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Die Legende von Malemort, Bd. 6: In alle Ewigkeit


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Rezension von

Frank Drehmel

In alle Ewigkeit Einige Monate sind vergangen seid Colbus Anthea in ein Geschöpf der Nacht verwandelte, um ihr Leben zu retten. Von den ehemaligen Gefährten ist lediglich der junge Arvid an der Seite der beiden Vampiren geblieben, da sich die anderen Freunde, des Kampfes müde, nach wohlverdienter Ruhe sehnten. Antheas innere Unruhe und Unzufriedenheit wachsen, je näher die drei den Ländereien ihres Vaters, Guillaume de la Massa, kommen, eines Ritters der als reicher Mann aus den Kreuzzügen hervorgegangen ist. Die Erzählung ihrer Mutter im Ohr, hofft die junge Frau, dass sich Guillaume als der ehrenwerte Mann erweisen wird, als der er geschildert wurde, und dass er sie als seine Tochter akzeptiere. Selbst Warnungen Graf Colbus vor dem üblem Charakter ihres Vaters, bringen Anthea nicht von ihrem Vorhaben ab, den Ritter zu kontaktieren. So findet sich die Vampirin unversehens in einem Familiendrama aus Liebe, Eifersucht und Verrat wieder, in dem ihre verführerische Schwester Denise und ein junger Troubadour, Quentin, eine tragende Rolle spielen, ein Drama, in dessem Zuge Anthea Denise tötete, hielte sie Colbus nicht davon ab. Und schlussendlich muss die junge Vampirin eingestehen, dass auf Colbus' Menschenkenntnis trotz seiner dämonischen Natur mehr Verlass ist als auf ihre kindliche Sentimentalität. Im Abschlussalbum des sechsteiligen Zyklus' widmet sich Autor der letzten wichtigen Frage, die bisher noch unbeantwortet geblieben ist: die nach Antheas Vater. Dabei nähert er sich dem Thema zwar melodramatisch und nicht ohne Pathos, verzichtet aber zum einen auf die metaphysische, düstere Schwere des Vorgänger-Bandes und zum anderen auf extrem überzeichnete Figuren. Dadurch hat die Geschichte trotz aller Spannung und Atmosphäre etwas Leichtes, eine Art Easy-Going, einen lockeren Fluss, der in ein leicht kitschiges, nichtsdestotrotz angenehm wohliges Ende mündet, das – und hier bedient sich der Autor eines erzählerischen Kniffs – der eigentlichen Haupt-Geschichte dieses Albums vorangestellt ist. Es sind diese vier Seiten zu Beginn von „In alle Ewigkeit“, die die gesamten sechs Bände zwar nicht wie eine Klammer zusammenhalten, die aber allein durch ihre Platzierung das Ende der Abenteuer Antheas besonders betonen Herausragend sind einmal mehr – und bedauerlicherweise zum letzten Mal – die Zeichnungen Stalners, die mit ihren fein ziselierten Gesichtern bzw. Figuren, den grandiosen Stadtansichten und den dynamischen Perspektivwechseln in Verbindung mit der stimmungsvollen Koloration Jean-Jacques Chagnauds ein visuellen Hochgenuss generieren, der die „Die Legende von Malemort“ in der ersten Liga franko-belgischer Fantasy-Comics verortet. Fazit: Ein nicht nur künstlerisch rundum gelungener Abschlussband, welcher den Zyklus mit leichter Hand und ohne Hektik zu einem vollends befriedigenden Ende führt.

Einige Monate sind vergangen seid Colbus Anthea in ein Geschöpf der Nacht verwandelte, um ihr Leben zu retten. Von den ehemaligen Gefährten ist lediglich der junge Arvid an der Seite der beiden Vampiren geblieben, da sich die anderen Freunde, des Kampfes müde, nach wohlverdienter Ruhe sehnten.

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Antheas innere Unruhe und Unzufriedenheit wachsen, je näher die drei den Ländereien ihres Vaters, Guillaume de la Massa, kommen, eines Ritters der als reicher Mann aus den Kreuzzügen hervorgegangen ist. Die Erzählung ihrer Mutter im Ohr, hofft die junge Frau, dass sich Guillaume als der ehrenwerte Mann erweisen wird, als der er geschildert wurde, und dass er sie als seine Tochter akzeptiere. Selbst Warnungen Graf Colbus vor dem üblem Charakter ihres Vaters, bringen Anthea nicht von ihrem Vorhaben ab, den Ritter zu kontaktieren.

So findet sich die Vampirin unversehens in einem Familiendrama aus Liebe, Eifersucht und Verrat wieder, in dem ihre verführerische Schwester Denise und ein junger Troubadour, Quentin, eine tragende Rolle spielen, ein Drama, in dessem Zuge Anthea Denise tötete, hielte sie Colbus nicht davon ab. Und schlussendlich muss die junge Vampirin eingestehen, dass auf Colbus' Menschenkenntnis trotz seiner dämonischen Natur mehr Verlass ist als auf ihre kindliche Sentimentalität.

Im Abschlussalbum des sechsteiligen Zyklus' widmet sich Autor der letzten wichtigen Frage, die bisher noch unbeantwortet geblieben ist: die nach Antheas Vater. Dabei nähert er sich dem Thema zwar melodramatisch und nicht ohne Pathos, verzichtet aber zum einen auf die metaphysische, düstere Schwere des Vorgänger-Bandes und zum anderen auf extrem überzeichnete Figuren. Dadurch hat die Geschichte trotz aller Spannung und Atmosphäre etwas Leichtes, eine Art Easy-Going, einen lockeren Fluss, der in ein leicht kitschiges, nichtsdestotrotz angenehm wohliges Ende mündet, das – und hier bedient sich der Autor eines erzählerischen Kniffs – der eigentlichen Haupt-Geschichte dieses Albums vorangestellt ist. Es sind diese vier Seiten zu Beginn von „In alle Ewigkeit“, die die gesamten sechs Bände zwar nicht wie eine Klammer zusammenhalten, die aber allein durch ihre Platzierung das Ende der Abenteuer Antheas besonders betonen

Herausragend sind einmal mehr – und bedauerlicherweise zum letzten Mal – die Zeichnungen Stalners, die mit ihren fein ziselierten Gesichtern bzw. Figuren, den grandiosen Stadtansichten und den dynamischen Perspektivwechseln in Verbindung mit der stimmungsvollen Koloration Jean-Jacques Chagnauds ein visuellen Hochgenuss generieren, der die „Die Legende von Malemort“ in der ersten Liga franko-belgischer Fantasy-Comics verortet.

Fazit: Ein nicht nur kĂĽnstlerisch rundum gelungener Abschlussband, welcher den Zyklus mit leichter Hand und ohne Hektik zu einem vollends befriedigenden Ende fĂĽhrt.

geschrieben am 02.01.2010 | 406 Wörter | 2455 Zeichen

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