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Drachenlanze (Dragonlance): Drachenwinter 2


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Rezension von

Frank Drehmel

Drachenwinter 2 Nach dem Diebstahl der Drachenkugeln befindet sich die eine Gruppe der Gefährten - Tolpan, Silvara, Laurana, die beiden solamnischen Ritter Sturm und Derek sowie Theros mit dem Silberarm - auf der Flucht vor den Elfen. Da es jedoch nur eine Frage der Zeit ist, bis man von den Verfolgern eingeholt wird, entschließt man sich, bei den Rittern von Solamnia um Hilfe zu ersuchen. Während der Rest der Schar seine vergebliche Flucht fortsetzt, brechen Sturm Feuerklinge und Derek zur Ordensburg der Ritter auf. Derweil macht sich im weit entfernten Balifor, nachdem sie etwas Ruhe finden konnten, die andere Gruppe der Drachenkugel-Sucher - Raistlin, Tanis, Caramon, Tika, Goldmond und Flusswind - in der Hoffnung auf den Weg, die Freunde in Sanskrit zu treffen. Als die Schar um Tolpan das monumentale Grabmal Humas, des legendären Trägers der ersten Drachenlanze, erreicht, erhalten die Ereignisse eine überraschende Wendung. Der undurchsichtige Magier Fizban stößt zu ihnen und überredet Silvara, den Freunden ihr wahres Wesen zu enthüllen. Unterdessen erreicht Sturm die Feste seines Ordens, wo er schmerzvoll erfährt, dass insbesondere die älteren Ritter ihn nicht länger als einen der Ihren betrachten. Dank der Fürsprache eines alten Freundes sendet der Orden dennoch Streiter; jedoch nicht, um den Flüchtigen beizustehen, sondern um die Stadt Palanthas vom Joch der Drachenfürsten zu befreien. Nachdem Tolpan und seine Gefährten von den Elfen eingeholt wurden, wird beim “Treffen von Weißstein”, an welchem Vertreter der Menschen, Elfen und Zwerge teilnehmen, sowohl über die Bedrohung durch die Drakonier als auch den Diebstahl der Drachenkugel zu Rate gesessen. Kurz bevor es zu eine Eskalation zwischen den Anwesenden kommt, betritt mit einem Donnerschlag Fizban in Begleitung Theros Silberarms die Szene und händigt den Abgesandten die neu geschmiedete Drachenlanze als Symbol für den Widerstand gegen die Unterdrücker aus Unterdessen erfährt an einem anderen Ort Tanis das düstere Geheimnis Kitaras, kann sich der sexuellen Anziehungskraft der Dienerin der Königin der Finsternis jedoch nicht entziehen, obwohl auch er weiß, dass die Entscheidungsschlacht um die Zukunft Krynns bevorsteht Wie gehabt bemüht sich Andrew Dabb darum, die zentralen Momente der Romanvorlage comicgemäß aufzubereiten. Im Gegensatz zum ersten Teil scheitert der Autor diesmal allerdings sowohl an der sprunghaften Chronologie der Story - die obige (unvollständige) Zusammenfassung mag einen Eindruck davon vermitteln -, als auch an den Hintergründen der Figuren und dem komplexen Beziehungsgeflecht der Protagonisten. Für Leser, die nur die Comics kennen, nicht jedoch die Bücher, bedeutet dieses Scheitern, dass sie erstens große Schwierigkeiten haben werden, der Story - oder besser der Aneinanderreihung von Szenen - überhaupt zu folgen und ihnen zweitens eine plausible intrinsische Motivation für das Handeln der Charaktere fehlt. Damit hängt die gesamte Geschichte gleichsam in der Luft, angefangen bei Raistlins Magie-Obsession, über Tolpans unerwarteten Heldenmut, Fizban undurchsichtige Rolle oder Silvaras einzigartigem Wesen bis hin zu Tanis’ “Affäre” mit Kitiara und Sturms ultimativen Opfer. Das Seelenleben der Figuren wirkt - im Gegensatz zum Roman - vordergründig und aufgesetzt, wobei das Problem besteht, dass genau dieses Seelenleben - und nicht Action oder der epische Hintergrund - im Zentrum der Buchvorlage stehen. Die Mängel in der Handlung werden allerdings durch Steve Kurths und Nei Ruffinos ausgezeichnetes Artwork zum Teil aufgefangen. Die Seitenaufteilung folgt nach wie vor einem klassischen Muster, die düstere Farbgebung entspricht eher einem moderneren “Grim’n’Gritty”-Ansatz, während die Figuren selbst in ihren Mimiken und Gestiken so lebendig, einzigartig wirken, dass die Zeichnungen oft deutlich mehr Botschaften transportieren als der Text. Fazit: Ein bemüht wirkende Charakterstory, die der Romanvorlage nicht gerecht wird. Allein das exzellente Artwork macht diesen zweiten Teil des Drachenwinter-Zyklus’ empfehlenswert.

