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Der venezianische Ring


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Rafael Malaczynski

Der venezianische Ring In Ihrem ersten „ernsten“ Roman versucht die Jugend- & Kinderbuchautorin Cherith Baldry den Leser in eine düstere Zukunft zu entführen. In einer Stadt ohne Namen, die jedoch an eine italienische Metropole erinnert, leben die Menschen in einer von Religion und Aristokratie beherrschten Gesellschaft. Anbei halten sich die Reichen und Mächtigen sog. „Genices“, genmanipulierte Menschen, die meistens für einen bestimmten Zweck geschaffen wurden und ein sklavenhaftes Leben führen, da die mächtige Kirche sie nicht als Geschöpfe Gottes ansieht. Dem intriganten und düsteren Graf Dracone fällt eine uralte Reliquie in die Hände, ein Ring der ein Haar des Christos enthält. In seinem Streben nach Macht spinnt er mörderische Intrigen um einen Klon des Gottessohnes zu schaffen und so absolute Macht zu erlangen. In diesen Strudel der kommenden Ereignisse stehen sich Serafina und Allessandro, zwei Genices, die ihrem Schicksal trotzen wollen und mit ihren Freunden, dem gutmütigen Gianni und den abtrünnigen Meeres-Genices, Graf Dracone stoppen wollen. Doch als Sie hinter sein dämonisches Geheimnis kommen, ist die Stadt schon dem Untergang geweiht. Das alles verpackt die Autorin gekonnt und mit Wortwitz, so dass sich das flüssig geschriebene, unkomplizierte Buch schnell liest und für gute Kurzweil sorgt. Jedoch merkt man ihr an, dass sie vorher eher für Kinder geschrieben hat. Die Charaktere machen keinerlei Entwicklung durch, wer am Anfang des Buches böse war, bleibt auch böse, keine großen Überraschungen erwarten uns. Zwar müht sich Baldry um Themen für Erwachsene wie die homoerotische Liebe zwischen gleich zwei Paaren, aber das nur am Rande. Eine Warnung vorweg, deren Schuld wohl dem Verlag zu Grunde liegt. Auf dem Cover und auf dem Klappentext wird um einen „Mystery-Thriller“ geworben, der in der Tradition von Dan Brown geschrieben sein soll. Das ist leider nicht korrekt. Weder ist der vorliegende Roman ein Thriller, noch hat er viele Mystery-Elemente die Dan Brown zu Weltruhm verholfen haben. Es ist ein düster gehaltenes Fantasy-Werk das sich in verdeckter Kritik an der Kirche und der feudalen Gesellschaft des Romans übt. Dies soll allen Anschein nach nur Leser neugierig machen und den Verkauf des Buches steigern. Dabei hat das Buch das meiner Meinung nach nicht nötig. Es ist ein gutes Buch zwar mit schreiberischen Schwächen und einem Szenario aus dem man viel, viel mehr machen könnte, aber es ist dennoch für ein kurzweiliges Lesevergnügen gelungen. Hoffen wir das Cherith Baldry, in ihren nächsten Werken ähnlich viel Fantasie zeigt.

In Ihrem ersten „ernsten“ Roman versucht die Jugend- & Kinderbuchautorin Cherith Baldry den Leser in eine düstere Zukunft zu entführen.

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In einer Stadt ohne Namen, die jedoch an eine italienische Metropole erinnert, leben die Menschen in einer von Religion und Aristokratie beherrschten Gesellschaft. Anbei halten sich die Reichen und Mächtigen sog. „Genices“, genmanipulierte Menschen, die meistens für einen bestimmten Zweck geschaffen wurden und ein sklavenhaftes Leben führen, da die mächtige Kirche sie nicht als Geschöpfe Gottes ansieht.

Dem intriganten und düsteren Graf Dracone fällt eine uralte Reliquie in die Hände, ein Ring der ein Haar des Christos enthält. In seinem Streben nach Macht spinnt er mörderische Intrigen um einen Klon des Gottessohnes zu schaffen und so absolute Macht zu erlangen.

In diesen Strudel der kommenden Ereignisse stehen sich Serafina und Allessandro, zwei Genices, die ihrem Schicksal trotzen wollen und mit ihren Freunden, dem gutmütigen Gianni und den abtrünnigen Meeres-Genices, Graf Dracone stoppen wollen.

Doch als Sie hinter sein dämonisches Geheimnis kommen, ist die Stadt schon dem Untergang geweiht.

Das alles verpackt die Autorin gekonnt und mit Wortwitz, so dass sich das flüssig geschriebene, unkomplizierte Buch schnell liest und für gute Kurzweil sorgt. Jedoch merkt man ihr an, dass sie vorher eher für Kinder geschrieben hat.

Die Charaktere machen keinerlei Entwicklung durch, wer am Anfang des Buches böse war, bleibt auch böse, keine großen Überraschungen erwarten uns. Zwar müht sich Baldry um Themen für Erwachsene wie die homoerotische Liebe zwischen gleich zwei Paaren, aber das nur am Rande.

Eine Warnung vorweg, deren Schuld wohl dem Verlag zu Grunde liegt. Auf dem Cover und auf dem Klappentext wird um einen „Mystery-Thriller“ geworben, der in der Tradition von Dan Brown geschrieben sein soll. Das ist leider nicht korrekt.

Weder ist der vorliegende Roman ein Thriller, noch hat er viele Mystery-Elemente die Dan Brown zu Weltruhm verholfen haben. Es ist ein düster gehaltenes Fantasy-Werk das sich in verdeckter Kritik an der Kirche und der feudalen Gesellschaft des Romans übt.

Dies soll allen Anschein nach nur Leser neugierig machen und den Verkauf des Buches steigern.

Dabei hat das Buch das meiner Meinung nach nicht nötig. Es ist ein gutes Buch zwar mit schreiberischen Schwächen und einem Szenario aus dem man viel, viel mehr machen könnte, aber es ist dennoch für ein kurzweiliges Lesevergnügen gelungen.

Hoffen wir das Cherith Baldry, in ihren nächsten Werken ähnlich viel Fantasie zeigt.

geschrieben am 20.08.2005 | 391 Wörter | 2172 Zeichen

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