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Segmente, Bd. 2: Voluptida


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Rezension von

Frank Drehmel

Voluptida Als Loth Lungren und Jezreel Seth auf ihrer Flucht vor den Polizeitruppen der unsterblichen Führer der GUSF – der Galaktischen Union der segmentierten Funktionen – Voluptida erreichen, den Hauptplaneten des Sektors des Vergnügens, erregen sie nicht nur das Aufsehen eines liebestollen Weibes – Fini –, sondern bedauerlicherweise auch der örtlichen Ordnungskräfte. Bevor man die beiden Revoluzzer verhaften kann, fordert Fini als Gewinnerin einer Sexlotterie die Herausgabe der Delinquenten zwecks siebentägiger Befriedigung ihrer Sexgelüste, ein Wunsch, dem sich die Polizei nicht widersetzen kann, da die Erfüllung durch das Gesetz Voluptidas garantiert wird. Und so gondeln Fini und ihre beiden Lustobjekte kurz darauf in einem rosa Luftschiff gen Befriedigung. Es dauert allerdings nicht allzu lange, bis Loth und Jezreel die Liebestolle überwältigen, das Fluggefährt übernehmen und es Richtung Insel Fath lenken, da hier die einzige Person leben soll, die ihnen mehr über den Hintergrund der Seuche, die die Menschheit zu vernichten droht, sowie die Entstehung der Unsterblichen erzählen kann, ein alter Mann namens Eleazor Gizza. Obgleich sich insbesondere Jezreel bei der Ankunft auf Fath unter den Einheimischen nicht gerade Freunde macht, stehen sie bald vor der Hütte des ehemaligen obersten Bibliothekars und lauschen den Geheimnissen, die er ihnen offenbart, Geheimnisse, die Richtung verlorener und entvölkerter Erde weisen. Während die beiden Aufständischen mehr über die Hintergründe erfahren. Lässt das System die Muskeln spielen. Zum einen vernichtet man mit Landungstruppen eine geheime Basis der Farblosen auf Fath, zum anderen beschließt der Rat, die Insel Fath samt ihrer Bevölkerung vom Orbit aus auszulöschen, in der Hoffnung, dadurch auch Loth, Jezreel und Eleazor zu eliminieren. Kam das erste Album noch als muntere, fast charmante Space-Opera mit putzigen Elementen wie der Segmentation daher, so wirkt die Story diesmal in großen Teilen lächerlich; und zwar nicht auf eine nette, komische Art. Diese Lächerlichkeit resultiert im Wesentlich aus drei Dingen: zum einen aus den Hauptfiguren mit ihren dümmlichen Dialogen und ihren naiven Auftreten, zum anderen aus dem Gedankengebäude der Segmentation, dessen Absurdität, Widersprüchlichkeit und Ineffizienz man nicht länger ignorieren kann. Am Beispiel Voluptida kristallisieren sich sehr schön die Schwächen von Malkas Ansatz heraus: der sogenannte Planet des Vergnügens ist nicht nur streng hierarchisch organisiert – mit Verwaltung, Gesetzen, Polizei und allem Drum und Dran – und hat ein Geldsystem etabliert, sondern offenkundig ist das Vergnügen des einen – Fini oder der Königin von Fath – nicht notwendigerweise das Vergnügen des Anderen – Loth oder Jezreel; insofern ist Voluptida nicht mehr als sein großer, kapitalistischer Vergnügungspark, der durch Repressionen und strukturelle Gewalt am Laufen gehalten wird und auf dem sich die Spähren der übrigen Segmente deutlich überschneiden. Zu guter Letzt mangelt es der Handlung trotz mehrerer Storyarcs einerseits an Originalität und andererseits an Plausibilität jenseits der ohnehin abstrusen Segmentations-Prämissen; die Art und Weise wie das „System“ mit Massenmord und Zerstörung massiv überreagiert, ist schlichtweg nicht schlüssig. Bezüglich des Artworks gilt nach wie vor: typisch Gimènez! Gesichter mit starr-glotzenden Augen und ansonsten exotisch und gefällig. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass der Künstler in gewisser Weise den Storyhintergrund und -handlungsort dadurch konterkariert, dass er entgegen seiner üblichen Gepflogenheiten die Damen diesmal nicht entblößt, sondern ihre Brüste in den korrespondierenden Dekolletés belässt. Fazit: Wie man es dreht und wendet, der Storyhintergrund bleibt abstrus und lächerlich und die Figuren naiv und eindimensional. Lediglich Gimènez' gefälliges Artwork ist auf der Habenseite zu verbuchen.

