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Der Katzen-Struwwelpeter / Slovenly Kittens


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Rezension von

Anna Kneisel

Der Katzen-Struwwelpeter / Slovenly Kittens Als Heinrich Hoffmann 1845 seine Geschichtensammlung um Struwwelpeter & Co. veröffentlichte, löste er damit eine ganze Flut von Nachahmer-Werken aus. Diese „Struwwelpetriaden“ erstreckten sich auf die unterschiedlichsten Lebensbereiche und hatten ebenso viele Zielsetzungen, sei es nun politischer oder fachspezifischer Natur – der Fantasie waren hierbei kaum Grenzen gesetzt. Manche Verfasser gingen noch einen Schritt weiter und verlegten ihre Version des Struwwelpeter ins Tierreich, so auch Norman Gale und Illustrator Louis Wain, die eine erste Tier-Struwwelpetriade veröffentlichten, welche Katzen zum Vorbild hatte. Für vorliegendes Werk nahm sich Louis Wain, der für Katzenillustrationen zu seiner Zeit in Großbritannien berühmt war, neun der zehn Struwwelpeter-Geschichten zum Vorbild und wählte prägnante Szenen, die er in Form von Katzencharakteren darstellte. Lediglich der fliegende Robert scheint ihm weniger ergiebig gewesen zu sein, denn diesen berücksichtigte er nicht. Eine weitere Abweichung vom Original ist die Umwandlung der weinenden Katzen Paulinchens/Harriets in Hunde. Dass sich Louis Wain aber nicht bloß als „Copycat“ betätigte, sondern ein eigenständiges Werk in Anlehnung an Hoffmans erfolgreiche Geschichtensammlung schuf, wird beim Durchblättern schnell klar. Bei vorliegendem Band mit dem Titel „Der Katzenstruwwelpeter / Slovenly Kittens“ handelt es sich, wie im Nachwort Walter Sauers zu lesen, jedoch nicht um den direkten Nachdruck einer einzigen Ausgabe, da es zwei voneinander abweichende Ausgaben gab, von denen die eine, „Father Tuck’s Struwwelpeter“ im Zuge einer Auktion in ihren Einzelillustrationen zu verschiedenen Besitzern gelangte, während die andere, ebenfalls nur einmalig erhaltene Ausgabe namens „Fidgety Phil“, sich im Besitz des Herausgebers befindet. Der englische Text Norman Gales wurde ebenfalls von Walter Sauer frei ins Deutsche übersetzt, sodass beispielsweise aus Chubby Augustus, der Wain’schen Entsprechung des Suppenkaspar, ein Kaspar Katz wurde. Man sieht dieser liebevoll aufgemachten Hardcover-Ausgabe mit ihrem ausführlichen Nachwort an, dass sehr viel Arbeit in ihr steckt und so ist es nur zu begrüßen, dass zumindest diese Illustrationen Louis Wains in dieser Form wieder einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. - Als einziger Nachdruck von Wains Schaffen überhaupt. So dürften nicht nur Sammler von Wains Illustrationen, sondern auch Katzenfreunde und Struwwelpeter-Anhänger von diesem Buch begeistert sein.

Als Heinrich Hoffmann 1845 seine Geschichtensammlung um Struwwelpeter & Co. veröffentlichte, löste er damit eine ganze Flut von Nachahmer-Werken aus. Diese „Struwwelpetriaden“ erstreckten sich auf die unterschiedlichsten Lebensbereiche und hatten ebenso viele Zielsetzungen, sei es nun politischer oder fachspezifischer Natur – der Fantasie waren hierbei kaum Grenzen gesetzt.

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rezensiert seit
Buchtitel
1
15.02.2013
4
20.01.2013

Manche Verfasser gingen noch einen Schritt weiter und verlegten ihre Version des Struwwelpeter ins Tierreich, so auch Norman Gale und Illustrator Louis Wain, die eine erste Tier-Struwwelpetriade veröffentlichten, welche Katzen zum Vorbild hatte. Für vorliegendes Werk nahm sich Louis Wain, der für Katzenillustrationen zu seiner Zeit in Großbritannien berühmt war, neun der zehn Struwwelpeter-Geschichten zum Vorbild und wählte prägnante Szenen, die er in Form von Katzencharakteren darstellte. Lediglich der fliegende Robert scheint ihm weniger ergiebig gewesen zu sein, denn diesen berücksichtigte er nicht. Eine weitere Abweichung vom Original ist die Umwandlung der weinenden Katzen Paulinchens/Harriets in Hunde. Dass sich Louis Wain aber nicht bloß als „Copycat“ betätigte, sondern ein eigenständiges Werk in Anlehnung an Hoffmans erfolgreiche Geschichtensammlung schuf, wird beim Durchblättern schnell klar.

Bei vorliegendem Band mit dem Titel „Der Katzenstruwwelpeter / Slovenly Kittens“ handelt es sich, wie im Nachwort Walter Sauers zu lesen, jedoch nicht um den direkten Nachdruck einer einzigen Ausgabe, da es zwei voneinander abweichende Ausgaben gab, von denen die eine, „Father Tuck’s Struwwelpeter“ im Zuge einer Auktion in ihren Einzelillustrationen zu verschiedenen Besitzern gelangte, während die andere, ebenfalls nur einmalig erhaltene Ausgabe namens „Fidgety Phil“, sich im Besitz des Herausgebers befindet. Der englische Text Norman Gales wurde ebenfalls von Walter Sauer frei ins Deutsche übersetzt, sodass beispielsweise aus Chubby Augustus, der Wain’schen Entsprechung des Suppenkaspar, ein Kaspar Katz wurde.

Man sieht dieser liebevoll aufgemachten Hardcover-Ausgabe mit ihrem ausführlichen Nachwort an, dass sehr viel Arbeit in ihr steckt und so ist es nur zu begrüßen, dass zumindest diese Illustrationen Louis Wains in dieser Form wieder einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. - Als einziger Nachdruck von Wains Schaffen überhaupt. So dürften nicht nur Sammler von Wains Illustrationen, sondern auch Katzenfreunde und Struwwelpeter-Anhänger von diesem Buch begeistert sein.

geschrieben am 19.08.2010 | 335 Wörter | 2162 Zeichen

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