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Disney's Heimliche Helden, Bd. 4: Gamma


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Rezension von

Frank Drehmel

Gamma Im Mittelpunkt der „Ehapa Comic Collection“-Serie „Disneys Heimliche Helden“ stehen Figuren der zweiten und der dritten Reihe, Figuren denen zwar nicht wöchentlich eine eigene Story gewidmet ist, die aber über das Setzen von Bezugsrahmen bzw. Kontexten für die Lebendigkeit und – vor allem – das Faszinosum der Disney-Welt(en) unabdingbar sind. Das Augenmerk des vierten Sammelbandes liegt auf Gamma – nicht zu verwechseln mit dem physiognomisch ähnlichen Atömchen -, einem fremdartigen humanoiden Wesen, das aus der 4. Dimension, aus einer anderen Galaxis oder der Zukunft der Erde stammen könnte. Unter führenden Wissenschaftlern wird über die Herkunft vehement gestritten, sicher scheint nur, dass Gamma aus irgendeiner Zukunft seinen Weg zunächst in eine unwirtliche Höhle und später immer wieder nach Entenhausen gefunden hat. Diese und ähnliche Erkenntnisse kann der Leser aus dem hochinformativen, neunseitigen Vorworts Wolfgang J. Fuchs' ziehen, in welchem der Verfasser nicht nur ausführlich auf die Entstehungsgeschichte Eega Beevas – so der Name Gammas im englischen Original – und seinen Erfolg insbesondere im italienschen Magazin „Topolino“ eingeht, sondern auch tiefer gehende Interpretationen liefert, indem er z.B. einen Zusammenhang zu dem in den USA der 30'er Jahre des letzten Jahrhunderts äußerst populären SF-Comic „Buck Rogers“ aufzeigt (allerdings sollte man solcherlei Ausführungen eher mit Amüsement folgen, als sie unkritisch für bare Münze zu nehmen). In sechs, respektive fünfeinhalb Geschichten – eine davon ist eine deutsche Erstveröffentlichung - aus fast sechs Jahrzehnten bringt uns der Herausgeber Gamma näher, wobei die bedeutendste und unterhaltsamste Story „Micky Maus und Gamma, der Mensch aus der Zukunft“ darstellt, welche unter Bill Walshs und Floyd Gottfredsons Federführung in Tagesstrip-Form vom 22. September bis zum 27. Dezember 1947 erschien und in der der Beginn der Freundschaft zwischen Maus und Fremdling, Gammas hartes Lernen irdischer Kultur oder Goofy Haltung, die Existenz des kleinen Kerls zunächst konsequent zu leugnen, nicht zuletzt auf Grund des ursprünglichen Erscheinungsmodus' äußerst pointiert inszeniert ist. In den weiteren Geschichten wird der Hintergrund des Hauptprotagonisten mit Fakten gefüllt, sei es durch die Einführung seines hundeähnlichen Haustieres namens Flip, seiner Geldallergie oder die kulinarische Vorliebe für Naphthalinkügelchen (im Original Kumquats). Grafisch gestalten sich die Storys naturgemäß entsprechend ihres Entstehungsdatums sehr unterschiedlich – was gerade auch im Erscheinungsbild bzw. „Charisma“ Gammas deutlich wird -, wobei ich alter Knochen mit den neueren überdynamisch hektischen Zeichnungen bspw. aus der Feder Andrea Ferraris kaum etwas anfangen an, sondern die visuell ruhigeren Ansätze des letzten Jahrhunderts präferiere. Fazit: Humorvolle, nicht immer zündende Storys und ein ganzer Haufen Zeitgeist. Für Fans ein Muss!

Im Mittelpunkt der „Ehapa Comic Collection“-Serie „Disneys Heimliche Helden“ stehen Figuren der zweiten und der dritten Reihe, Figuren denen zwar nicht wöchentlich eine eigene Story gewidmet ist, die aber über das Setzen von Bezugsrahmen bzw. Kontexten für die Lebendigkeit und – vor allem – das Faszinosum der Disney-Welt(en) unabdingbar sind.

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Buchtitel
1
18.02.2018
4
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5
18.02.2018

Das Augenmerk des vierten Sammelbandes liegt auf Gamma – nicht zu verwechseln mit dem physiognomisch ähnlichen Atömchen -, einem fremdartigen humanoiden Wesen, das aus der 4. Dimension, aus einer anderen Galaxis oder der Zukunft der Erde stammen könnte. Unter führenden Wissenschaftlern wird über die Herkunft vehement gestritten, sicher scheint nur, dass Gamma aus irgendeiner Zukunft seinen Weg zunächst in eine unwirtliche Höhle und später immer wieder nach Entenhausen gefunden hat. Diese und ähnliche Erkenntnisse kann der Leser aus dem hochinformativen, neunseitigen Vorworts Wolfgang J. Fuchs' ziehen, in welchem der Verfasser nicht nur ausführlich auf die Entstehungsgeschichte Eega Beevas – so der Name Gammas im englischen Original – und seinen Erfolg insbesondere im italienschen Magazin „Topolino“ eingeht, sondern auch tiefer gehende Interpretationen liefert, indem er z.B. einen Zusammenhang zu dem in den USA der 30'er Jahre des letzten Jahrhunderts äußerst populären SF-Comic „Buck Rogers“ aufzeigt (allerdings sollte man solcherlei Ausführungen eher mit Amüsement folgen, als sie unkritisch für bare Münze zu nehmen).

In sechs, respektive fünfeinhalb Geschichten – eine davon ist eine deutsche Erstveröffentlichung - aus fast sechs Jahrzehnten bringt uns der Herausgeber Gamma näher, wobei die bedeutendste und unterhaltsamste Story „Micky Maus und Gamma, der Mensch aus der Zukunft“ darstellt, welche unter Bill Walshs und Floyd Gottfredsons Federführung in Tagesstrip-Form vom 22. September bis zum 27. Dezember 1947 erschien und in der der Beginn der Freundschaft zwischen Maus und Fremdling, Gammas hartes Lernen irdischer Kultur oder Goofy Haltung, die Existenz des kleinen Kerls zunächst konsequent zu leugnen, nicht zuletzt auf Grund des ursprünglichen Erscheinungsmodus' äußerst pointiert inszeniert ist. In den weiteren Geschichten wird der Hintergrund des Hauptprotagonisten mit Fakten gefüllt, sei es durch die Einführung seines hundeähnlichen Haustieres namens Flip, seiner Geldallergie oder die kulinarische Vorliebe für Naphthalinkügelchen (im Original Kumquats).

Grafisch gestalten sich die Storys naturgemäß entsprechend ihres Entstehungsdatums sehr unterschiedlich – was gerade auch im Erscheinungsbild bzw. „Charisma“ Gammas deutlich wird -, wobei ich alter Knochen mit den neueren überdynamisch hektischen Zeichnungen bspw. aus der Feder Andrea Ferraris kaum etwas anfangen an, sondern die visuell ruhigeren Ansätze des letzten Jahrhunderts präferiere.

Fazit: Humorvolle, nicht immer zĂĽndende Storys und ein ganzer Haufen Zeitgeist. FĂĽr Fans ein Muss!

geschrieben am 14.02.2010 | 405 Wörter | 2603 Zeichen

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