
| ISBN | 3897191504 | |
| Autor | Tikwa | |
| Verlag | NPE Modellbau GbR | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 48 | |
| Erscheinungsjahr | 2010 | |
| Extras | - |

Für all diejenigen, die in den letzten Jahren den vergriffenen ersten Band des Szene-Comics „Die kleine Gruftschlampe“ erwerben wollten, ihn aber nur noch zu horrenden Preisen bei diversen Internetanbietern fanden, gibt es eine gute Nachricht: er ist von der NPE Modellbau GbR neu aufgelegt worden und nun wieder zum Taschengeldpreis verfügbar.

Der erste Band der Comic-Serie beschäftigt sich mit den alltäglichen Problemen des Vampir-Daseins. Im Zentrum steht die in Lack und Leder gehüllte und verdorbene Halbschwester von Lilli Munster mit schwarzbuntem Haar und beißfesten Zähnen. Vampiri liebt sexy Outfits, Vampire, devote Dämonen, wehrlose Opfer, frisches Blut sowie Sünden jeglicher Art. Die Untote gehört zur Gattung der Teufelsvampire. Nosferatu Diavoli sind heimtückische Dämonen, die mit ihrer unheiligen Ausstrahlung jedes Lebewesen verführen und zu einem willenlosen Liebesdiener machen können. Sie saugen das Blut der Menschen und foltern fromme und sündlose Teufel. Vampiris ständige Begleiter sind Teufli, die kleine niedliche Gestalt mit dem großen Verlangen nach bösen Taten und traditionsbewusstem Pferdefuß, die etwas unterbelichtete Engeli und der tollpatschige Erzvampir Ludwig, der permanent in die Fallen von Professor Abronsius und seinem Gehilfen tappt. Die Nebenrollen werden von zahlreichen Skeletten, Zombies, Werwölfen, Kreuzspinnen, Kellerkobolden, Ratten, Gott sowie der Leiche von H.P. Lovecraft besetzt. Wir erfahren unter anderem, wieso Engeli aus dem Himmel verbannt wurde, weshalb sie ein angeborenes Foltertalent besitzt, wie Scherzartikel für Vampirjäger aussehen und warum der arme Ludwig plötzlich erblindet. Auf einer Zeitreise verschlägt es Vampiri und Teufli auf der Flucht vor Zombie-Piraten ebenfalls zum Père Lachaise nach Paris, wo die Protagonistin eine bizarre Begegnung macht.
Der erste Band ist wie die beiden anderen Comics durchgehend in Farbe gedruckt. Das originelle Werk besticht durch eine verspielte Federführung. „Die kleine Gruftschlampe“ ist ein Kind der Gothic-Bewegung. Einzelne Strips sind vor Fertigstellung der Bücher teilweise im Zillo Musik Magazin veröffentlicht worden. Die Serie bietet vor allem eins: kurzweilige Unterhaltung für Comic-Fans, die klischeehafte Alben mit knallhartem, rabenschwarzem Humor mögen.
Ab Mai 2011 wird auch der zweite Band über NPE wieder zu beziehen sein. Bereits einen Monat zuvor erscheint ein brandneuer vierter Reihentitel mit bisher unveröffentlichten Comics. Man darf also gespannt sein …
geschrieben am 07.01.2011 | 347 Wörter | 2191 Zeichen
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