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Die Steuerorgane der Marmas im Yoga


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Rezension von

Ragan Tanger

Die Steuerorgane der Marmas im Yoga Die Marmas sind nach altayurvedischer Lehre bestimmte Stellen im Körper, die bei Ausfall oder Beeinträchtigung zur Erschöpfung, letzthin zum Tod führen können; deswegen nennt man sie auch Todesstellen. Das hört sich brutaler an, als wie es eigentlich ist, und kommt doch dem Kern der Sache recht nahe. Der physische Tod tritt tatsächlich selten ein, genau so wie beim unökonomischen Bewegungshabitus des zivilisierten Menschen, der Totalausfall zu beklagen sei. Eine Beeinträchtigung aber ist dennoch gegeben, und deswegen sollten die Anwender auch diesen 107 Punkten, die seit alter Zeit im Körper lokalisiert werden, Beachtung schenken. Es ist erstaunlich wie alt und tiefgreifend diese Lehre ist. Schon in Texten, die in das zweite vorchristliche Jahrtausend zurückreichen, können die Grundlagen des heute nur am Rande der Yogabewegung auftauchenden Marma-Phänomens gefunden werden. An diesen Vitalpunkten, daher ihre große Bedeutung, treffen die elementaren körperlichen Organe aufeinander: Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen oder Gelenke. Heidrun Ruff nun ist es zu verdanken, dass dieses wichtige, aber in Zeiten sportlich ausgerichteter Yogaübungen vergessene Wissen essentiell und fundiert auf dem deutschen Markt reüssiert wurde. Das große Marma-Yoga-Lehrbuch, im gleichen Verlag erschienen, bildete die theoretische und praktische Grundlage dieser Arbeit, das hier vorliegende Nachfolgewerk einen wichtigen speziellen Aufbau. Es geht um die fünf Marmas-Gruppen und ihre jeweiligen Steuerorgane. Experten der chinesischen Heilkunde kennen wahrscheinlich den Zusammenhang von Lunge und Gelenken, Milz und Muskeln, Leber und Sehnengewebe, Herz und Blutgefäßen sowie Nieren und Knochen. Wer darin einen physiologischen Zusammenhang sucht, ist schon an der falschen Adresse, es geht hier um das übergreifende und jahrausende alte Wissen der tieferen Zusammenhänge. Jede der fünf Gruppen wird in einem eigenen Kapitel ausführlich in ihren physiologischen aber auch psychosomatischen Hinsicht vorgestellt, bevor man daran gehen kann, mit entsprechenden Übungen die Marmas dieser Gruppen zu testen und anzuregen - oder abzuschwächen. Denn genau das macht die Fähigkeit eines guten Lehrers aus. Nicht immer muss aufgebaut werden, nicht immer ist es notwendig, zu tun, zu machen und zu schaffen. An manchen Stellen haben wir ein Zuviel an Energie, die eher gedrosselt werden will. Genau das exemplifiziert Ruff hier auf hervorragende Art und Weise. Hinzu kommt eine sanfte Einleitung in die ayurvedischen Prinzipien, eine Vorstellungen der Dosha-Typen und der Vayu-Funktionen. Jeder, dem diese Begriffe bislang nur Bahnhof sagen, wird nach der Lektüre dieses Buches schlauer sein. Vielmehr noch aber werden die Leser, praktizieren sie auch die zahlreichen und gut bebilderten Übungen mit ihrem individuellen Profil und der sanften Anleitung, ein unheimlich angenehmes und seinem Typ entsprechendes Gefühl erfahren können. Wir sind dankbar, dass in letzter Zeit die typologisch und psychologische Seite des Yoga auf methodisch einwandfreie Art in den Kanon der deutschsprachigen Yogaliteratur eingeführt wurde, die viel zu häufig die westlichen Leistungsprinzipien in den Vordergrund gestellt hat und eben jenes tiefe Wissen, was hier bei Ruff zutage kommt, vergessen hat. Ein absoluter Geheimtipp für alle, die Yoga, ihren Körper und die Energie des Universums besser kennenlernen wollen.

