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Mein Prinz, der Callboy


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Magdalena Kneisel

Mein Prinz, der Callboy „Mein Prinz, der Callboy“ - nun mal eine etwas andere Rezension von mir: Angefangen hat es mit einem Blog, den ich lesen durfte. Dort beschrieb die „Kleine Hafennutte“ ihre Vergangenheit. Zum Studium kam sie gemeinsam mit ihrem Freund Andreas nach Hamburg und dort spielt auch ein Großteil der Geschichte. „Die kleine Hafennute“ damit ist der Autor des Buches, Hartwig Schröder, gemeint. Dieser Name ist ihm von seinem damaligen Freund Andreas gegeben worden. Doch später mehr dazu. In Hamburg tauchen die Beiden ein in ihre Welt von Sex, Sexarbeit und deren Folgen, die die beiden im Laufe ihres Lebens einholt. Neu in Hamburg zieht es v.a. zuerst Andreas immer wieder von einer Stricherbar zur anderen und so fängt zunächst Andreas und später auch die „kleine Hafennutte“ an. Diesen Namen bekam er, weil er zwei seiner Lebenswelten beschreibt: den Hamburger Hafen und die Szene rund um die Sexarbeit und sein Leben als Stricher. Das Buch ist aus der Sicht des „Ich-Protagonisten“ geschrieben, da dort kein wirklicher Name auftaucht, außer den Kosenamen, wie „Schnuffel“ bzw. den oben beschrieben Spitznamen „kleine Hafennutte“. Im Folgenden werde ich von der „kleinen Hafennutte“ sprechen, wenn ich eben diese Person meine. Die „Kleine Hafennutte“ beschreibt ihr gemeinsames Leben mit Andreas, ihr Erlebnisse rund um ihre Erfahrungen. So auch die vielmals wertvollen, tiefgehen Bekanntschaften, die sie anderen Strichern, Stammkunden und Freunden, die sie findet machen darf, aber auch von den unzähligen kleinen Begegnungen, mit Drogenabhängigen Strichern, die für den nächsten Schuss alles tun, mit Sozialarbeitern, die ihre Klienten retten wollen, aber auch von Freiern und ihren Vorstellungen und Sehnsüchten. Leicht geht ihr die Beschreibung von verschiedenen Szenen von der Hand. Jedes der 151 Kapitel baut aufeinander auf und dennoch spiegelt jedes für sich eine kleine Lebenswirklichkeit, eine ganz persönliche Sichtweise wieder. Einfühlsam und doch kritisch wertend beschreibt die „kleine Hafennutte“ das Leben auf dem Strich, wie sie hineingefunden hat, fast daran zu Grunde gegangen ist und wie sie es geschafft hat, sich von diesem Milieu soweit zu distanzieren, dass sie am Ende des Buches wieder als Überlebensfähige erscheint. Die „kleine Hafennutte“ will nicht etwa den Leser mit ihren Zeilen belehren, sondern der Leser soll einen Einblick in ihre Welt bekommen. Die Kapitel lesen sich zum Teil etwas abgehackt, allerdings liegt es daran, dass wie oben erwähnt, die einzelnen Kapitel in einem Blog als Einträge zu lesen waren. Mir persönlich gefällt auch das Format des Blogs lieber, als die Zeilen in gedruckter Version vor mir zu sehen, da für mich ein Stück ein Teil der Persönlichkeit fehlt, von der ich ausgehe, dass sie hinter einem Blog steckt. Dennoch bin ich dankbar, dass diese wundervolle und bewegende Geschichte einen Verlag gefunden hat, der sie veröffentlicht. Ich persönlich bin von den Texten der „kleinen Hafennutte“ begeistert, hat sie mich doch zutiefst bewegt. Meine Rezension mag genau deshalb von meinen anderen Rezensionen in ihrer üblichen Form abweichen, aber dies mache ich, um auszudrücken, wie sehr mich persönlich die Geschichte der „kleinen Hafennutte“ bewegt hat. Und so kann ich nur jedem Leser das Buch empfehlen, der sich mit der Szenerie von Callboys/Escorts auseinander setzen will und dabei nicht davor zurückschreckt, ein Buch voll von Schicksalsschlägen, Tief- und Höhepunkten zu lesen. Nach der nochmaligen Lektüre des Buches hat mich die Geschichte von der „kleinen Hafennutte“ noch einmal bewegt: Nämlich zu dem Zeitpunkt, da ich erfahren habe, dass der Autor im Januar 2010 verstorben ist. Die Anteilnahme, die er zu Lebzeiten für sein Buch erhalten hat, dauert auch noch jetzt durch seine zahlreichen Leser an. Und so bleibt gespannt abzuwarten, wie der Verfilmung seines Buches abgeschlossen wird. Abschließen möchte ich mit einem Zitat von dem Autor des Buches, welches er als Kurzinfo auf seiner Myspace-Seite stehen hat.: „Es hat mal einer über die Geschichte geschrieben: "Zum Thema fand ich die Geschichte der "Kleinen Hafennutte", die für die Problematik der Escorts/Callboys sensibilisiert und eine andere Sichtweise darlegt." Genau das will ich mit dem Buch erreichen. "Mein Prinz, der Callboy” ist eine erfundene Geschichte, in der jedes Wort wahr ist. Warum ist die Erzählung nun Phantasie und trotzdem wahr? Jede kleine Geschichte in der Geschichte ist wirklich so passiert. Nur die Rahmenhandlung ist teilweise erfunden. Zum einem, um die Menschen zu schützen, die der “kleinen Hafennutte” über den Weg gelaufen sind, und zum anderen, um das Erlebte von Jahren etwas zu komprimieren.“ (von: http://www.myspace.com/kleine_hafennutte)

„Mein Prinz, der Callboy“ - nun mal eine etwas andere Rezension von mir: Angefangen hat es mit einem Blog, den ich lesen durfte. Dort beschrieb die „Kleine Hafennutte“ ihre Vergangenheit. Zum Studium kam sie gemeinsam mit ihrem Freund Andreas nach Hamburg und dort spielt auch ein Großteil der Geschichte. „Die kleine Hafennute“ damit ist der Autor des Buches, Hartwig Schröder, gemeint. Dieser Name ist ihm von seinem damaligen Freund Andreas gegeben worden. Doch später mehr dazu.

