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Die Nachtflüsterer - Das Erwachen


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Die Nachtflüsterer - Das Erwachen Gleich vorneweg: Selten habe ich ein packenderes Buch gelesen. Wenn nur das Ende nicht wäre, wie es ist… Zunächst begleitet der Leser drei Kinder bzw. Jugendliche bei ihrer mysteriösen Verwandlung. Die jeweils aus Perspektive des jeweiligen Kindes geschriebenen Erlebnisse sind beunruhigend: Immer um 1:34 Uhr wachen die Kinder auf, als würden sie von Musik geweckt, die sie aber nicht bewusst wahrnehmen. Danach können sie nicht mehr einschlafen. Sehr unterschiedlich gehen die drei mit ihren Erschöpfungszuständen und Ängsten um. Die zehnjährige Tima wächst wohlbehütet auf und geht auf eine Privatschule, wo ihr aber neidische Mitschülerinnen das Leben schwer machen. Ihre Eltern sorgen sich sehr um sie und veranlassen direkt ärztliche Untersuchungen. Elena ist 13 und geht mit dem wohl gleichaltrigen Matt auf eine städtische Schule. Ihre Mutter ist psychisch krank und so übernimmt Elena selbständig ihre eigene Versorgung und die ihrer Mutter. Matt wiederum leidet unter der Alkoholsucht seines Vaters, wird geschlagen und muss schon morgens in der Autowäscherei seines Vaters mithelfen. Die Darstellung des Alltags der Protagonisten gelingt sehr gut, man leidet und fühlt mit ihnen mit. Durch puren Zufall lernen sich die Drei kennen und versuchen nun gemeinsam, ihrer zeitgleichen Schlaflosigkeit auf den Grund zu gehen. Das nach und nach wachsende Vertrauen zwischen den Kindern ist sehr schön dargestellt. Nach einer Weile stellen die Drei fest, dass sie die Fähigkeit haben, mit Tieren zu kommunizieren: Tima „spricht“ mit Insekten, Matt mit Vögeln und Elena mit Säugetieren. Als Leser fiebert man mit den Nachtflüsterern mit, wie sie nach und nach ihre Fähigkeiten entdecken und erproben und dem Geheimnis auf den Grund gehen. Die wunderbare Szene, in der Matt wieder von seinem Vater drangsaliert wird und plötzlich eine Armada von Staren die Autowäscherei samt Vater mit Vogeldreck besprühen, wird dem Leser immer im Gedächtnis bleiben. Spätestens, wenn aber eine Art Vampir beginnt, die Kinder zu jagen und ihnen nachzusetzen, wird es gruselig und der leichte Realitätsbezug, der bisher die Geschichte derart gestaltet hat, dass junge Leser sich haben vorstellen können, dass auch sie irgendwann mit Tieren sprechen könnten, nimmt rapide ab. Als dann tatsächlich nicht nur Tiere sondern auch Menschen sterben, ist mit einem Schlag die Geschichte nur noch ein Überlebenskampf und keine süße Tierflüsterer-Geschichte mehr. Das alles wäre für Leser ungefähr ab der 5. Klasse aushaltbar und weiterhin spannend – käme nun nicht das seltsame Finale. Grund der Schlaflosigkeit und der toten Tiere und Menschen ist ein Gott. Wie bitte? Jawohl, ein seltsamer tintenfischartiger Gott, der in seiner jahrtausendalten Ruhe gestört wurde und den es nun zu besänftigen gilt. Das Ende ist abrupt und driftet völlig in ein seltsames Endzeitszenario ab. Als Leser ist man auf den letzten Seiten richtig erleichtert, dass alles vorbei ist und die drei Freunde alles überstanden haben. Tatsächlich fiebert die 10-jährige Testleserin dem nächsten Band entgegen – aber bitte ohne britischen Gott, dem man etwas auf dem Kornett vorspielen muss, damit er wieder in seiner Höhle hinweg dämmert … Ein etwas kurioser Zufall ist, dass nahezu zeitgleich ein beinahe identisch betiteltes Buch im Erwachsenenbereich auf dem Markt erschien.

