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H.E.L.P.


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Rezension von

Kristina Scherer

H.E.L.P. Thomas van de Scheck– dieser Name steht für Fotografie, die aus dem Rahmen fällt. Durch zahlreiche Veröffentlichungen auf CD-Covern und in diversen Szene-Magazinen – darunter Orkus, Dark Spy, Sonic Seducer oder Gothic Magazine – hat der Künstler internationalen Bekanntheitsgrad erlangt. Doch im Gegensatz zu den meisten anderen Fotografen aus dem Gothic-Bereich, die vorzugsweise präzise geschminkte Modelle in sorgfältig zusammengestellten düsteren Outfits ablichten, setzt van de Scheck meist auf schrille Farben, Kunstblut und die Zurschaustellung von Tabuthemen, deren Inszenierung teils heftige Reaktionen hervorruft. Seine Werke polarisieren nicht nur die Normalbevölkerung, sondern genauso die schwarze Szene. In dem vorliegenden, mittlerweile dritten Bildband sind 90 Arbeiten der letzten Jahre zu sehen. Wie bei van de Scheck üblich herrscht während des gesamten Rundgangs durch die gläsern werdenden menschlichen Abgründe ein strahlend weißer Hintergrund vor. Es gibt nichts, was von den Modellen oder Szenarien ablenkt. Mit Unschuld haben die Aufnahmen jedoch wenig zu tun. Sie bewegen sich größtenteils stark an der Grenze des guten Geschmacks des Otto-Normal-Verbrauchers und überschreiten diese manchmal sogar. Das Buch ist in drei Themenkomplexe gegliedert. Der erste Teil mit dem Titel „H.E.L.L.: How Evil Looks Like“ befasst sich mit inneren Ängsten und dem Kampf mit dem eigenen Körper. Das zweite Kapitel „L.I.F.E.: Lessons In Free Experiences“ stellt dar, wie die Gesellschaft die individuelle Freiheit verändert und der dritte Teil „P.V.C.: Pictures Versus Commerce“ zeigt eine Auswahl der Mode- und Fetischfotografien des Fotografen. Es werden unter anderem Themen wie Selbstverletzung, Substanzmissbrauch oder Essstörungen behandelt. Van de Scheck deutet diese Problematiken nicht bloß an, sondern zeigt schonungslos Einzelheiten und zwingt den Betrachter in die Rolle des unmittelbaren Beobachters. Thomas van de Scheck, Jahrgang 1965, kann – wie in diesem Bildband ebenfalls zu sehen ist – aber auch ganz anders. Stilvolle Portraits oder EBV-technische Glanzleistungen gehen da schon fast mit dem allgemeinen Verständnis von Ästhetik konform und bleiben trotz fehlendem Schockeffekt genauso im Gedächtnis wie die grenzwertigen Werke. Allen Fotos gemein ist ein selbstironisches Augenzwinkern, welches die zunächst schockierende oder gar abstoßende Wirkung der übrigen Arbeiten relativiert. Als Highlight sind die Aufnahmen von Tiffany Black zu nennen, die auch auf dem Cover zu bewundern ist. Mit ihrer Mischung aus selbstironischer Sinnlichkeit und kindlichem Charme – vor allem aber aufgrund ihrer Vielseitigkeit – vermag sie auch viele Fotografen und Betrachter jenseits der Gothic-Szene in ihren Bann zu ziehen. Der vorliegende Bildband wird alle van de Scheck-Fans und Fetish-Freunde erfreuen, ist aber auch für Menschen geeignet, die einmal Lust auf exzentrische Fotografie abseits des Mainstreams haben. Um herauszufinden, ob das Buch wirklich das Richtige ist, empfiehlt es sich, vor der Anschaffung einen Blick auf die Fotografien zu werfen– etwa unter den folgenden Links: http://www.ubooksshop.de/product_info.php/info/p453_H-E-L-P----Thomas-van-de-Scheck.html http://www.sexyartgallery.com/gallery.php?uid=143#

