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Systems Engineering mit SysML/UML


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Rezension von

Marc-Florian Wendland

Systems Engineering mit SysML/UML Die modellgetriebene Entwicklung von (objektorientierten) Softwaresystemen wird heutzutage weitestgehend mit der UML in Verbindung gesetzt. In der Tat bietet die UML ein umfassendes Set für die grafische Beschreibung verschiedener Aspekte eines Softwaresystems. Allerdings beschränkt sich die UML primär auf Softwaresysteme, während ein IT-geschütztes Projekt die Anforderungen und Bedürfnisse mehrerer Teildisziplinen zu berücksichtigen hat. An diesem Punkt kommt die SysML ins Spiel, die, da aus der UML abgeleitet, auf UML-kundige Entwickler einen vertrauten Eindruck macht. Die SysML versteht sich selbst als grafische Modellierungsnotation um bei komplexen Systemen (vor allem bei System die aus aus Systemen bestehen) von deren Komplexität zu abstrahieren und sie dadurch beherrschbar zu halten. Das Buch gliedert sich in 5 Kapitel, die geradlinig strukturiert sind. Nach einer konzisen Einführung in das fachliche Umfeld der SysML/UML, einigen derzeit populären Spezifikationen (sowohl aus dem Hause der OMG als auch anderweitige) rund um die Softwareentwicklung und der Qualitätssicherung, steigt Herr Weilkiens unmittelbar in das Thema „System Engineerings“ ein. Zu diesem Zweck diskutiert Kapitel 2 das pragmatische Vorgehen bei der Systementwicklung mittels des darauf abgestimmten Vorgehensmodells SYSMOD. Mit knappen 160 Seiten stellt sich dieser essentielle Teil zurecht als der Längste heraus. Kapitel 3, 4 und 5 bilden zusammen den konzeptionellen Abschnitt des Buches, da sie sukzessiv die Spezifikationen des SysML, UML und des SysML-Profils SYSMOD aus Anwendungssicht erläutern. Ein Glossar rundet das Buch ab. Auf den ersten Seiten des Buches fällt vor allem die Begeisterung und die Leidenschaft auf, mit denen Tim Weilkiens sein Buchprojekt angegangen ist. Er vermittelt mit viel Überzeugungswillen (und wichtiger: mit fundierten Argumenten!) von Beginn an die Philosophie, die hinter dem Systems Engineering steckt, und warum das Systems Engineering sich vorteilhaft auf größere, verteilte und schwierig zu koordinierende Entwicklungsprojekte auswirken kann. Der Leser spürt deutlich, dass der Autor überzeugt ist von dem, was er beschreibt und auch die nötige Fachkompetenz, sowie Didaktik besitzt, um sein Wissen zu vermitteln. Das der Autor federführend bei der Ausarbeitung der SysML-Spezifikation mitwirkte, kommt dem Buch und damit dem Leser zugute. Die Anwendung des Systems Engineering mit der Vorgehensweise SYSMOD wird anhand zahlreicher Abbildungen, Tabellen und Definitionen demonstriert. Grundlage ist dabei das fiktives Szenario eines fortschrittlichen Kfz-Vermietungssystems, zu welchem (frei nach Tom DeMarco) ein Projekttagebuch die zurückgelegten Phasen und Schritte zusammengefasst wurden. Hier gefiel vor allem die induktive Erschließung einer praktischen Anwendung des Systems Engineering. Die Schreibe des Autors ist solide und flüssig, angenehm zu lesen und zu verstehen. Trotz all des Lobs sei gesagt, dass mir persönlich die Abschnitte zu den Spezifikationen UML und SysML zu lang erscheinen. Lässt sich dies für die SysML in einem auf die SysML zugeschnittenem Buch noch rechtfertigen, so ist es nicht notwendig wirklich jeden Aspekt der UML zu erläutern. Zudem die angeführten Erläuterungen aufgrund der Platzknappheit nur an der Oberfläche der UML kratzen. Hier wäre es besser gewesen, wenn ein grundlegendes Verständnis der UML vorausgesetzt und auf tiefer greifende Literatur worden wäre. Wahrscheinlich ist die UML einem Großteil der Rezipienten wohl vertraut. Fazit: Tim Weilkins und der Dpunkt Verlag legen ein informatives und solides geschriebenes Buch zur SysML vor, das, insbesondere durch den Enthusiasmus des Autors, die Vorteile und die praxisbezogene Anwendung der SysML im Rahmen des System Engineering gut demonstriert. Das Buch eignet sich hervorragend als praxisrelevanter Leitfaden zur offiziellen OMG-Spezifikation der SysML, welches unterstützend zu einem Projekt herangezogen werden kann.

