gyro Gearloose, 1952 von Walt Disney erstmals aufs Comicpapier gebracht und in Deutschland unter dem Namen Daniel Düsentrieb bekannt, jener wiederum erfunden von der genialen Übersetzerin Erika Fuchs. Viel gibt’s zu erzählen von diesem Tausendsassa, dessen Genialität und Einfallsreichtum gerühmt sind und dessen Erfindungen auf der anderen Seite, so spektakulär sie auch sein mögen, bisweilen in den Wahnsinn führen. Drum ist der Titel gut gewählt, spielt er doch im Allgemeinen auf die Branche der Erfinder, Wissenschaftler sowie der Technik der Moderne im Allgemeinen an, die nicht weniger zwischen Genialität (Internet) und Wahnsinn (Internet!) oszilliert. Neben dem guten Daniel ist also auch Primus von Quack, seines Zeiten der Akademiker mit den meisten Doktor- und Professorgraden der Welt, in mehreren Geschichten vertreten. Die Düsentriebsche Welt lernt man in diesem Band aber nicht nur in packenden Storys, sondern auch im Rahmen der Familienchronologie kennen. Im Gegensatz zu Don Rosa, der ja bekannt dafür ist, aus Entenhausen eine logische und genealogische Abstammungslinie zu kreieren (Daniel Düsentriebs Vater hieß Dübel Düsentrieb und führte in Entenhausen ein Reparaturgeschäft, dessen Vater wiederum Dankwart Düsentrieb war bereits Erfinder), besinnt sich Girogio Figus in der Story Jugendträume rosten nicht auf Disneys Allgemeingut. Aufgezogen wird Daniel dort von Tante und Onkel und gerade die Tante ist die erfinderische Inspirationsquelle in Daniels Leben. Eine heimelige, rührende und informierende Geschichte, ganz im Gegensatz zu dem Epos Gallileos Geheimnis, der Anfang und Ende des Bandes ausmacht und mit großartigen Zeichnungen von Paolo Mottira aufwarten kann. Überhaupt dürften diese Bilder für deutsche Comicfans ganz frisch sein, denn nur vier der zwölf versammelten Leckerbissen sind bereits in Deutschland veröffentlicht, darunter ein dermaßen genialer Klassiker wie "Ein Wunderwerk der Technik", der eine Fortsetzungsfolge aus drei Micky-Maus-Heften aus dem Jahre 1975 (!) ist – Hut ab, aber richtig. Und damit dem Wahnsinn die Krone aufgesetzte wird, ist in einer Geschichte auch Dussel Duck mit von der Partie; in Kombination mit Professor Primus der größte Schenkelklopfer in diesem Band. Fazit: Wie so oft begeistern die Enteneditionen mit sehr gut zusammen gestellten Geschichten, die größtenteils unveröffentlicht und dazu auch ausgezeichnet sind und einen bestimmten Aspekt des Entenhausener Daseins auf formidable Art und Weise hervorheben. Da stört es auch gar nicht, dass die Zeichner ganz unterschiedliche Farbtupfer ins Spiel bringen. Gerade das macht die variable Mischung dieser Bände aus. Immer wieder wunderbar.

Dem Ingeniör ist nichts zu schwör

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Manchmal haut es einen direkt aus den Socken, erfährt man Dinge, die man sonst gar nicht bedacht hätte. Dass der tollpatschige Onkel Duck eine Ente im Matrosenanzug mit Vornamen Donald ist, klingt ebenso selbstverständlich wie dessen Partnerin Daisy heißt. Für alle Zeiten memorisiert, unvergessen und mit vielen Bildern im Gehirn abgespeichert. Da macht’s dann auf einmal Peng, Spotz und Bumm, wenn man erfährt dass die Fieselschweiflinge Tick, Trick und Track von ihrem Erfinder als Huey, Dewey und Louie in die Welt gesetzt wurden – wie komisch! Noch mehr als komisch ist der Originalname des Helden, der in den neuesten Entenediton der Lustigen Taschenbücher eine große Rolle einnimmt: Gyro Gearloose, 1952 von Walt Disney erstmals aufs Comicpapier gebracht und in Deutschland unter dem Namen Daniel Düsentrieb bekannt, jener wiederum erfunden von der genialen Übersetzerin Erika Fuchs.

Viel gibt’s zu erzählen von diesem Tausendsassa, dessen Genialität und Einfallsreichtum gerühmt sind und dessen Erfindungen auf der anderen Seite, so spektakulär sie auch sein mögen, bisweilen in den Wahnsinn führen. Drum ist der Titel gut gewählt, spielt er doch im Allgemeinen auf die Branche der Erfinder, Wissenschaftler sowie der Technik der Moderne im Allgemeinen an, die nicht weniger zwischen Genialität (Internet) und Wahnsinn (Internet!) oszilliert. Neben dem guten Daniel ist also auch Primus von Quack, seines Zeiten der Akademiker mit den meisten Doktor- und Professorgraden der Welt, in mehreren Geschichten vertreten.

Die Düsentriebsche Welt lernt man in diesem Band aber nicht nur in packenden Storys, sondern auch im Rahmen der Familienchronologie kennen. Im Gegensatz zu Don Rosa, der ja bekannt dafür ist, aus Entenhausen eine logische und genealogische Abstammungslinie zu kreieren (Daniel Düsentriebs Vater hieß Dübel Düsentrieb und führte in Entenhausen ein Reparaturgeschäft, dessen Vater wiederum Dankwart Düsentrieb war bereits Erfinder), besinnt sich Girogio Figus in der Story Jugendträume rosten nicht auf Disneys Allgemeingut. Aufgezogen wird Daniel dort von Tante und Onkel und gerade die Tante ist die erfinderische Inspirationsquelle in Daniels Leben. Eine heimelige, rührende und informierende Geschichte, ganz im Gegensatz zu dem Epos Gallileos Geheimnis, der Anfang und Ende des Bandes ausmacht und mit großartigen Zeichnungen von Paolo Mottira aufwarten kann.

Überhaupt dürften diese Bilder für deutsche Comicfans ganz frisch sein, denn nur vier der zwölf versammelten Leckerbissen sind bereits in Deutschland veröffentlicht, darunter ein dermaßen genialer Klassiker wie "Ein Wunderwerk der Technik", der eine Fortsetzungsfolge aus drei Micky-Maus-Heften aus dem Jahre 1975 (!) ist – Hut ab, aber richtig.

Und damit dem Wahnsinn die Krone aufgesetzte wird, ist in einer Geschichte auch Dussel Duck mit von der Partie; in Kombination mit Professor Primus der größte Schenkelklopfer in diesem Band.

Fazit: Wie so oft begeistern die Enteneditionen mit sehr gut zusammen gestellten Geschichten, die größtenteils unveröffentlicht und dazu auch ausgezeichnet sind und einen bestimmten Aspekt des Entenhausener Daseins auf formidable Art und Weise hervorheben. Da stört es auch gar nicht, dass die Zeichner ganz unterschiedliche Farbtupfer ins Spiel bringen. Gerade das macht die variable Mischung dieser Bände aus. Immer wieder wunderbar.

geschrieben am 30.08.2011 | 494 Wörter | 2952 Zeichen

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