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Der Knabe im Moor


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Rezension von

Anna Kneisel

Der Knabe im Moor Annette von Droste-Hülshoffs berühmte Ballade „Der Knabe im Moor“ wurde 1842 erstmals veröffentlicht. Sie handelt von einem Jungen, der durch ein unheimliches Moor gehen muss, um nach Hause zu gelangen. Dabei spielt ihm ganz offensichtlich seine Phantasie einige Streiche, denn er meint in Bäumen und Schatten, sowie den Geräuschen, die ihn umgeben, Schreckgestalten zu erkennen, wie die Spinnlenor oder den Gräberknecht, die ihm aus diversen Schauergeschichten bekannt sind. Am Ende des Gedichts gelangt der Knabe erleichtert aus der unheimlichen Heidelandschaft heraus und daheim an. Der Illustrator Reinhard Michl hat sich für den Kindermann-Verlag im Rahmen der Reihe „Poesie für Kinder“ nun dieses Gedichtes angenommen und seine ganz eigene Interpretation der Atmosphäre in der Moorlandschaft geschaffen. Seine Bilder sind sehr naturalistisch gehalten und bereits vom Cover blickt den Betrachter ein eingeschüchterter Junge an. Interessant dabei ist, dass sich Michl offensichtlich an der Lebenswirklichkeit seiner Zielgruppe, den Kindern von heute, orientiert hat, denn der besagte Junge trägt moderne Kleidung und hat auf seinem Weg ein Buch unter den Arm geklemmt. Michls Bäume haben knotige Gesichter, die sich dem Betrachter zuwenden, als seien sie zu einem bewegteren Leben erwacht, als normalerweise üblich. Tatsächliche Schreckgestalten begegnen dem Jungen allerdings nicht. Auf diese Weise verdeutlicht der Illustrator sehr gut, dass sich tatsächlich alles nur in der Phantasie des Protagonisten abspielt, gleichzeitig zeigt er aber auch mit kleinen Details wie Schmetterlingen, Fröschen und Eulen die (unheimliche) Schönheit und Vielfalt, die der Heidelandschaft innewohnen. Es handelt sich hier durchaus um eine kindgerechte, moderne Adaption des bekannten Gedichts, welche man ohne Bedenken Kindern zur selbständigen Lektüre geben kann, ohne Angst haben zu müssen, dass sie davon vielleicht Alpträume bekommen. Allerdings ist die Ballade allein schon durch ihr sprachliches Niveau nicht für Erstleser geeignet, was ja auch gar nicht der Sinn und Zweck der Reihe ist. Wer also Literatur und Lyrik in die Kindererziehung mit einfließen lassen möchte, ist mit diesem Band bestens beraten. Aber auch Erwachsene werden ihre Freude daran haben.

Annette von Droste-Hülshoffs berühmte Ballade „Der Knabe im Moor“ wurde 1842 erstmals veröffentlicht. Sie handelt von einem Jungen, der durch ein unheimliches Moor gehen muss, um nach Hause zu gelangen. Dabei spielt ihm ganz offensichtlich seine Phantasie einige Streiche, denn er meint in Bäumen und Schatten, sowie den Geräuschen, die ihn umgeben, Schreckgestalten zu erkennen, wie die Spinnlenor oder den Gräberknecht, die ihm aus diversen Schauergeschichten bekannt sind. Am Ende des Gedichts gelangt der Knabe erleichtert aus der unheimlichen Heidelandschaft heraus und daheim an.

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Es handelt sich hier durchaus um eine kindgerechte, moderne Adaption des bekannten Gedichts, welche man ohne Bedenken Kindern zur selbständigen Lektüre geben kann, ohne Angst haben zu müssen, dass sie davon vielleicht Alpträume bekommen. Allerdings ist die Ballade allein schon durch ihr sprachliches Niveau nicht für Erstleser geeignet, was ja auch gar nicht der Sinn und Zweck der Reihe ist.

Wer also Literatur und Lyrik in die Kindererziehung mit einfließen lassen möchte, ist mit diesem Band bestens beraten. Aber auch Erwachsene werden ihre Freude daran haben.

geschrieben am 28.03.2010 | 323 Wörter | 1933 Zeichen

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