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Timmi Zwinz: Die Drunterirdischen und das verschwundene i


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Informationen zum Buch
  ISBN
  Autoren
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Timmi Zwinz: Die Drunterirdischen und das verschwundene i Wer „Timmi Zwinz“ heißt, müsste glatt verrückt werden, wenn ihm auf einmal sein „i“ abhandenkäme. Dann wäre vom Namen nicht mehr so viel übrig. Klingt unglaublich? Passiert aber dem kleinen Timmi in einer wirklich abenteuerlichen Geschichte. Das Buch ist verlagsseits für Kinder von fünf bis sieben Jahren empfohlen und das trifft auch genau zu: zum einen ist die Geschichte kurios und spannend genug, um Erstleser bzw. Vorschulkinder zu begeistern, ohne sie zu überfordern. Zum anderen ist das Metathema der Vokale schön in die Geschichte eingebettet, sodass die enthaltenen Sprachspielchen auch einen Lerneffekt haben, der in der ersten Grundschulklasse richtig verortet ist. Worum geht es? Timmi muss eines Nachts feststellen, dass er das „i“ zwar noch denken und schreiben kann, aber wenn er Wörter ausspricht, fehlt es. Gerade als er seinen Hamster Willibald davon abhalten will, weiterhin lauthals zu schnarchen, kommt nur ein „W_ll_bald“ aus seinem Mund. Wo ist das „i“ nur hinverschwunden? Gesichtsgymnastik hilft nicht, aber unter dem Bett finden er und Willibald ein merkwürdiges Phänomen. Als sie näherrutschen werden sie eingesaugt und finden sich bei den Drunterirdischen wieder, Kiss, Juri und Boris. Die drei sammeln mit selbst erfundenen Mechanismen und Apparaturen Vokale und ihnen fehlte bisher nur das „i“, das sie nun von Timmi gemopst haben. Der ist darüber natürlich ziemlich sauer und es ist zum einen sehr lustig zu sehen, wieviel Spaß die Drunterirdischen daran haben, auf einmal so viele Wörter mit „i“ zu sprechen, sich Timmi andererseits bemüht, Sätze ohne „i“ zu bilden, damit er beim Sprechen nicht lächerlich klingt: so benennt er sich als „Hamsterherrchen“ und anders, redet in der dritten Person, um „ich“ zu vermeiden etc. Das ist ganz nebenbei eine tolle Spiel- und Denkanregung für Erstklässler. Gemeinsam versuchen sie dann, ein anderes „i“ zu finden, damit Timmi seines wieder zurückbekommen kann. Dafür müssen sie eine schrille Operndiva ihres „i“s jedenfalls teilweise berauben, so jedenfalls der Plan. Wie der durchgeführt wird und am Ende gelingt ist eine weiterer Steigerung der ohnehin schon amüsant-absurden Geschichte, aber für Kinder ein großer Spaß. Leider sind auch zwei Fehler enthalten, einmal wird in einem Satz von Timmi ein „i“ doch nicht durch einen Platzhalter ersetzt, ein andermal wird Periskop „Persikop“ geschrieben. Haben die Testleser der Altersgruppe natürlich entdeckt und moniert. Die Illustrationen sind gut gelungen und unterstützen die Phantastereien der Geschichte. Gerade wenn Seiten auch einmal ins Comichafte abgleiten kommt diese Melange gut zum Vorschein. Das Buch ist sicherlich zum Erstlesen geeigneter als zum Vorlesen, weil es doch nicht ganz einfach ist, das „i“ beim Sprechen wegzulassen. Wenn sich die Kinder dann aber umso mehr beömmeln können, während sich die Erwachsenen die Zunge verknoten, darf man sich den Akt des Vorlesens natürlich nicht entgehen lassen. Insgesamt eine sehr nette Geschichte und für Vor- und Grundschulkinder bestens geeignet.

Wer „Timmi Zwinz“ heißt, müsste glatt verrückt werden, wenn ihm auf einmal sein „i“ abhandenkäme. Dann wäre vom Namen nicht mehr so viel übrig. Klingt unglaublich? Passiert aber dem kleinen Timmi in einer wirklich abenteuerlichen Geschichte. Das Buch ist verlagsseits für Kinder von fünf bis sieben Jahren empfohlen und das trifft auch genau zu: zum einen ist die Geschichte kurios und spannend genug, um Erstleser bzw. Vorschulkinder zu begeistern, ohne sie zu überfordern. Zum anderen ist das Metathema der Vokale schön in die Geschichte eingebettet, sodass die enthaltenen Sprachspielchen auch einen Lerneffekt haben, der in der ersten Grundschulklasse richtig verortet ist.

weitere Rezensionen von Dr. Benjamin Krenberger


Worum geht es? Timmi muss eines Nachts feststellen, dass er das „i“ zwar noch denken und schreiben kann, aber wenn er Wörter ausspricht, fehlt es. Gerade als er seinen Hamster Willibald davon abhalten will, weiterhin lauthals zu schnarchen, kommt nur ein „W_ll_bald“ aus seinem Mund. Wo ist das „i“ nur hinverschwunden? Gesichtsgymnastik hilft nicht, aber unter dem Bett finden er und Willibald ein merkwürdiges Phänomen. Als sie näherrutschen werden sie eingesaugt und finden sich bei den Drunterirdischen wieder, Kiss, Juri und Boris. Die drei sammeln mit selbst erfundenen Mechanismen und Apparaturen Vokale und ihnen fehlte bisher nur das „i“, das sie nun von Timmi gemopst haben. Der ist darüber natürlich ziemlich sauer und es ist zum einen sehr lustig zu sehen, wieviel Spaß die Drunterirdischen daran haben, auf einmal so viele Wörter mit „i“ zu sprechen, sich Timmi andererseits bemüht, Sätze ohne „i“ zu bilden, damit er beim Sprechen nicht lächerlich klingt: so benennt er sich als „Hamsterherrchen“ und anders, redet in der dritten Person, um „ich“ zu vermeiden etc. Das ist ganz nebenbei eine tolle Spiel- und Denkanregung für Erstklässler. Gemeinsam versuchen sie dann, ein anderes „i“ zu finden, damit Timmi seines wieder zurückbekommen kann. Dafür müssen sie eine schrille Operndiva ihres „i“s jedenfalls teilweise berauben, so jedenfalls der Plan. Wie der durchgeführt wird und am Ende gelingt ist eine weiterer Steigerung der ohnehin schon amüsant-absurden Geschichte, aber für Kinder ein großer Spaß.

Leider sind auch zwei Fehler enthalten, einmal wird in einem Satz von Timmi ein „i“ doch nicht durch einen Platzhalter ersetzt, ein andermal wird Periskop „Persikop“ geschrieben. Haben die Testleser der Altersgruppe natürlich entdeckt und moniert.

Die Illustrationen sind gut gelungen und unterstützen die Phantastereien der Geschichte. Gerade wenn Seiten auch einmal ins Comichafte abgleiten kommt diese Melange gut zum Vorschein.

Das Buch ist sicherlich zum Erstlesen geeigneter als zum Vorlesen, weil es doch nicht ganz einfach ist, das „i“ beim Sprechen wegzulassen. Wenn sich die Kinder dann aber umso mehr beömmeln können, während sich die Erwachsenen die Zunge verknoten, darf man sich den Akt des Vorlesens natürlich nicht entgehen lassen. Insgesamt eine sehr nette Geschichte und für Vor- und Grundschulkinder bestens geeignet.

geschrieben am 24.04.2016 | 458 Wörter | 2675 Zeichen

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