Als Loth Lungren und Jezreel Seth auf ihrer Flucht vor den Polizeitruppen der unsterblichen Führer der GUSF – der Galaktischen Union der segmentierten Funktionen – Voluptida erreichen, den Hauptplaneten des Sektors des Vergnügens, erregen sie nicht nur das Aufsehen eines liebestollen Weibes – Fini –, sondern bedauerlicherweise auch der örtlichen Ordnungskräfte.

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18.02.2018
4
18.02.2018
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18.02.2018

Bevor man die beiden Revoluzzer verhaften kann, fordert Fini als Gewinnerin einer Sexlotterie die Herausgabe der Delinquenten zwecks siebentägiger Befriedigung ihrer Sexgelüste, ein Wunsch, dem sich die Polizei nicht widersetzen kann, da die Erfüllung durch das Gesetz Voluptidas garantiert wird. Und so gondeln Fini und ihre beiden Lustobjekte kurz darauf in einem rosa Luftschiff gen Befriedigung. Es dauert allerdings nicht allzu lange, bis Loth und Jezreel die Liebestolle überwältigen, das Fluggefährt übernehmen und es Richtung Insel Fath lenken, da hier die einzige Person leben soll, die ihnen mehr über den Hintergrund der Seuche, die die Menschheit zu vernichten droht, sowie die Entstehung der Unsterblichen erzählen kann, ein alter Mann namens Eleazor Gizza.

Obgleich sich insbesondere Jezreel bei der Ankunft auf Fath unter den Einheimischen nicht gerade Freunde macht, stehen sie bald vor der Hütte des ehemaligen obersten Bibliothekars und lauschen den Geheimnissen, die er ihnen offenbart, Geheimnisse, die Richtung verlorener und entvölkerter Erde weisen.

Während die beiden Aufständischen mehr über die Hintergründe erfahren. Lässt das System die Muskeln spielen. Zum einen vernichtet man mit Landungstruppen eine geheime Basis der Farblosen auf Fath, zum anderen beschließt der Rat, die Insel Fath samt ihrer Bevölkerung vom Orbit aus auszulöschen, in der Hoffnung, dadurch auch Loth, Jezreel und Eleazor zu eliminieren.

Kam das erste Album noch als muntere, fast charmante Space-Opera mit putzigen Elementen wie der Segmentation daher, so wirkt die Story diesmal in großen Teilen lächerlich; und zwar nicht auf eine nette, komische Art. Diese Lächerlichkeit resultiert im Wesentlich aus drei Dingen: zum einen aus den Hauptfiguren mit ihren dümmlichen Dialogen und ihren naiven Auftreten, zum anderen aus dem Gedankengebäude der Segmentation, dessen Absurdität, Widersprüchlichkeit und Ineffizienz man nicht länger ignorieren kann. Am Beispiel Voluptida kristallisieren sich sehr schön die Schwächen von Malkas Ansatz heraus: der sogenannte Planet des Vergnügens ist nicht nur streng hierarchisch organisiert – mit Verwaltung, Gesetzen, Polizei und allem Drum und Dran – und hat ein Geldsystem etabliert, sondern offenkundig ist das Vergnügen des einen – Fini oder der Königin von Fath – nicht notwendigerweise das Vergnügen des Anderen – Loth oder Jezreel; insofern ist Voluptida nicht mehr als sein großer, kapitalistischer Vergnügungspark, der durch Repressionen und strukturelle Gewalt am Laufen gehalten wird und auf dem sich die Spähren der übrigen Segmente deutlich überschneiden. Zu guter Letzt mangelt es der Handlung trotz mehrerer Storyarcs einerseits an Originalität und andererseits an Plausibilität jenseits der ohnehin abstrusen Segmentations-Prämissen; die Art und Weise wie das „System“ mit Massenmord und Zerstörung massiv überreagiert, ist schlichtweg nicht schlüssig.

Bezüglich des Artworks gilt nach wie vor: typisch Gimènez! Gesichter mit starr-glotzenden Augen und ansonsten exotisch und gefällig. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass der Künstler in gewisser Weise den Storyhintergrund und -handlungsort dadurch konterkariert, dass er entgegen seiner üblichen Gepflogenheiten die Damen diesmal nicht entblößt, sondern ihre Brüste in den korrespondierenden Dekolletés belässt.

Fazit: Wie man es dreht und wendet, der Storyhintergrund bleibt abstrus und lächerlich und die Figuren naiv und eindimensional. Lediglich Gimènez' gefälliges Artwork ist auf der Habenseite zu verbuchen.

geschrieben am 16.12.2013 | 549 Wörter | 3431 Zeichen

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