Gleich vorneweg: Selten habe ich ein packenderes Buch gelesen. Wenn nur das Ende nicht wäre, wie es ist… Zunächst begleitet der Leser drei Kinder bzw. Jugendliche bei ihrer mysteriösen Verwandlung. Die jeweils aus Perspektive des jeweiligen Kindes geschriebenen Erlebnisse sind beunruhigend: Immer um 1:34 Uhr wachen die Kinder auf, als würden sie von Musik geweckt, die sie aber nicht bewusst wahrnehmen. Danach können sie nicht mehr einschlafen. Sehr unterschiedlich gehen die drei mit ihren Erschöpfungszuständen und Ängsten um. Die zehnjährige Tima wächst wohlbehütet auf und geht auf eine Privatschule, wo ihr aber neidische Mitschülerinnen das Leben schwer machen. Ihre Eltern sorgen sich sehr um sie und veranlassen direkt ärztliche Untersuchungen. Elena ist 13 und geht mit dem wohl gleichaltrigen Matt auf eine städtische Schule. Ihre Mutter ist psychisch krank und so übernimmt Elena selbständig ihre eigene Versorgung und die ihrer Mutter. Matt wiederum leidet unter der Alkoholsucht seines Vaters, wird geschlagen und muss schon morgens in der Autowäscherei seines Vaters mithelfen. Die Darstellung des Alltags der Protagonisten gelingt sehr gut, man leidet und fühlt mit ihnen mit. Durch puren Zufall lernen sich die Drei kennen und versuchen nun gemeinsam, ihrer zeitgleichen Schlaflosigkeit auf den Grund zu gehen. Das nach und nach wachsende Vertrauen zwischen den Kindern ist sehr schön dargestellt. Nach einer Weile stellen die Drei fest, dass sie die Fähigkeit haben, mit Tieren zu kommunizieren: Tima „spricht“ mit Insekten, Matt mit Vögeln und Elena mit Säugetieren. Als Leser fiebert man mit den Nachtflüsterern mit, wie sie nach und nach ihre Fähigkeiten entdecken und erproben und dem Geheimnis auf den Grund gehen. Die wunderbare Szene, in der Matt wieder von seinem Vater drangsaliert wird und plötzlich eine Armada von Staren die Autowäscherei samt Vater mit Vogeldreck besprühen, wird dem Leser immer im Gedächtnis bleiben.

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Spätestens, wenn aber eine Art Vampir beginnt, die Kinder zu jagen und ihnen nachzusetzen, wird es gruselig und der leichte Realitätsbezug, der bisher die Geschichte derart gestaltet hat, dass junge Leser sich haben vorstellen können, dass auch sie irgendwann mit Tieren sprechen könnten, nimmt rapide ab. Als dann tatsächlich nicht nur Tiere sondern auch Menschen sterben, ist mit einem Schlag die Geschichte nur noch ein Überlebenskampf und keine süße Tierflüsterer-Geschichte mehr. Das alles wäre für Leser ungefähr ab der 5. Klasse aushaltbar und weiterhin spannend – käme nun nicht das seltsame Finale. Grund der Schlaflosigkeit und der toten Tiere und Menschen ist ein Gott. Wie bitte? Jawohl, ein seltsamer tintenfischartiger Gott, der in seiner jahrtausendalten Ruhe gestört wurde und den es nun zu besänftigen gilt. Das Ende ist abrupt und driftet völlig in ein seltsames Endzeitszenario ab. Als Leser ist man auf den letzten Seiten richtig erleichtert, dass alles vorbei ist und die drei Freunde alles überstanden haben. Tatsächlich fiebert die 10-jährige Testleserin dem nächsten Band entgegen – aber bitte ohne britischen Gott, dem man etwas auf dem Kornett vorspielen muss, damit er wieder in seiner Höhle hinweg dämmert …

Ein etwas kurioser Zufall ist, dass nahezu zeitgleich ein beinahe identisch betiteltes Buch im Erwachsenenbereich auf dem Markt erschien.

geschrieben am 20.05.2019 | 503 Wörter | 2823 Zeichen

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