
| ISBN | 3868694471 | |
| Buchreihe | Ronson Inc | |
| Autor | Willem Ristier | |
| Verlag | Splitter | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 48 | |
| Erscheinungsjahr | 2013 | |
| Extras | - |

Da sie zur Zeit kein besonderer Auftrag in Beschlag nimmt, gehen die Mitarbeiter der Detektei Ronson Inc. in der kleinen Goldgräberstadt Dalbart ihren normalen Tagewerk aus Rumlungern und Fremdgehen nach. Eines Tages taucht im Büro Hugh Ronsons ein alter Freund – Sergeant Thom Lovery – auf, der die Detektive um Hilfe bei der Gefangennahme zweier Deserteure und Mörder bittet, obwohl die Armee ansonsten mit der verhassten Pinkerton-Agentur zusammenarbeitet. Ronson Inc. Nimmt den Auftrag dankbar an, wobei Becker auf Grund seiner Differenzen mit dem Chef zunächst nicht mit im Boot ist, sondern stattdessen Jane, eine junge Frau mit einem extrem schnellen Colt, die Mannschaft komplettiert.

Da sich die beiden Gesuchten der Verbrecherbande des brutalen, skrupellosen Snake angeschlossen haben sollen und diese einen Überfall auf die Bank des kleinen prosperierenden Städtchen Guiness Town plant, macht sich das Team auf den Weg dorthin, einerseits, um das Kopfgeld zu kassieren, andererseits um dem Bankdirektor mit einem lukrativen Schutzangebot zusätzliche Dollars aus den Taschen zu leiern.
Schon der Weg gen Stadt ist von einem unschönen Vorkommnis unterbrochen und als Ronson Inc. in Guiness Town ankommt, stellt sich schnell heraus, dass in der Stadt nicht nur ein gehöriges Maß an Korruption und Dilettantismus herrschen, sondern auch Snake und die beiden Deserteure die Bevölkerung einen Blutzoll zahlen lassen.
Doch auch in ihrer Heimatstadt Dalbart sieht es kaum besser aus, treibt doch auch hier ein Mörder sein Unwesen, der selbst vor Kindern nicht Halt macht.
Obgleich dieser zweite Band einen munteren Mix aus Western, Sex und Crime bietet, hinterlässt die Story einen deutlich schwächeren Eindruck als im ersten Album. Nicht nur, dass potenziell interessante Charaktere wie der psychopathisch angehauchte Messerheld Becker oder der schwarze Revolverheld Denny Forvever zu Gunsten der vordergründig sexuell inszenierten Femme Fatale, Diane Hoyland, deutlich in den Hintergrund treten, sondern auch der ungewöhnliche Konkurrenzkampf mit Pinkerton spielt kaum mehr eine Rolle; zudem wirkt die Story mit mehreren „Nebenkriegsschauplätzen“ deutlich überladen, was letztlich ebenfalls zu Lasten der Figuren geht.
In künstlerischer Hinsicht bietet Minck Oosterveer nicht mehr als gefälligen Mainstream, dem es wie der Story selbst an echten Highlights fehlt und der in Details - wie den Proportionen insbesondere der Gesichter – hingeschludert wirkt; auch mangelt es nach wie vor an einer generetypischen visuellen Härte und Rauheit.
Fazit: Eine alles in allem zwar noch kurzweilige Story, in der Figuren und Hintergrund aber deutlich zu kurz kommen und die zudem grafisch einen Tick zu glatt wirkt. Dennoch: fĂĽr Western-Fans, die nicht unbedingt das Besondere suchen, empfehlenswert.
geschrieben am 22.02.2014 | 408 Wörter | 2418 Zeichen
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