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In Hamburg tauchen die Beiden ein in ihre Welt von Sex, Sexarbeit und deren Folgen, die die beiden im Laufe ihres Lebens einholt. Neu in Hamburg zieht es v.a. zuerst Andreas immer wieder von einer Stricherbar zur anderen und so fängt zunächst Andreas und später auch die „kleine Hafennutte“ an. Diesen Namen bekam er, weil er zwei seiner Lebenswelten beschreibt: den Hamburger Hafen und die Szene rund um die Sexarbeit und sein Leben als Stricher.

Das Buch ist aus der Sicht des „Ich-Protagonisten“ geschrieben, da dort kein wirklicher Name auftaucht, außer den Kosenamen, wie „Schnuffel“ bzw. den oben beschrieben Spitznamen „kleine Hafennutte“. Im Folgenden werde ich von der „kleinen Hafennutte“ sprechen, wenn ich eben diese Person meine. Die „Kleine Hafennutte“ beschreibt ihr gemeinsames Leben mit Andreas, ihr Erlebnisse rund um ihre Erfahrungen. So auch die vielmals wertvollen, tiefgehen Bekanntschaften, die sie anderen Strichern, Stammkunden und Freunden, die sie findet machen darf, aber auch von den unzähligen kleinen Begegnungen, mit Drogenabhängigen Strichern, die für den nächsten Schuss alles tun, mit Sozialarbeitern, die ihre Klienten retten wollen, aber auch von Freiern und ihren Vorstellungen und Sehnsüchten. Leicht geht ihr die Beschreibung von verschiedenen Szenen von der Hand. Jedes der 151 Kapitel baut aufeinander auf und dennoch spiegelt jedes für sich eine kleine Lebenswirklichkeit, eine ganz persönliche Sichtweise wieder. Einfühlsam und doch kritisch wertend beschreibt die „kleine Hafennutte“ das Leben auf dem Strich, wie sie hineingefunden hat, fast daran zu Grunde gegangen ist und wie sie es geschafft hat, sich von diesem Milieu soweit zu distanzieren, dass sie am Ende des Buches wieder als Überlebensfähige erscheint.

Die „kleine Hafennutte“ will nicht etwa den Leser mit ihren Zeilen belehren, sondern der Leser soll einen Einblick in ihre Welt bekommen.

Die Kapitel lesen sich zum Teil etwas abgehackt, allerdings liegt es daran, dass wie oben erwähnt, die einzelnen Kapitel in einem Blog als Einträge zu lesen waren. Mir persönlich gefällt auch das Format des Blogs lieber, als die Zeilen in gedruckter Version vor mir zu sehen, da für mich ein Stück ein Teil der Persönlichkeit fehlt, von der ich ausgehe, dass sie hinter einem Blog steckt. Dennoch bin ich dankbar, dass diese wundervolle und bewegende Geschichte einen Verlag gefunden hat, der sie veröffentlicht.

Ich persönlich bin von den Texten der „kleinen Hafennutte“ begeistert, hat sie mich doch zutiefst bewegt. Meine Rezension mag genau deshalb von meinen anderen Rezensionen in ihrer üblichen Form abweichen, aber dies mache ich, um auszudrücken, wie sehr mich persönlich die Geschichte der „kleinen Hafennutte“ bewegt hat.

Und so kann ich nur jedem Leser das Buch empfehlen, der sich mit der Szenerie von Callboys/Escorts auseinander setzen will und dabei nicht davor zurückschreckt, ein Buch voll von Schicksalsschlägen, Tief- und Höhepunkten zu lesen.

Nach der nochmaligen Lektüre des Buches hat mich die Geschichte von der „kleinen Hafennutte“ noch einmal bewegt: Nämlich zu dem Zeitpunkt, da ich erfahren habe, dass der Autor im Januar 2010 verstorben ist. Die Anteilnahme, die er zu Lebzeiten für sein Buch erhalten hat, dauert auch noch jetzt durch seine zahlreichen Leser an. Und so bleibt gespannt abzuwarten, wie der Verfilmung seines Buches abgeschlossen wird.

Abschließen möchte ich mit einem Zitat von dem Autor des Buches, welches er als Kurzinfo auf seiner Myspace-Seite stehen hat.: „Es hat mal einer über die Geschichte geschrieben: "Zum Thema fand ich die Geschichte der "Kleinen Hafennutte", die für die Problematik der Escorts/Callboys sensibilisiert und eine andere Sichtweise darlegt." Genau das will ich mit dem Buch erreichen. "Mein Prinz, der Callboy” ist eine erfundene Geschichte, in der jedes Wort wahr ist. Warum ist die Erzählung nun Phantasie und trotzdem wahr? Jede kleine Geschichte in der Geschichte ist wirklich so passiert. Nur die Rahmenhandlung ist teilweise erfunden. Zum einem, um die Menschen zu schützen, die der “kleinen Hafennutte” über den Weg gelaufen sind, und zum anderen, um das Erlebte von Jahren etwas zu komprimieren.“ (von: http://www.myspace.com/kleine_hafennutte)

geschrieben am 03.06.2010 | 715 Wörter | 4102 Zeichen

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