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Balzac und die kleine chinesische Schneiderin


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Rezension von

Rafael Malaczynski

Balzac und die kleine chinesische Schneiderin Dai Sijie wurde 1954 in China geboren und wurde selbst von 1971 bis 1874 im Zuge einer kulturellen Umerziehung in ein Bergdorf geschickt. Nach dem Tod Maos studierte er und emigrierte nach Paris, wo sein erster Roman zum Bestseller avancierte und sogar in einer französisch-chinesischen Produktion verfilmt wurde. Die zwei studentischen Freunde, Luo und der Ich-Erzähler, werden in den 70er Jahren zu einer Umerziehung in einem abgelegenen Bergdorf abgestraft, damit sie nicht wie ihre Eltern sich gegen das System auflehnen. Um sich ihrem tristen Dasein etwas zu entziehen, entwickeln sie die Gabe des Geschichten-Erzählens mit der sie nach und nach auch das Vertrauen des Dorfvorstehers gewinnen. Ihr größter Schatz jedoch wird bald eine Kiste, die voll ist mit den größten Werken der westlichen Literatur. Und so verlieren sich beide bald in Balzac, Dostojewski und Dumas. Durch diese prosaischen Worte beflügelt überstehen sie die Zeit in der Umerziehung. Als dann auch noch eines Tages ein Schneider mit seiner schönen Tochter auftaucht, ist es um Luo geschehen. Er verliebt sich und beeindruckt sie mit den unbekannten, fremden Geschichten. Doch so ein junges Glück kann nicht lange von Dauer sein und so wirft ein Unglück seine Schatten voraus. Dai Sijie’s autobiographisch angehauchter Roman liest sich locker und wunderbar einfach. Wortmächtig und beinahe poesievoll schildert er die Sehnsucht nach Liebe, Freiheit und Literatur. „Romantisch, satirisch und von unnachahmlicher Leichtigkeit…ein Roman den man überall auf der Welt lesen kann, ausser in China:“ (The Guardian) Dem kann ich mich nur noch anschließen, den was wäre ein im Exil lebender chinesischer Autor ohne Systemkritik? Die wird aber schön sachlich und nebenbei eingefügt, so dass sich der Leser dem puren Vergnügen hingeben kann. Fazit: Empfehlenswertes Buch über die Leichtigkeit des Seins in der Schwere der kulturellen Gefangenschaft.

Dai Sijie wurde 1954 in China geboren und wurde selbst von 1971 bis 1874 im Zuge einer kulturellen Umerziehung in ein Bergdorf geschickt. Nach dem Tod Maos studierte er und emigrierte nach Paris, wo sein erster Roman zum Bestseller avancierte und sogar in einer französisch-chinesischen Produktion verfilmt wurde.

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Die zwei studentischen Freunde, Luo und der Ich-Erzähler, werden in den 70er Jahren zu einer Umerziehung in einem abgelegenen Bergdorf abgestraft, damit sie nicht wie ihre Eltern sich gegen das System auflehnen.

Um sich ihrem tristen Dasein etwas zu entziehen, entwickeln sie die Gabe des Geschichten-Erzählens mit der sie nach und nach auch das Vertrauen des Dorfvorstehers gewinnen.

Ihr größter Schatz jedoch wird bald eine Kiste, die voll ist mit den größten Werken der westlichen Literatur. Und so verlieren sich beide bald in Balzac, Dostojewski und Dumas.

Durch diese prosaischen Worte beflügelt überstehen sie die Zeit in der Umerziehung. Als dann auch noch eines Tages ein Schneider mit seiner schönen Tochter auftaucht, ist es um Luo geschehen. Er verliebt sich und beeindruckt sie mit den unbekannten, fremden Geschichten.

Doch so ein junges Glück kann nicht lange von Dauer sein und so wirft ein Unglück seine Schatten voraus.

Dai Sijie’s autobiographisch angehauchter Roman liest sich locker und wunderbar einfach. Wortmächtig und beinahe poesievoll schildert er die Sehnsucht nach Liebe, Freiheit und Literatur.

„Romantisch, satirisch und von unnachahmlicher Leichtigkeit…ein Roman den man überall auf der Welt lesen kann, ausser in China:“ (The Guardian)

Dem kann ich mich nur noch anschließen, den was wäre ein im Exil lebender chinesischer Autor ohne Systemkritik? Die wird aber schön sachlich und nebenbei eingefügt, so dass sich der Leser dem puren Vergnügen hingeben kann.

Fazit: Empfehlenswertes Buch über die Leichtigkeit des Seins in der Schwere der kulturellen Gefangenschaft.

geschrieben am 17.10.2005 | 289 Wörter | 1625 Zeichen

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