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Die Geißeln von Enharma, Bd. 2: Das verrückte Volk


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Rezension von

Frank Drehmel

Das verrückte Volk Die Suche der fünf Helden wider Willen nach einem Weg, das Monster zu töten, welches Aspech bedroht, ist von einigen Fährnissen überschattet. Dabei ist die Nahrungssuche das kleinste der Probleme, denn schließlich hat man ja eine Gestaltwandlerin in seinen Reihen; unschöner sind da schon die Gedächtnisausfälle auf Grund eines misslungen Zaubers und wirklich nervig sind die depressiven Episoden des untoten Aracelis, dem es nicht gelingt, seiner Existenz ein endgültiges Ende zu setzen, was ihn noch depressiver macht. In den Ruinen einer von einem untoten Drachen zerstörten Stadt wird die kleine Gruppe von affenähnlichen Humanoiden angegriffen, kann diese jedoch in die Flucht schlagen und sogar einen der Angreifer lebend gefangen nehmen. Allerdings erfordert das Verhör des Gefangenen allerlei Überredungskünste, wobei zunächst das gravierendste Problem ist, dass man nicht seine Sprache spricht. Doch die Bemühungen der Helden tragen schließlich Früchte, sodass ihr Gefangener sie letztlich in sein Dorf führt, wo man sie schon erwartet und ihnen trotz großen Misstrauens Hilfe in Form eines Hinweises gewährt: in Osagaron, im Land des Wasser, soll das Mittel zu finden sein, mit dem man das Ungeheuer töten kann. Um dorthin zu gelangen, müssen sie zunächst in die verfallenen Stadt Evlyes reisen, wo ein magisches Gefährt auf sie wartet. Als sie den Ort erreichen, müssen sie sich aber zunächst Heerscharen von Monstern erwehren. Und dann sind da noch die echten Geißeln, denen unsere fünf Helden die Identität gestohlen haben und die nach wie vor nicht nur äußerst unerfreut darüber sind, sondern die auch keine Moment zögern, selbst Hilflose und Unschuldige zu massakrieren: und eben jene Schurken sind dabei, einen magischen Tunnel nach Evlyes zu öffnen. Obgleich auch dieser zweite Band mit humorvollen Dialogen und Situationskomik zu überzeugen vermag, ist die Story insgesamt deutlich dunkler, actionlastiger und gewalttätiger als die des Debütalbums. Dennoch, Aracelis' Verzweiflung, das ausgiebige „Dissen“ des glücklosen Magiers Rusin oder die gestaltwandlerischen Eskapaden der coolen Elfin bieten bei aller Düsternis ein ums andere Mal Gelegenheit zum Schmunzeln. In künstlerischer Hinsicht ist ebenfalls weniger bunte Exotik angesagt, als vielmehr ein dunkles, bedrückendes Ambiente, das aber mit seinem konturbetonten, schwungvollen Duktus, der dynamischen Kampfchoreografie, den knorrigen, markanten Charakteren, den abwechslungsreichen Perspektiven sowie der cineastischen Darstellung zu keinem Zeitpunkt visuell langweilt. Fazit: Etwas weniger „funny“, dafür spürbar actionreicher als der erste Band. Kurzweilige, unterhaltsame Fantasy mit einem kraftvollen, unterm Strich auch farbdynamischen Artwork. „Sword & Sorcery“-Fans können bedenkenlos zuschlagen

Die Suche der fünf Helden wider Willen nach einem Weg, das Monster zu töten, welches Aspech bedroht, ist von einigen Fährnissen überschattet. Dabei ist die Nahrungssuche das kleinste der Probleme, denn schließlich hat man ja eine Gestaltwandlerin in seinen Reihen; unschöner sind da schon die Gedächtnisausfälle auf Grund eines misslungen Zaubers und wirklich nervig sind die depressiven Episoden des untoten Aracelis, dem es nicht gelingt, seiner Existenz ein endgültiges Ende zu setzen, was ihn noch depressiver macht.

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In den Ruinen einer von einem untoten Drachen zerstörten Stadt wird die kleine Gruppe von affenähnlichen Humanoiden angegriffen, kann diese jedoch in die Flucht schlagen und sogar einen der Angreifer lebend gefangen nehmen. Allerdings erfordert das Verhör des Gefangenen allerlei Überredungskünste, wobei zunächst das gravierendste Problem ist, dass man nicht seine Sprache spricht. Doch die Bemühungen der Helden tragen schließlich Früchte, sodass ihr Gefangener sie letztlich in sein Dorf führt, wo man sie schon erwartet und ihnen trotz großen Misstrauens Hilfe in Form eines Hinweises gewährt: in Osagaron, im Land des Wasser, soll das Mittel zu finden sein, mit dem man das Ungeheuer töten kann. Um dorthin zu gelangen, müssen sie zunächst in die verfallenen Stadt Evlyes reisen, wo ein magisches Gefährt auf sie wartet. Als sie den Ort erreichen, müssen sie sich aber zunächst Heerscharen von Monstern erwehren.

Und dann sind da noch die echten Geißeln, denen unsere fünf Helden die Identität gestohlen haben und die nach wie vor nicht nur äußerst unerfreut darüber sind, sondern die auch keine Moment zögern, selbst Hilflose und Unschuldige zu massakrieren: und eben jene Schurken sind dabei, einen magischen Tunnel nach Evlyes zu öffnen.

Obgleich auch dieser zweite Band mit humorvollen Dialogen und Situationskomik zu überzeugen vermag, ist die Story insgesamt deutlich dunkler, actionlastiger und gewalttätiger als die des Debütalbums. Dennoch, Aracelis' Verzweiflung, das ausgiebige „Dissen“ des glücklosen Magiers Rusin oder die gestaltwandlerischen Eskapaden der coolen Elfin bieten bei aller Düsternis ein ums andere Mal Gelegenheit zum Schmunzeln.

In künstlerischer Hinsicht ist ebenfalls weniger bunte Exotik angesagt, als vielmehr ein dunkles, bedrückendes Ambiente, das aber mit seinem konturbetonten, schwungvollen Duktus, der dynamischen Kampfchoreografie, den knorrigen, markanten Charakteren, den abwechslungsreichen Perspektiven sowie der cineastischen Darstellung zu keinem Zeitpunkt visuell langweilt.

Fazit: Etwas weniger „funny“, dafür spürbar actionreicher als der erste Band. Kurzweilige, unterhaltsame Fantasy mit einem kraftvollen, unterm Strich auch farbdynamischen Artwork. „Sword & Sorcery“-Fans können bedenkenlos zuschlagen

geschrieben am 29.01.2013 | 390 Wörter | 2447 Zeichen

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