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Das Mädchen am Rio Paraíso


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Rezension von

Johanna Paik

Das Mädchen am Rio Paraíso Ana Veloso entführt in diesem Roman den Leser ins rauhe Brasilien während der Kolonialzeit. Vom Prinzregenten mit zahlreichen Versprechungen angelockt, versuchten zu Beginn des 19. Jahrhunderts viele deutsche Auswanderer ihr Glück am anderen Ende der Welt. Zu diesen mutigen Menschen gehören auch Klärchen und Hannes Wagner, die sich auf dem Schiff trauen lassen. Beide versuchen dem Hunger und Elend ihrer Heimat zu entkommen und erhoffen sich in Brasilien ein besseres Leben. Doch trotz der eingehaltenen Versprechungen von Land und Vieh stehen die beiden, auf sich allein gestellt, vor vielen Problemen. Flüssig und doch spannend berichtet Ana Veloso die Geschichte der Gegenwart. Eine junge Frau wacht in einem vornehmen Haus, bemuttert von einer Sklavin auf und kann sich an nichts erinnern. Mit der Zeit wird klar, dass es sich bei dieser Frau um Klärchen handelt, die der Gaucho Raúl am Fluss fand und in sein Heim brachte. Hier wird sie von der Sklavin gesund gepflegt, findet jedoch nur langsam ihre Erinnerungen wieder. Mit der Zeit findet der Gutsherr heraus, dass sich in der deutschen Kolonie ein tragischer Unfall ereignete. Ein Mann wurde tot aufgefunden und man gehe nun davon aus, dass seine Frau ihn ermordet hatte. Da die Beschreibung der Frau haargenau auf Klara zutrifft, fragt sich Raúl nun, was er mit der jungen Frau machen soll, in die er sich langsam zu verlieben beginnt. Ist dieses liebenswerte Geschöpf wirklich zu einem Mord fähig? Parallel dazu erfährt man, wie es dazu kam, dass Klara mit Hannes nach Brasilien auswanderte. Begonnen bei ihrer schweren Kindheit, als jüngstes Kind, wird Klaras Leben in Deutschland geschildert. Schon bald merkt sie, dass sie zu Größerem berufen ist, als in dem kleinen Dorf wie ihre Geschwister alt zu werden. So wundert es nicht, dass sie die Gelegenheit mit Hannes zu neuen Ufern aufzubrechen, zu einem Leben, das weder Winter noch Hunger verheißt. Gegen Ende nähern sich die beiden Erzählstränge an, so dass man schließlich erfährt, wie Hannes zu Tode kam und warum Klärchen in diesem elenden Zustand am Fluss lag. Neben der Liebesgeschichte zwischen Raúl und Klara, handelt es sich hauptsächlich um einen historischen Roman, der fast schon einem Krimi nahekommt. Bis zum Schluss bleibt unklar, wie es zu diesem tragischen Unfall auf der Farm Klärchens kam, so dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Auch bekommt man durch die detailreiche Beschreibung einen guten Einblick in das Leben zu dieser Zeit. Betrachtet man nur den Umschlag dieses Buches erwartet man sicher eine andere Geschichte. Hierbei handelt es sich nicht um einen leichten, seichten Liebesroman, sondern um einen spannenden „Krimi“.

Ana Veloso entführt in diesem Roman den Leser ins rauhe Brasilien während der Kolonialzeit. Vom Prinzregenten mit zahlreichen Versprechungen angelockt, versuchten zu Beginn des 19. Jahrhunderts viele deutsche Auswanderer ihr Glück am anderen Ende der Welt.

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Zu diesen mutigen Menschen gehören auch Klärchen und Hannes Wagner, die sich auf dem Schiff trauen lassen. Beide versuchen dem Hunger und Elend ihrer Heimat zu entkommen und erhoffen sich in Brasilien ein besseres Leben. Doch trotz der eingehaltenen Versprechungen von Land und Vieh stehen die beiden, auf sich allein gestellt, vor vielen Problemen.

Flüssig und doch spannend berichtet Ana Veloso die Geschichte der Gegenwart. Eine junge Frau wacht in einem vornehmen Haus, bemuttert von einer Sklavin auf und kann sich an nichts erinnern. Mit der Zeit wird klar, dass es sich bei dieser Frau um Klärchen handelt, die der Gaucho Raúl am Fluss fand und in sein Heim brachte. Hier wird sie von der Sklavin gesund gepflegt, findet jedoch nur langsam ihre Erinnerungen wieder. Mit der Zeit findet der Gutsherr heraus, dass sich in der deutschen Kolonie ein tragischer Unfall ereignete. Ein Mann wurde tot aufgefunden und man gehe nun davon aus, dass seine Frau ihn ermordet hatte. Da die Beschreibung der Frau haargenau auf Klara zutrifft, fragt sich Raúl nun, was er mit der jungen Frau machen soll, in die er sich langsam zu verlieben beginnt. Ist dieses liebenswerte Geschöpf wirklich zu einem Mord fähig?

Parallel dazu erfährt man, wie es dazu kam, dass Klara mit Hannes nach Brasilien auswanderte. Begonnen bei ihrer schweren Kindheit, als jüngstes Kind, wird Klaras Leben in Deutschland geschildert. Schon bald merkt sie, dass sie zu Größerem berufen ist, als in dem kleinen Dorf wie ihre Geschwister alt zu werden. So wundert es nicht, dass sie die Gelegenheit mit Hannes zu neuen Ufern aufzubrechen, zu einem Leben, das weder Winter noch Hunger verheißt.

Gegen Ende nähern sich die beiden Erzählstränge an, so dass man schließlich erfährt, wie Hannes zu Tode kam und warum Klärchen in diesem elenden Zustand am Fluss lag.

Neben der Liebesgeschichte zwischen Raúl und Klara, handelt es sich hauptsächlich um einen historischen Roman, der fast schon einem Krimi nahekommt. Bis zum Schluss bleibt unklar, wie es zu diesem tragischen Unfall auf der Farm Klärchens kam, so dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Auch bekommt man durch die detailreiche Beschreibung einen guten Einblick in das Leben zu dieser Zeit.

Betrachtet man nur den Umschlag dieses Buches erwartet man sicher eine andere Geschichte. Hierbei handelt es sich nicht um einen leichten, seichten Liebesroman, sondern um einen spannenden „Krimi“.

geschrieben am 27.07.2009 | 427 Wörter | 2286 Zeichen

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