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Unter schwarzer Flagge, Bd. 1: Gischt und Blut


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Rezension von

Frank Drehmel

Gischt und Blut Während Kapitän Dan Dark, der stolze Eigner des Piratenschiffs „Black Joke“, in einer Hafenstadt die junge Mulattin Mahalia davon überzeugen will, ihn zu ihrem Großvater zu begleiten, auf dass sie den alten Mann überrede, mit seinen magischen Fähigkeiten und seiner Hellsicht eine geheimnisvolle Schatzkarte zu entschlüsseln, zerlegen zwei seiner Crew eine Taverne. Damit sind alle Überredungsversuche obsolet, denn die zwangsläufig notwendige Flucht lässt keinen Raum für weitere Nettigkeiten. Kurzer Hand entführt Dark also Mahalia, nachdem er sie ohne zu zögern niedergeschlagen hat. Allerdings hat Dark das Problem, dass das junge Mädchen ihm nur auf freiwilliger Basis etwas nützt und es um seine Verhandlungsposition auch genau weiß. Also entspinnt zwischen den beiden ein veritables Gefeilsche nicht nur um Prozente am Schatz, sondern auch um die zweite Offizierin der Crew, die Mahalia fortan als Sklavin dienen muss. Als sie schließlich die Insel des Großvaters der Mulattin erreichen, stellt ihnen der Alte auf Bitte seiner Enkelin seine Hilfe in Aussicht, wenn die Crew der „Black Joke“ das Ungeheuer zur Strecke bringt, das angeblich die Eingeborenen des Eilands tyrannisiert. Und so machen sich Dark und seine Mannen auf die Jagd, nicht ahnend, dass der Alte sie übel gelinkt hat. Als jemand, der dem Piraten-Sujet generell nicht sonderlich viel abgewinnen kann, hielt sich meine Begeisterung ob der anstehenden Rezension in recht überschaubaren Grenzen, zumal die ersten Seiten des Albums meine sorgfältig gehegten Vorurteile bestätigen. Selbst die sexuelle Orientierung der zweiten Offizierin hinterlässt angesichts der klischeehaften Darstellung keinen versöhnlichen Eindruck. Dann jedoch macht es gleichsam „Klick!“ und die Story entwickelt sich zu einem munteren, unvorhersehbaren Intrigen-Reigen, in dem gut und böse, unschuldig und schuldig fließend ineinander übergehen, abhängig davon, wie sich die jeweiligen Machtpositionen verändern. Bemerkenswert ist dabei, dass die Charaktere trotz ihre Ambivalenz, ihrer Rücksichtslosigkeit und Brutalität durch die Bank vergleichsweise sympathisch und menschlich daherkommen. Cobeyran würzt den interessanten Figurenreigen mit viel Action, etwas Metaphysik bzw. Magie und einem derben Humor, der hervorragend in das Setting passt. Brice Bingonos Artwork kommt sowohl im Seitenlayout, als auch im Zeichenduktus zum einen vergleichsweise klassisch daher, zum anderen wohnt den Bildern ob des leicht rauen, nicht sonderlich detailversessenen Stils eine innere Lebendigkeit und Dynamik inne, die das lebendige Gegen- und Miteinander der Figuren perfekt widerspiegelt. In der Koloration bedient sich Nicolas Bastide gedämpfter, ins erdige Schmutzige spielender Farben und verzichtet gänzlich auf kräftige Bunttöne. Fazit: Ein muntere, gefällig visualisierte Piratengeschichte mit interessanten Figuren und einem verheißungsvollen Ende, bei der der Leser mehr als einmal in die Irre geführt wird.

Während Kapitän Dan Dark, der stolze Eigner des Piratenschiffs „Black Joke“, in einer Hafenstadt die junge Mulattin Mahalia davon überzeugen will, ihn zu ihrem Großvater zu begleiten, auf dass sie den alten Mann überrede, mit seinen magischen Fähigkeiten und seiner Hellsicht eine geheimnisvolle Schatzkarte zu entschlüsseln, zerlegen zwei seiner Crew eine Taverne. Damit sind alle Überredungsversuche obsolet, denn die zwangsläufig notwendige Flucht lässt keinen Raum für weitere Nettigkeiten. Kurzer Hand entführt Dark also Mahalia, nachdem er sie ohne zu zögern niedergeschlagen hat. Allerdings hat Dark das Problem, dass das junge Mädchen ihm nur auf freiwilliger Basis etwas nützt und es um seine Verhandlungsposition auch genau weiß. Also entspinnt zwischen den beiden ein veritables Gefeilsche nicht nur um Prozente am Schatz, sondern auch um die zweite Offizierin der Crew, die Mahalia fortan als Sklavin dienen muss.

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rezensiert seit
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18.02.2018
4
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5
18.02.2018

Als sie schließlich die Insel des Großvaters der Mulattin erreichen, stellt ihnen der Alte auf Bitte seiner Enkelin seine Hilfe in Aussicht, wenn die Crew der „Black Joke“ das Ungeheuer zur Strecke bringt, das angeblich die Eingeborenen des Eilands tyrannisiert. Und so machen sich Dark und seine Mannen auf die Jagd, nicht ahnend, dass der Alte sie übel gelinkt hat.

Als jemand, der dem Piraten-Sujet generell nicht sonderlich viel abgewinnen kann, hielt sich meine Begeisterung ob der anstehenden Rezension in recht überschaubaren Grenzen, zumal die ersten Seiten des Albums meine sorgfältig gehegten Vorurteile bestätigen. Selbst die sexuelle Orientierung der zweiten Offizierin hinterlässt angesichts der klischeehaften Darstellung keinen versöhnlichen Eindruck. Dann jedoch macht es gleichsam „Klick!“ und die Story entwickelt sich zu einem munteren, unvorhersehbaren Intrigen-Reigen, in dem gut und böse, unschuldig und schuldig fließend ineinander übergehen, abhängig davon, wie sich die jeweiligen Machtpositionen verändern. Bemerkenswert ist dabei, dass die Charaktere trotz ihre Ambivalenz, ihrer Rücksichtslosigkeit und Brutalität durch die Bank vergleichsweise sympathisch und menschlich daherkommen. Cobeyran würzt den interessanten Figurenreigen mit viel Action, etwas Metaphysik bzw. Magie und einem derben Humor, der hervorragend in das Setting passt.

Brice Bingonos Artwork kommt sowohl im Seitenlayout, als auch im Zeichenduktus zum einen vergleichsweise klassisch daher, zum anderen wohnt den Bildern ob des leicht rauen, nicht sonderlich detailversessenen Stils eine innere Lebendigkeit und Dynamik inne, die das lebendige Gegen- und Miteinander der Figuren perfekt widerspiegelt. In der Koloration bedient sich Nicolas Bastide gedämpfter, ins erdige Schmutzige spielender Farben und verzichtet gänzlich auf kräftige Bunttöne.

Fazit: Ein muntere, gefällig visualisierte Piratengeschichte mit interessanten Figuren und einem verheißungsvollen Ende, bei der der Leser mehr als einmal in die Irre geführt wird.

geschrieben am 11.01.2012 | 411 Wörter | 2543 Zeichen

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