Thomas van de Scheck– dieser Name steht für Fotografie, die aus dem Rahmen fällt.

weitere Rezensionen von Kristina Scherer


Durch zahlreiche Veröffentlichungen auf CD-Covern und in diversen Szene-Magazinen – darunter Orkus, Dark Spy, Sonic Seducer oder Gothic Magazine – hat der Künstler internationalen Bekanntheitsgrad erlangt. Doch im Gegensatz zu den meisten anderen Fotografen aus dem Gothic-Bereich, die vorzugsweise präzise geschminkte Modelle in sorgfältig zusammengestellten düsteren Outfits ablichten, setzt van de Scheck meist auf schrille Farben, Kunstblut und die Zurschaustellung von Tabuthemen, deren Inszenierung teils heftige Reaktionen hervorruft. Seine Werke polarisieren nicht nur die Normalbevölkerung, sondern genauso die schwarze Szene.

In dem vorliegenden, mittlerweile dritten Bildband sind 90 Arbeiten der letzten Jahre zu sehen.

Wie bei van de Scheck üblich herrscht während des gesamten Rundgangs durch die gläsern werdenden menschlichen Abgründe ein strahlend weißer Hintergrund vor. Es gibt nichts, was von den Modellen oder Szenarien ablenkt. Mit Unschuld haben die Aufnahmen jedoch wenig zu tun. Sie bewegen sich größtenteils stark an der Grenze des guten Geschmacks des Otto-Normal-Verbrauchers und überschreiten diese manchmal sogar. Das Buch ist in drei Themenkomplexe gegliedert. Der erste Teil mit dem Titel „H.E.L.L.: How Evil Looks Like“ befasst sich mit inneren Ängsten und dem Kampf mit dem eigenen Körper. Das zweite Kapitel „L.I.F.E.: Lessons In Free Experiences“ stellt dar, wie die Gesellschaft die individuelle Freiheit verändert und der dritte Teil „P.V.C.: Pictures Versus Commerce“ zeigt eine Auswahl der Mode- und Fetischfotografien des Fotografen. Es werden unter anderem Themen wie Selbstverletzung, Substanzmissbrauch oder Essstörungen behandelt. Van de Scheck deutet diese Problematiken nicht bloß an, sondern zeigt schonungslos Einzelheiten und zwingt den Betrachter in die Rolle des unmittelbaren Beobachters.

Thomas van de Scheck, Jahrgang 1965, kann – wie in diesem Bildband ebenfalls zu sehen ist – aber auch ganz anders. Stilvolle Portraits oder EBV-technische Glanzleistungen gehen da schon fast mit dem allgemeinen Verständnis von Ästhetik konform und bleiben trotz fehlendem Schockeffekt genauso im Gedächtnis wie die grenzwertigen Werke. Allen Fotos gemein ist ein selbstironisches Augenzwinkern, welches die zunächst schockierende oder gar abstoßende Wirkung der übrigen Arbeiten relativiert.

Als Highlight sind die Aufnahmen von Tiffany Black zu nennen, die auch auf dem Cover zu bewundern ist. Mit ihrer Mischung aus selbstironischer Sinnlichkeit und kindlichem Charme – vor allem aber aufgrund ihrer Vielseitigkeit – vermag sie auch viele Fotografen und Betrachter jenseits der Gothic-Szene in ihren Bann zu ziehen.

Der vorliegende Bildband wird alle van de Scheck-Fans und Fetish-Freunde erfreuen, ist aber auch für Menschen geeignet, die einmal Lust auf exzentrische Fotografie abseits des Mainstreams haben. Um herauszufinden, ob das Buch wirklich das Richtige ist, empfiehlt es sich, vor der Anschaffung einen Blick auf die Fotografien zu werfen– etwa unter den folgenden Links: http://www.ubooksshop.de/product_info.php/info/p453_H-E-L-P----Thomas-van-de-Scheck.html

http://www.sexyartgallery.com/gallery.php?uid=143#

geschrieben am 18.01.2010 | 439 Wörter | 2810 Zeichen

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