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Berlins verborgene Engel


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Romy Bigalke

Berlins verborgene Engel Im christlichen Glauben bedeutet Engel so viel wie Gesandter oder Bote, aber auch in anderen Glaubensrichtungen sind die Himmelsboten bekannt. Selbst in der Bibel stehen Engel bereits mit Menschen in Kontakt, um ihnen Hilfe und Weisungen anzubieten. Doch was haben Engel mit der deutschen Hauptstadt Berlin, situiert in einer Gegend tiefster Diaspora, zu tun? Diese Frage ist längst überfällig, denn auch hier gibt es Entdeckungen mit und über Engel zu machen, die bezeugen, wie die Hauptstädter über Jahrhunderte mit den Engeln sich verbunden fühlten und diese in ihren Kirchen präsent hielten. Wer sich in Berlin also auf die Suche nach Engeln macht, der sollte gespannt sein. Diesen Beweis liefert das vorliegende liebevoll gestaltete Buch ab. Berlins verborgene Engel ffallen in der Meinung der Außenstehenden sicherlich nicht so schnell ins Auge wie in Köln, Rom oder Paris, aber es gibt sie! Engeldarstellungen in katholischen Berliner Kirchen – kämpferische aber auch elegische Engel, verspielte Engel an der Krippe oder musikalische Engel mit Posaune – es gibt sie alle. Dies kombiniert mit wertvollen und qualifizierten Kommentaren bietet das vorliegende Buch. Die Kunstbeauftragte des Erzbistums Berlin lädt in ihm zu einer kunsthistorischen Entdeckungsreise quer durch Berlin ein. Zu Kunstwerken, die sie der Leser noch nie gesehen hat. Der Glauben an Schutzengel ist so alt wie die Menschheit. Engel beeindrucken die Menschen schon immer. Immer dann, wenn die Menschen Hilfe benötigen, sind sie mit Ihren Gefühlen und Vermutungen besonders ehrlich. Neben den Schutzengeln gibt es noch viele verschiedene Engel, zum Beispiel die Erzengel. Die Erzengel sind die Diener des Universums auf kosmischer Ebene. Sie sind die Beschützer der Schutzengel. Die Cherubim sind die Engel, die über den Himmel und die Sterne wachen soll. Der größte Engel in der Rangordnung der Engel hat Seraphin. Er ist der Engel der reinen Liebe. Seraphin sind die Engel, die in der unmittelbaren Nähe von Gott sind und ihn lobpreisen. All diese Engel findet man in Berliner Kirchen dargestellt. Die Jahre des späten 19. Jahrhunderts und des beginnenden 20. Jahrhunderts, aus denen fast alle Berliner Engeldarstellungen stammen, besitzen eine eigene originäre Form der Ausstrahlung. In einer Rolle der Minderheit, welche die Christen in Berlin einnehmen, haben gerade Berliner auf ihre Engel vertraut. Sie bilden für die Berliner Christen – dies zeigt das Buch – einen sinnvollen Leitfaden. Eine wenig verortete Glaubenstradition hinterließ also ihre Spuren auf die Engelbilder. Es geht dem Berliner um die leise, wenig auffallende Begegnung mit den Engeln und der Kirche schlechthin. Und so sind die Engel weniger Sinnbilder prächtiger Visionen als des stillen und beständigen Glaubens. Beeindruckend ist, daß die vom Krieg geschundene Stadt Berlin derartig schöne Darstellungen in ihren Kirchen birgt. Das vorliegende Buch schließt eine Lücke der Literatur über Kirche in der Diaspora und besticht durch seine kompetente und liebevolle Darstellung zugleich.

Im christlichen Glauben bedeutet Engel so viel wie Gesandter oder Bote, aber auch in anderen Glaubensrichtungen sind die Himmelsboten bekannt. Selbst in der Bibel stehen Engel bereits mit Menschen in Kontakt, um ihnen Hilfe und Weisungen anzubieten.

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Doch was haben Engel mit der deutschen Hauptstadt Berlin, situiert in einer Gegend tiefster Diaspora, zu tun? Diese Frage ist längst überfällig, denn auch hier gibt es Entdeckungen mit und über Engel zu machen, die bezeugen, wie die Hauptstädter über Jahrhunderte mit den Engeln sich verbunden fühlten und diese in ihren Kirchen präsent hielten.

Wer sich in Berlin also auf die Suche nach Engeln macht, der sollte gespannt sein. Diesen Beweis liefert das vorliegende liebevoll gestaltete Buch ab. Berlins verborgene Engel ffallen in der Meinung der Außenstehenden sicherlich nicht so schnell ins Auge wie in Köln, Rom oder Paris, aber es gibt sie! Engeldarstellungen in katholischen Berliner Kirchen – kämpferische aber auch elegische Engel, verspielte Engel an der Krippe oder musikalische Engel mit Posaune – es gibt sie alle. Dies kombiniert mit wertvollen und qualifizierten Kommentaren bietet das vorliegende Buch. Die Kunstbeauftragte des Erzbistums Berlin lädt in ihm zu einer kunsthistorischen Entdeckungsreise quer durch Berlin ein. Zu Kunstwerken, die sie der Leser noch nie gesehen hat.

Der Glauben an Schutzengel ist so alt wie die Menschheit. Engel

beeindrucken die Menschen schon immer. Immer dann, wenn die Menschen

Hilfe benötigen, sind sie mit Ihren Gefühlen und Vermutungen besonders

ehrlich. Neben den Schutzengeln gibt es noch viele verschiedene Engel, zum Beispiel die

Erzengel. Die Erzengel sind die Diener des Universums auf kosmischer

Ebene. Sie sind die Beschützer der Schutzengel. Die Cherubim sind die

Engel, die über den Himmel und die Sterne wachen soll. Der größte Engel

in der Rangordnung der Engel hat Seraphin. Er ist der Engel der reinen

Liebe. Seraphin sind die Engel, die in der unmittelbaren Nähe von Gott

sind und ihn lobpreisen.

All diese Engel findet man in Berliner Kirchen dargestellt. Die Jahre des späten 19. Jahrhunderts und des beginnenden 20. Jahrhunderts, aus denen fast alle Berliner Engeldarstellungen stammen, besitzen eine eigene originäre Form der Ausstrahlung. In einer Rolle der Minderheit, welche die Christen in Berlin einnehmen, haben gerade Berliner auf ihre Engel vertraut. Sie bilden für die Berliner Christen – dies zeigt das Buch – einen sinnvollen Leitfaden. Eine wenig verortete Glaubenstradition hinterließ also ihre Spuren auf die Engelbilder. Es geht dem Berliner um die leise, wenig auffallende Begegnung mit den Engeln und der Kirche schlechthin. Und so sind die Engel weniger Sinnbilder prächtiger Visionen als des stillen und beständigen Glaubens. Beeindruckend ist, daß die vom Krieg geschundene Stadt Berlin derartig schöne Darstellungen in ihren Kirchen birgt.

Das vorliegende Buch schließt eine Lücke der Literatur über Kirche in der Diaspora und besticht durch seine kompetente und liebevolle Darstellung zugleich.

geschrieben am 09.08.2009 | 458 Wörter | 2622 Zeichen

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