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80 Jahre Donald Duck


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Rezension von

Frank Drehmel

80 Jahre Donald Duck Vor einer Daunenfeder mehr als 80 Jahren erblickte Donald Fauntleroy Duck das Licht der Welt oder besser das Publikum erblickte ihn. Damals noch von seiner Nebenrolle im Zeichentrickfilm „The Wise Little Hen“ ganz in Anspruch genommen, stand ihm dennoch der Sinn nach Höherem - ein Wesenszug, den er Zeit seines Lebens nicht ablegen sollte – sodass es nicht lange dauerte, bis Donald zum berühmtesten Vertreter seiner Spezies wurde. Der vorliegende Sammelband präsentiert anlässlich des runden Geburtstages 20 Geschichten aus rund 70 Jahren Entenleben, darunter auch vier deutsche Erstveröffentlichungen. Bei der Mehrzahl dieser Storys handelt es sich um sogenannte 10-Pager – mehr oder weniger jedenfalls -, für die das „Who's Who“ der Duck-Zeichner den Stift geschwungen hat, angefangen bei Carl Barks und Don Rosa über Al Taliaferro und Marc Rota bis hin zu William van Horn oder Daniel Branca – um nur einige zu nennen. Da man sich entschlossen hat, die erste Dekade der duck'schen Existenz im Dunkel der Geschichte zu belassen, begegnen wir in den Storys einem vergleichsweise gereiften Protagonisten, der den teilweise extrem provozierenden, streitsüchtigen und nervtötenden Habitus seiner Jugend allenfalls noch in den Auseinandersetzungen mit seinem Dauerfeind, Nachbar Zorngiebel, durchschimmern lässt. Abgesehen davon vermittelt sich dem Leser jedoch in den Geschichten ein stimmiger Eindruck davon, was Donald so liebenswert macht: seine Emotionalität, die im Negativen ins Cholerische, Neidische, Eifersüchtige spielt, die sich aber auf der anderen Seite durch Enthusiasmus, Kreativität, Optimismus und geradezu obsessiver Hingabe äußert. Dass Donald in seinem Ringen um Anerkennung, materiellen Reichtum oder auch nur schlichtem Vergnügen immer wieder scheitert und dennoch selbst dann nicht liegen bleibt, wenn das Leben grau in grau erscheint, macht ihn nicht nur zu einem Sympathieträger par excellence, sondern zu einem Vorbild in fast allen Lebenslagen. Weil die Storys aus 70 Jahren und von zahlreichen Autoren und Künstlern stammen, sind sie naturgemäß entsprechend unterschiedlich im Detail, weisen aber allesamt jene Leichtigkeit, jenen Humor auf, der dem duck'schen Universum fast immer immanent gewesen ist, auch wenn jüngst der eine oder andere moralinsaure, botschaftsüberladene Drops seinen Weg in „Lustige Taschenbücher“ und „Micky Maus“-Hefte findet. Bedauerlicherweise ist sowohl das banale und leicht infantile Vorwort Eltons, sowie der hingeschludert wirkende redaktionelle Beitrag über Donalds Vita dem Jubiläum nicht angemessen und hinterlässt gleich zu Beginn einen schalen Beigeschmack, der sich jedoch verliert, je weiter man sich in den Geschichten voranschreitet. Fazit: Gewohnt leichte und unterhaltsame Comic-Kost. Für Fans insbesondere wegen der Erstveröffentlichungen interessant.

Vor einer Daunenfeder mehr als 80 Jahren erblickte Donald Fauntleroy Duck das Licht der Welt oder besser das Publikum erblickte ihn. Damals noch von seiner Nebenrolle im Zeichentrickfilm „The Wise Little Hen“ ganz in Anspruch genommen, stand ihm dennoch der Sinn nach Höherem - ein Wesenszug, den er Zeit seines Lebens nicht ablegen sollte – sodass es nicht lange dauerte, bis Donald zum berühmtesten Vertreter seiner Spezies wurde.

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Der vorliegende Sammelband präsentiert anlässlich des runden Geburtstages 20 Geschichten aus rund 70 Jahren Entenleben, darunter auch vier deutsche Erstveröffentlichungen. Bei der Mehrzahl dieser Storys handelt es sich um sogenannte 10-Pager – mehr oder weniger jedenfalls -, für die das „Who's Who“ der Duck-Zeichner den Stift geschwungen hat, angefangen bei Carl Barks und Don Rosa über Al Taliaferro und Marc Rota bis hin zu William van Horn oder Daniel Branca – um nur einige zu nennen.

Da man sich entschlossen hat, die erste Dekade der duck'schen Existenz im Dunkel der Geschichte zu belassen, begegnen wir in den Storys einem vergleichsweise gereiften Protagonisten, der den teilweise extrem provozierenden, streitsüchtigen und nervtötenden Habitus seiner Jugend allenfalls noch in den Auseinandersetzungen mit seinem Dauerfeind, Nachbar Zorngiebel, durchschimmern lässt.

Abgesehen davon vermittelt sich dem Leser jedoch in den Geschichten ein stimmiger Eindruck davon, was Donald so liebenswert macht: seine Emotionalität, die im Negativen ins Cholerische, Neidische, Eifersüchtige spielt, die sich aber auf der anderen Seite durch Enthusiasmus, Kreativität, Optimismus und geradezu obsessiver Hingabe äußert. Dass Donald in seinem Ringen um Anerkennung, materiellen Reichtum oder auch nur schlichtem Vergnügen immer wieder scheitert und dennoch selbst dann nicht liegen bleibt, wenn das Leben grau in grau erscheint, macht ihn nicht nur zu einem Sympathieträger par excellence, sondern zu einem Vorbild in fast allen Lebenslagen.

Weil die Storys aus 70 Jahren und von zahlreichen Autoren und Künstlern stammen, sind sie naturgemäß entsprechend unterschiedlich im Detail, weisen aber allesamt jene Leichtigkeit, jenen Humor auf, der dem duck'schen Universum fast immer immanent gewesen ist, auch wenn jüngst der eine oder andere moralinsaure, botschaftsüberladene Drops seinen Weg in „Lustige Taschenbücher“ und „Micky Maus“-Hefte findet.

Bedauerlicherweise ist sowohl das banale und leicht infantile Vorwort Eltons, sowie der hingeschludert wirkende redaktionelle Beitrag über Donalds Vita dem Jubiläum nicht angemessen und hinterlässt gleich zu Beginn einen schalen Beigeschmack, der sich jedoch verliert, je weiter man sich in den Geschichten voranschreitet.

Fazit: Gewohnt leichte und unterhaltsame Comic-Kost. Für Fans insbesondere wegen der Erstveröffentlichungen interessant.

geschrieben am 20.01.2015 | 396 Wörter | 2426 Zeichen

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