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Das Kavalierhaus


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Ursula Breit-Silvester

Das Kavalierhaus Obwohl die Thematik des Buches – Mädcheninternat in den 50er-Jahren – durchaus interessant ist, gelingt es der Autorin anfangs nicht, mit ihrem eher eintönigen und sprunghaften Sprachstil richtig Leben in die Geschichte zu bringen. Oft ist nicht gleich klar, an welchem Ort sich die Hauptfigur –eine Insassin des Internats, die in der Ich-Form erzählt – gerade befindet. Das Überspringen mancher Absätze wird geradezu herausgefordert. Ab dem zweiten Drittel des Buches ändert sich zwar nichts am Sprachstil, die Geschichte wird aber immer lesenswerter. Die Autorin schafft es, das Innenleben dieses jungen Mädchen – deren Name übrigens nie erwähnt wird – für den Leser nachvollziehbar und verständlich darzustellen, wenn auch auf eine manchmal ziemlich emotionslose Weise. Unbestritten auch stellt die Autorin das Schicksal der Mädchen in diesem Internat äußerst klar dar. Der Leser erkennt deutlich, mit welchen Problemen diese jungen Menschen, deren Eltern den 2. Weltkrieg hautnah miterlebt hatten, zu kämpfen haben. Leider werden aber nur die negativen Seiten aufgezeigt, sodass der Eindruck entsteht, die Jugendlichen der 50er Jahre hätten überhaupt nichts zu lachen gehabt. Was Plessen jedoch unbestreitbar in einer einzigartigen Weise gelingt, ist es, dem Leser einen tiefen Einblick in die Haltung der Mensch gegenüber Hitler und den grausamen Verbrechen zu geben, und zwar sowohl im Rückblick auf die Zeit während des NS-Regimes als auch danach, als die Menschen fähig waren, Zugeständnisse zu machen. Gesamt betrachtet ist der Roman nicht leicht zu lesen, aber aufgrund der Botschaft, welche die Autorin dem Leser übermitteln will, durchaus auch lesenswert.

Obwohl die Thematik des Buches – Mädcheninternat in den 50er-Jahren – durchaus interessant ist, gelingt es der Autorin anfangs nicht, mit ihrem eher eintönigen und sprunghaften Sprachstil richtig Leben in die Geschichte zu bringen. Oft ist nicht gleich klar, an welchem Ort sich die Hauptfigur –eine Insassin des Internats, die in der Ich-Form erzählt – gerade befindet. Das Überspringen mancher Absätze wird geradezu herausgefordert.

weitere Rezensionen von Ursula Breit-Silvester

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rezensiert seit
Buchtitel
4
05.12.2005
5
05.12.2005

Ab dem zweiten Drittel des Buches ändert sich zwar nichts am Sprachstil, die Geschichte wird aber immer lesenswerter. Die Autorin schafft es, das Innenleben dieses jungen Mädchen – deren Name übrigens nie erwähnt wird – für den Leser nachvollziehbar und verständlich darzustellen, wenn auch auf eine manchmal ziemlich emotionslose Weise.

Unbestritten auch stellt die Autorin das Schicksal der Mädchen in diesem Internat äußerst klar dar. Der Leser erkennt deutlich, mit welchen Problemen diese jungen Menschen, deren Eltern den 2. Weltkrieg hautnah miterlebt hatten, zu kämpfen haben. Leider werden aber nur die negativen Seiten aufgezeigt, sodass der Eindruck entsteht, die Jugendlichen der 50er Jahre hätten überhaupt nichts zu lachen gehabt.

Was Plessen jedoch unbestreitbar in einer einzigartigen Weise gelingt, ist es, dem Leser einen tiefen Einblick in die Haltung der Mensch gegenüber Hitler und den grausamen Verbrechen zu geben, und zwar sowohl im Rückblick auf die Zeit während des NS-Regimes als auch danach, als die Menschen fähig waren, Zugeständnisse zu machen.

Gesamt betrachtet ist der Roman nicht leicht zu lesen, aber aufgrund der Botschaft, welche die Autorin dem Leser übermitteln will, durchaus auch lesenswert.

geschrieben am 08.01.2005 | 247 Wörter | 1421 Zeichen

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