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Licia Troisi: Die Drachenkämpferin


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Rezension von

Magdalena Kneisel

Licia Troisi: Die Drachenkämpferin In dem Comic „Die Drachenkämpferin“ mit dem Untertitel „Die neuen Abenteuer“ wird der gleichnamige Roman von Licia Troisi verarbeitet, komprimiert und in bewegenden Bildern dargestellt. Doch neben der eigentlichen Handlungsgeschichte als Comic finden sich auch noch einige vor allem für Fans von Troisi sehr spannende Hinweise zu Story, Entstehungsgeschichte und Charaktere Troisis. Der Einleitung von Troisi folgt die Karte der 'Aufgetauchten Welt' sowie eine Beschreibung der Hauptcharaktere. Diese verknüpft die wichtigsten biographischen Angaben der Helden und Antihelden mit ihrem Abbild, so dass der Leser und Betrachter einen ersten Einblick in die dargestellte Welt erhält. Zudem wird es ihm so erleichtert, wieder an die vielleicht längst vergangene Geschichte Nihals anzuknüpfen. Dennoch eignet sich der Comic vielleicht auch aus dem Grund der sehr komprimierten Darstellung für den Genuss von Lesern, die bereits die Geschichte von Nihal kennengelernt haben. Zwar leitet das folgende „Was bisher geschah“ auch in die groben Handlungszüge der in dem Comic unerzählten Geschichte ein, allerdings ist auch dies, u.a. wegen des Platzes, denn immerhin wird hier eine dreibändige Geschichte auf 132 Seiten in Bildern zu Papier gebracht, verständlich. Der Comicteil beginnt auf dem Schlachtfeld vor der Festung des Tyrannen und schildert aus der Sichtweise des wohl anfangs teilnahmslosen Dritten Nihals Vergangenheit. Gerade zu Beginn aber auch ansonsten über die weitesten Teile des Comics meldet er sich in Erzählnotizen zu Wort, so dass die wenige – in Sprechblasen dargestellte – wörtliche Rede dem Leser verstärkt ins Auge fällt und so dem emotionalem Höhepunkt, der Begegnung Nihals mit dem Tyrannen, entgegenfiebert. Über weite Strecken unterstützt es somit die in den Bildern in sehr dunklen und düsteren Tönen – immerhin handelt es sich um die Darstellung einer Schlacht – gemalte Szenerie. Lediglich ein paar gezielte Farbtupfer durchbrechen das Bild: Sei es die markante türkisfarbene Kennzeichnung von Nihals Haaren, die sie als Halbelfe auszeichnen, oder aber der tief dunkelblaue Gegenspieler Nihals: der Tyrann. Auch die Ausflüchte von einzelnen Charakteren in eine nicht existierende Phantasiewelt sind wundervoll gestaltet: Durch die bewusste Verwendung von zarteren und helleren Zeichnungen unterstützen sie die vagen Hoffnungen der Aktanten. Demgegenüber steht das geradezu augenkrebserregende Ende des Buches, in dem das Happy End' in den krassesten Gegensatzfarben vermalt ist: Nichts gegen einen guten Schluss, aber zu viel bunt schadet dann doch auch der Geschichte. Zwar ist es ein löblicher Versuch den Dualismus zwischen Krieg und Friedenszeiten farblich wiederzugeben, allerdings hat auch die Farbenvielfalt des Friedens ihre Grenzen. Alles in allem schildert der Comic also mit Wort und Bild die Essenz der Story der Drachenkämpferin Nihal. Diese Zentrierung auf das wesentliche hätte wohl auch den vorliegenden Büchern an mancher Stelle gut getan. Das Comic ist also für all Liebhaber von Troisis Geschichte eine wundervolle Ergänzung, besonders, wenn es dem Leser als Geschenk überreicht wird.

In dem Comic „Die Drachenkämpferin“ mit dem Untertitel „Die neuen Abenteuer“ wird der gleichnamige Roman von Licia Troisi verarbeitet, komprimiert und in bewegenden Bildern dargestellt. Doch neben der eigentlichen Handlungsgeschichte als Comic finden sich auch noch einige vor allem für Fans von Troisi sehr spannende Hinweise zu Story, Entstehungsgeschichte und Charaktere Troisis.

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Der Einleitung von Troisi folgt die Karte der 'Aufgetauchten Welt' sowie eine Beschreibung der Hauptcharaktere. Diese verknüpft die wichtigsten biographischen Angaben der Helden und Antihelden mit ihrem Abbild, so dass der Leser und Betrachter einen ersten Einblick in die dargestellte Welt erhält. Zudem wird es ihm so erleichtert, wieder an die vielleicht längst vergangene Geschichte Nihals anzuknüpfen. Dennoch eignet sich der Comic vielleicht auch aus dem Grund der sehr komprimierten Darstellung für den Genuss von Lesern, die bereits die Geschichte von Nihal kennengelernt haben. Zwar leitet das folgende „Was bisher geschah“ auch in die groben Handlungszüge der in dem Comic unerzählten Geschichte ein, allerdings ist auch dies, u.a. wegen des Platzes, denn immerhin wird hier eine dreibändige Geschichte auf 132 Seiten in Bildern zu Papier gebracht, verständlich.

Der Comicteil beginnt auf dem Schlachtfeld vor der Festung des Tyrannen und schildert aus der Sichtweise des wohl anfangs teilnahmslosen Dritten Nihals Vergangenheit. Gerade zu Beginn aber auch ansonsten über die weitesten Teile des Comics meldet er sich in Erzählnotizen zu Wort, so dass die wenige – in Sprechblasen dargestellte – wörtliche Rede dem Leser verstärkt ins Auge fällt und so dem emotionalem Höhepunkt, der Begegnung Nihals mit dem Tyrannen, entgegenfiebert.

Über weite Strecken unterstützt es somit die in den Bildern in sehr dunklen und düsteren Tönen – immerhin handelt es sich um die Darstellung einer Schlacht – gemalte Szenerie. Lediglich ein paar gezielte Farbtupfer durchbrechen das Bild: Sei es die markante türkisfarbene Kennzeichnung von Nihals Haaren, die sie als Halbelfe auszeichnen, oder aber der tief dunkelblaue Gegenspieler Nihals: der Tyrann.

Auch die AusflĂĽchte von einzelnen Charakteren in eine nicht existierende Phantasiewelt sind wundervoll gestaltet: Durch die bewusste Verwendung von zarteren und helleren Zeichnungen unterstĂĽtzen sie die vagen Hoffnungen der Aktanten.

Demgegenüber steht das geradezu augenkrebserregende Ende des Buches, in dem das Happy End' in den krassesten Gegensatzfarben vermalt ist: Nichts gegen einen guten Schluss, aber zu viel bunt schadet dann doch auch der Geschichte. Zwar ist es ein löblicher Versuch den Dualismus zwischen Krieg und Friedenszeiten farblich wiederzugeben, allerdings hat auch die Farbenvielfalt des Friedens ihre Grenzen.

Alles in allem schildert der Comic also mit Wort und Bild die Essenz der Story der Drachenkämpferin Nihal. Diese Zentrierung auf das wesentliche hätte wohl auch den vorliegenden Büchern an mancher Stelle gut getan. Das Comic ist also für all Liebhaber von Troisis Geschichte eine wundervolle Ergänzung, besonders, wenn es dem Leser als Geschenk überreicht wird.

geschrieben am 24.02.2011 | 453 Wörter | 2728 Zeichen

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