Die modellgetriebene Entwicklung von (objektorientierten) Softwaresystemen wird heutzutage weitestgehend mit der UML in Verbindung gesetzt. In der Tat bietet die UML ein umfassendes Set für die grafische Beschreibung verschiedener Aspekte eines Softwaresystems. Allerdings beschränkt sich die UML primär auf Softwaresysteme, während ein IT-geschütztes Projekt die Anforderungen und Bedürfnisse mehrerer Teildisziplinen zu berücksichtigen hat. An diesem Punkt kommt die SysML ins Spiel, die, da aus der UML abgeleitet, auf UML-kundige Entwickler einen vertrauten Eindruck macht. Die SysML versteht sich selbst als grafische Modellierungsnotation um bei komplexen Systemen (vor allem bei System die aus aus Systemen bestehen) von deren Komplexität zu abstrahieren und sie dadurch beherrschbar zu halten.

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Das Buch gliedert sich in 5 Kapitel, die geradlinig strukturiert sind. Nach einer konzisen Einführung in das fachliche Umfeld der SysML/UML, einigen derzeit populären Spezifikationen (sowohl aus dem Hause der OMG als auch anderweitige) rund um die Softwareentwicklung und der Qualitätssicherung, steigt Herr Weilkiens unmittelbar in das Thema „System Engineerings“ ein. Zu diesem Zweck diskutiert Kapitel 2 das pragmatische Vorgehen bei der Systementwicklung mittels des darauf abgestimmten Vorgehensmodells SYSMOD. Mit knappen 160 Seiten stellt sich dieser essentielle Teil zurecht als der Längste heraus.

Kapitel 3, 4 und 5 bilden zusammen den konzeptionellen Abschnitt des Buches, da sie sukzessiv die Spezifikationen des SysML, UML und des SysML-Profils SYSMOD aus Anwendungssicht erläutern. Ein Glossar rundet das Buch ab.

Auf den ersten Seiten des Buches fällt vor allem die Begeisterung und die Leidenschaft auf, mit denen Tim Weilkiens sein Buchprojekt angegangen ist. Er vermittelt mit viel Überzeugungswillen (und wichtiger: mit fundierten Argumenten!) von Beginn an die Philosophie, die hinter dem Systems Engineering steckt, und warum das Systems Engineering sich vorteilhaft auf größere, verteilte und schwierig zu koordinierende Entwicklungsprojekte auswirken kann. Der Leser spürt deutlich, dass der Autor überzeugt ist von dem, was er beschreibt und auch die nötige Fachkompetenz, sowie Didaktik besitzt, um sein Wissen zu vermitteln. Das der Autor federführend bei der Ausarbeitung der SysML-Spezifikation mitwirkte, kommt dem Buch und damit dem Leser zugute.

Die Anwendung des Systems Engineering mit der Vorgehensweise SYSMOD wird anhand zahlreicher Abbildungen, Tabellen und Definitionen demonstriert. Grundlage ist dabei das fiktives Szenario eines fortschrittlichen Kfz-Vermietungssystems, zu welchem (frei nach Tom DeMarco) ein Projekttagebuch die zurückgelegten Phasen und Schritte zusammengefasst wurden. Hier gefiel vor allem die induktive Erschließung einer praktischen Anwendung des Systems Engineering. Die Schreibe des Autors ist solide und flüssig, angenehm zu lesen und zu verstehen.

Trotz all des Lobs sei gesagt, dass mir persönlich die Abschnitte zu den Spezifikationen UML und SysML zu lang erscheinen. Lässt sich dies für die SysML in einem auf die SysML zugeschnittenem Buch noch rechtfertigen, so ist es nicht notwendig wirklich jeden Aspekt der UML zu erläutern. Zudem die angeführten Erläuterungen aufgrund der Platzknappheit nur an der Oberfläche der UML kratzen. Hier wäre es besser gewesen, wenn ein grundlegendes Verständnis der UML vorausgesetzt und auf tiefer greifende Literatur worden wäre. Wahrscheinlich ist die UML einem Großteil der Rezipienten wohl vertraut.

Fazit: Tim Weilkins und der Dpunkt Verlag legen ein informatives und solides geschriebenes Buch zur SysML vor, das, insbesondere durch den Enthusiasmus des Autors, die Vorteile und die praxisbezogene Anwendung der SysML im Rahmen des System Engineering gut demonstriert. Das Buch eignet sich hervorragend als praxisrelevanter Leitfaden zur offiziellen OMG-Spezifikation der SysML, welches unterstützend zu einem Projekt herangezogen werden kann.

geschrieben am 28.04.2009 | 546 Wörter | 3455 Zeichen

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