Die Marmas sind nach altayurvedischer Lehre bestimmte Stellen im Körper, die bei Ausfall oder Beeinträchtigung zur Erschöpfung, letzthin zum Tod führen können; deswegen nennt man sie auch Todesstellen. Das hört sich brutaler an, als wie es eigentlich ist, und kommt doch dem Kern der Sache recht nahe. Der physische Tod tritt tatsächlich selten ein, genau so wie beim unökonomischen Bewegungshabitus des zivilisierten Menschen, der Totalausfall zu beklagen sei. Eine Beeinträchtigung aber ist dennoch gegeben, und deswegen sollten die Anwender auch diesen 107 Punkten, die seit alter Zeit im Körper lokalisiert werden, Beachtung schenken.

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Es ist erstaunlich wie alt und tiefgreifend diese Lehre ist. Schon in Texten, die in das zweite vorchristliche Jahrtausend zurückreichen, können die Grundlagen des heute nur am Rande der Yogabewegung auftauchenden Marma-Phänomens gefunden werden. An diesen Vitalpunkten, daher ihre große Bedeutung, treffen die elementaren körperlichen Organe aufeinander: Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen oder Gelenke. Heidrun Ruff nun ist es zu verdanken, dass dieses wichtige, aber in Zeiten sportlich ausgerichteter Yogaübungen vergessene Wissen essentiell und fundiert auf dem deutschen Markt reüssiert wurde.

Das große Marma-Yoga-Lehrbuch, im gleichen Verlag erschienen, bildete die theoretische und praktische Grundlage dieser Arbeit, das hier vorliegende Nachfolgewerk einen wichtigen speziellen Aufbau. Es geht um die fünf Marmas-Gruppen und ihre jeweiligen Steuerorgane. Experten der chinesischen Heilkunde kennen wahrscheinlich den Zusammenhang von Lunge und Gelenken, Milz und Muskeln, Leber und Sehnengewebe, Herz und Blutgefäßen sowie Nieren und Knochen. Wer darin einen physiologischen Zusammenhang sucht, ist schon an der falschen Adresse, es geht hier um das übergreifende und jahrausende alte Wissen der tieferen Zusammenhänge.

Jede der fünf Gruppen wird in einem eigenen Kapitel ausführlich in ihren physiologischen aber auch psychosomatischen Hinsicht vorgestellt, bevor man daran gehen kann, mit entsprechenden Übungen die Marmas dieser Gruppen zu testen und anzuregen - oder abzuschwächen. Denn genau das macht die Fähigkeit eines guten Lehrers aus. Nicht immer muss aufgebaut werden, nicht immer ist es notwendig, zu tun, zu machen und zu schaffen. An manchen Stellen haben wir ein Zuviel an Energie, die eher gedrosselt werden will. Genau das exemplifiziert Ruff hier auf hervorragende Art und Weise.

Hinzu kommt eine sanfte Einleitung in die ayurvedischen Prinzipien, eine Vorstellungen der Dosha-Typen und der Vayu-Funktionen. Jeder, dem diese Begriffe bislang nur Bahnhof sagen, wird nach der Lektüre dieses Buches schlauer sein. Vielmehr noch aber werden die Leser, praktizieren sie auch die zahlreichen und gut bebilderten Übungen mit ihrem individuellen Profil und der sanften Anleitung, ein unheimlich angenehmes und seinem Typ entsprechendes Gefühl erfahren können.

Wir sind dankbar, dass in letzter Zeit die typologisch und psychologische Seite des Yoga auf methodisch einwandfreie Art in den Kanon der deutschsprachigen Yogaliteratur eingeführt wurde, die viel zu häufig die westlichen Leistungsprinzipien in den Vordergrund gestellt hat und eben jenes tiefe Wissen, was hier bei Ruff zutage kommt, vergessen hat. Ein absoluter Geheimtipp für alle, die Yoga, ihren Körper und die Energie des Universums besser kennenlernen wollen.

geschrieben am 30.05.2010 | 476 Wörter | 2910 Zeichen

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