Nach dem Diebstahl der Drachenkugeln befindet sich die eine Gruppe der Gefährten - Tolpan, Silvara, Laurana, die beiden solamnischen Ritter Sturm und Derek sowie Theros mit dem Silberarm - auf der Flucht vor den Elfen. Da es jedoch nur eine Frage der Zeit ist, bis man von den Verfolgern eingeholt wird, entschließt man sich, bei den Rittern von Solamnia um Hilfe zu ersuchen. Während der Rest der Schar seine vergebliche Flucht fortsetzt, brechen Sturm Feuerklinge und Derek zur Ordensburg der Ritter auf.

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Derweil macht sich im weit entfernten Balifor, nachdem sie etwas Ruhe finden konnten, die andere Gruppe der Drachenkugel-Sucher - Raistlin, Tanis, Caramon, Tika, Goldmond und Flusswind - in der Hoffnung auf den Weg, die Freunde in Sanskrit zu treffen.

Als die Schar um Tolpan das monumentale Grabmal Humas, des legendären Trägers der ersten Drachenlanze, erreicht, erhalten die Ereignisse eine überraschende Wendung. Der undurchsichtige Magier Fizban stößt zu ihnen und überredet Silvara, den Freunden ihr wahres Wesen zu enthüllen.

Unterdessen erreicht Sturm die Feste seines Ordens, wo er schmerzvoll erfährt, dass insbesondere die älteren Ritter ihn nicht länger als einen der Ihren betrachten. Dank der Fürsprache eines alten Freundes sendet der Orden dennoch Streiter; jedoch nicht, um den Flüchtigen beizustehen, sondern um die Stadt Palanthas vom Joch der Drachenfürsten zu befreien.

Nachdem Tolpan und seine Gefährten von den Elfen eingeholt wurden, wird beim “Treffen von Weißstein”, an welchem Vertreter der Menschen, Elfen und Zwerge teilnehmen, sowohl über die Bedrohung durch die Drakonier als auch den Diebstahl der Drachenkugel zu Rate gesessen. Kurz bevor es zu eine Eskalation zwischen den Anwesenden kommt, betritt mit einem Donnerschlag Fizban in Begleitung Theros Silberarms die Szene und händigt den Abgesandten die neu geschmiedete Drachenlanze als Symbol für den Widerstand gegen die Unterdrücker aus

Unterdessen erfährt an einem anderen Ort Tanis das düstere Geheimnis Kitaras, kann sich der sexuellen Anziehungskraft der Dienerin der Königin der Finsternis jedoch nicht entziehen, obwohl auch er weiß, dass die Entscheidungsschlacht um die Zukunft Krynns bevorsteht

Wie gehabt bemüht sich Andrew Dabb darum, die zentralen Momente der Romanvorlage comicgemäß aufzubereiten. Im Gegensatz zum ersten Teil scheitert der Autor diesmal allerdings sowohl an der sprunghaften Chronologie der Story - die obige (unvollständige) Zusammenfassung mag einen Eindruck davon vermitteln -, als auch an den Hintergründen der Figuren und dem komplexen Beziehungsgeflecht der Protagonisten.

Für Leser, die nur die Comics kennen, nicht jedoch die Bücher, bedeutet dieses Scheitern, dass sie erstens große Schwierigkeiten haben werden, der Story - oder besser der Aneinanderreihung von Szenen - überhaupt zu folgen und ihnen zweitens eine plausible intrinsische Motivation für das Handeln der Charaktere fehlt. Damit hängt die gesamte Geschichte gleichsam in der Luft, angefangen bei Raistlins Magie-Obsession, über Tolpans unerwarteten Heldenmut, Fizban undurchsichtige Rolle oder Silvaras einzigartigem Wesen bis hin zu Tanis’ “Affäre” mit Kitiara und Sturms ultimativen Opfer.

Das Seelenleben der Figuren wirkt - im Gegensatz zum Roman - vordergründig und aufgesetzt, wobei das Problem besteht, dass genau dieses Seelenleben - und nicht Action oder der epische Hintergrund - im Zentrum der Buchvorlage stehen.

Die Mängel in der Handlung werden allerdings durch Steve Kurths und Nei Ruffinos ausgezeichnetes Artwork zum Teil aufgefangen. Die Seitenaufteilung folgt nach wie vor einem klassischen Muster, die düstere Farbgebung entspricht eher einem moderneren “Grim’n’Gritty”-Ansatz, während die Figuren selbst in ihren Mimiken und Gestiken so lebendig, einzigartig wirken, dass die Zeichnungen oft deutlich mehr Botschaften transportieren als der Text.

Fazit: Ein bemüht wirkende Charakterstory, die der Romanvorlage nicht gerecht wird. Allein das exzellente Artwork macht diesen zweiten Teil des Drachenwinter-Zyklus’ empfehlenswert.

geschrieben am 26.06.2008 | 569 Wörter | 3468 Zeichen

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