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Die Bürgschaft


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Rezension von

Anna Kneisel

Die Bürgschaft In der Reihe „Poesie für Kinder“ des Kindermann-Verlags verleihen unterschiedliche Illustratoren großer deutscher Lyrik neues Leben. Jeder Illustrator hat dabei seinen eigenen Stil, was für eine angenehme Abwechslung sorgen kann. Jenny Brosinskis Illustrationen sind fröhlich und stecken voller unterhaltsamer Details, die Kindern sicherlich Spaß machen. Allerdings war mein Eindruck des Bandes insgesamt eher zwiespältig, denn irgendwie geben die Bilder leider so gar nicht den ernsten Ton des altehrwürdigen Gedichts von Friedrich Schiller wieder. Statt den Inhalt des Gedichts, die Tyrannenherrschaft und die Botschaft der unverbrüchlichen Loyalität zwischen Freunden in den Mittelpunkt zu stellen, werden diese hinter Details verborgen: ein Teddy liegt an einen Stein gelehnt in der Wüste, die der Held des Gedichtes zu durchqueren hat, die drohende Kreuzigung seines Freundes wird mit einem marktschreierischen Plakat angepriesen, das an Monty Pythons „Das Leben des Brian“ erinnert, der „lebendige Quell“ ist ein Mischwasserhahn... Andererseits kann man der Illustratorin zugute halten, dass ihre Bilder für sich genommen gut sind und sie sich bemüht hat, ein so schweres Thema kindgerecht aufzubereiten und es der oft beschworenen Lebenswirklichkeit der Kinder als Zielgruppe anzunähern. Dabei hat sie jedoch große Abstriche in Kauf genommen, welche für die einen weniger, für die anderen mehr von Bedeutung sein werden. Daher würde ich dringend empfehlen, dass man sich vor der Anschaffung dieses Bandes einen Blick hinein genehmigt und erst dann entscheidet, ob man sich mit der Umsetzung anfreunden kann. Ich war jedenfalls ein wenig enttäuscht und hätte mir mehr Substanz und weniger Spielerei gewünscht.

In der Reihe „Poesie für Kinder“ des Kindermann-Verlags verleihen unterschiedliche Illustratoren großer deutscher Lyrik neues Leben. Jeder Illustrator hat dabei seinen eigenen Stil, was für eine angenehme Abwechslung sorgen kann.

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Jenny Brosinskis Illustrationen sind fröhlich und stecken voller unterhaltsamer Details, die Kindern sicherlich Spaß machen. Allerdings war mein Eindruck des Bandes insgesamt eher zwiespältig, denn irgendwie geben die Bilder leider so gar nicht den ernsten Ton des altehrwürdigen Gedichts von Friedrich Schiller wieder. Statt den Inhalt des Gedichts, die Tyrannenherrschaft und die Botschaft der unverbrüchlichen Loyalität zwischen Freunden in den Mittelpunkt zu stellen, werden diese hinter Details verborgen: ein Teddy liegt an einen Stein gelehnt in der Wüste, die der Held des Gedichtes zu durchqueren hat, die drohende Kreuzigung seines Freundes wird mit einem marktschreierischen Plakat angepriesen, das an Monty Pythons „Das Leben des Brian“ erinnert, der „lebendige Quell“ ist ein Mischwasserhahn...

Andererseits kann man der Illustratorin zugute halten, dass ihre Bilder für sich genommen gut sind und sie sich bemüht hat, ein so schweres Thema kindgerecht aufzubereiten und es der oft beschworenen Lebenswirklichkeit der Kinder als Zielgruppe anzunähern. Dabei hat sie jedoch große Abstriche in Kauf genommen, welche für die einen weniger, für die anderen mehr von Bedeutung sein werden. Daher würde ich dringend empfehlen, dass man sich vor der Anschaffung dieses Bandes einen Blick hinein genehmigt und erst dann entscheidet, ob man sich mit der Umsetzung anfreunden kann. Ich war jedenfalls ein wenig enttäuscht und hätte mir mehr Substanz und weniger Spielerei gewünscht.

geschrieben am 07.02.2010 | 245 Wörter | 1471 Zeichen

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