Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Bodybuilding für Männer


Statistiken
  • 5980 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autoren
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Lesefreund

Bodybuilding für Männer "Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper", so wird der römische Dichter Juvenal gern zitiert und ohne weitere Umschweife auch verstanden. Der Quellenkundige weiß, dass bei diesem Ausspruch ein entscheidender Teil fehlt: 'Orandum est – Man soll darum beten'. Ein solcher Vordersatz gibt dem berühmten mens-sana-Ausspruch des frechen All-Satirikers eine völlig neue Wendung: Die vermeintliche Feststellung wird zum frommen Wunsch. Und doch wird niemand so recht glauben wollen, dass der mehrfache Mister Universum und Mister Olympia Arnold 'The Terminator' Schwarzenegger allein durch Bitten und Beten zu seinen zahlreichen Meistertiteln gelangte. So ist denn der vorliegende Ratgeber auch kein Werk der nachdenklichen Anschauung, sondern der zupackenden Tat. Gewichte wollen gehoben sein und Leistungen erbracht. Von nichts kommt nichts – weder für den Körper noch für den Geist. Zugegeben, der Ausdruck Bodybuilding lässt den Leser nicht unmittelbar an geistige Leistungssteigerung durch bewusste körperliche Selbst-Gestaltung oder gar an eine Verfeinerung der Seele durch die Verfeinerung der Körperform denken. Vielmehr assoziiert man physische Überzüchtung durch Überanstrengung und Überernährung mit diesem Thema. Doch dieser erste – wenngleich kraftstrotzende – Eindruck täuscht: In Schwarzeneggers Trainingsbuch geht es nicht um Verrohung durch Verformung, sondern um die Erweiterung der individuellen Möglichkeiten durch die Aktivierung und Nutzung des eigenen – häufig brachliegenden – körperlichen Potentials. Dort liegt ein Schatz, der gehoben werden will. Nicht zuletzt seine politische Karriere dürfte viele Kritiker Schwarzeneggers davon überzeugt haben, dass betonte Körperlichkeit nichts mit Primitivität zu tun haben muss. Im Gegenteil, wer sich auf sich selbst besinnt, kann seinen Körper wohl kaum übersehen – wenn er bei Sinnen ist. Zu den Kraftquellen – so lässt sich der Tenor des vorbereitenden Teils von Schwarzeneggers Buch wohl am treffendsten bestimmen. Mithilfe anschaulicher Bilder und Erklärungen wird der Leser allmählich geistig aufgewärmt, bevor es an die ersten Streck-Übungen geht. Und bereits an dieser Stelle gilt: Kraft-Training ist keine Saison-Sportart, sondern ein planvoll angelegtes Programm, das es konzentriert durchzuführen gilt, wenn man Erfolg haben möchte beziehungsweise Erfolge sehen möchte. Den inhaltlichen Kern des Ratgebers bildet das sogenannte Drei-Phasen-Modell des jeweiligen Trainings, das sich – mit einer kleinen Einschränkung – von beinahe jeder Altersgruppe anwenden lässt: Gesund sollte man sein – und ausgewachsen. Dann steht dem Ganzen nicht mehr viel im Wege. Die durchdachte Abfolge verschiedener Übungen und der bewusste Wechsel zwischen unterschiedlichen Intensitätsgraden während des empfohlenen Programms sollen sicherstellen, dass sich der Tatenhungrige anfangs nicht übernimmt. Hat man es erst einmal bis zur Trainingsbank geschafft, ist der innere Schweinehund längst überwunden, und der andere Teil des Körpers kann gehört werden: Die Leistungsbereitschaft und der Hang zur Freude an körperlicher Betätigung – nachdem man sich an sie gewöhnt hat. Hört der Leser nun auf diese neu gewonnene innere Stimme und fängt an, sich zu regen, so verspricht ihm Schwarzenegger als Ausgleich für seine Mühen ehrlicherweise kein Luftschloss aus strotzender Supermuskulatur, sondern vor allem eins: die Aussicht auf Selbstentlastung. Was könnte für einen zivilisationsgeplagten und daher motorisch unterforderten Menschen erholsamer sein als sich endlich wieder einmal rundum wohl – weil erschöpft – zu fühlen? Der Bewegungsalltag des heutigen Durchschnittsbürgers gibt ein solches Erlebnis gar nicht mehr her. Umso wichtiger, dass wir von professioneller Seite an die verbleibenden Möglichkeiten der Selbsterschöpfung erinnert werden. Abschließend bleibt zu sagen, dass Schwarzeneggers Buch kein sturer Kraft-Katechismus ist, sondern ein Ratgeber, der vor allem durch seine zuversichtliche Einstellung zum Leben und seiner Gestaltung überzeugt und dadurch wohl tut. Mag der Körper auch von manchen als das Gefängnis oder gar Grab der Seele angesehen werden, durch Arnolds Fitness-Fibel ist der Leser bald wieder mit seiner Physis versöhnt und per du. Alle, die nach Herausforderungen jenseits des Gedanklichen suchen, werden in Schwarzeneggers Anregungen einen herausfordernden Meister finden. Keine Sorge: Wer sich unterfordert fühlt, legt sich einfach noch etwas mehr ins Trainingszeug. Diejenigen, die bei Schwarzeneggers Buch tatkräftig zugreifen, werden bald nicht nur ihre Gesundheit, sondern vielmehr ihre Lebensführung bewusster in die Hand nehmen.

"Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper", so wird der römische Dichter Juvenal gern zitiert und ohne weitere Umschweife auch verstanden. Der Quellenkundige weiß, dass bei diesem Ausspruch ein entscheidender Teil fehlt: 'Orandum est – Man soll darum beten'.

Ein solcher Vordersatz gibt dem berühmten mens-sana-Ausspruch des frechen All-Satirikers eine völlig neue Wendung: Die vermeintliche Feststellung wird zum frommen Wunsch.

Und doch wird niemand so recht glauben wollen, dass der mehrfache Mister Universum und Mister Olympia Arnold 'The Terminator' Schwarzenegger allein durch Bitten und Beten zu seinen zahlreichen Meistertiteln gelangte.

So ist denn der vorliegende Ratgeber auch kein Werk der nachdenklichen Anschauung, sondern der zupackenden Tat. Gewichte wollen gehoben sein und Leistungen erbracht. Von nichts kommt nichts – weder für den Körper noch für den Geist.

Zugegeben, der Ausdruck Bodybuilding lässt den Leser nicht unmittelbar an geistige Leistungssteigerung durch bewusste körperliche Selbst-Gestaltung oder gar an eine Verfeinerung der Seele durch die Verfeinerung der Körperform denken. Vielmehr assoziiert man physische Überzüchtung durch Überanstrengung und Überernährung mit diesem Thema.

Doch dieser erste – wenngleich kraftstrotzende – Eindruck täuscht: In Schwarzeneggers Trainingsbuch geht es nicht um Verrohung durch Verformung, sondern um die Erweiterung der individuellen Möglichkeiten durch die Aktivierung und Nutzung des eigenen – häufig brachliegenden – körperlichen Potentials. Dort liegt ein Schatz, der gehoben werden will.

Nicht zuletzt seine politische Karriere dürfte viele Kritiker Schwarzeneggers davon überzeugt haben, dass betonte Körperlichkeit nichts mit Primitivität zu tun haben muss.

Im Gegenteil, wer sich auf sich selbst besinnt, kann seinen Körper wohl kaum übersehen – wenn er bei Sinnen ist.

Zu den Kraftquellen – so lässt sich der Tenor des vorbereitenden Teils von Schwarzeneggers Buch wohl am treffendsten bestimmen.

Mithilfe anschaulicher Bilder und Erklärungen wird der Leser allmählich geistig aufgewärmt, bevor es an die ersten Streck-Übungen geht. Und bereits an dieser Stelle gilt: Kraft-Training ist keine Saison-Sportart, sondern ein planvoll angelegtes Programm, das es konzentriert durchzuführen gilt, wenn man Erfolg haben möchte beziehungsweise Erfolge sehen möchte.

Den inhaltlichen Kern des Ratgebers bildet das sogenannte Drei-Phasen-Modell des jeweiligen Trainings, das sich – mit einer kleinen Einschränkung – von beinahe jeder Altersgruppe anwenden lässt: Gesund sollte man sein – und ausgewachsen. Dann steht dem Ganzen nicht mehr viel im Wege.

Die durchdachte Abfolge verschiedener Übungen und der bewusste Wechsel zwischen unterschiedlichen Intensitätsgraden während des empfohlenen Programms sollen sicherstellen, dass sich der Tatenhungrige anfangs nicht übernimmt.

Hat man es erst einmal bis zur Trainingsbank geschafft, ist der innere Schweinehund längst überwunden, und der andere Teil des Körpers kann gehört werden: Die Leistungsbereitschaft und der Hang zur Freude an körperlicher Betätigung – nachdem man sich an sie gewöhnt hat.

Hört der Leser nun auf diese neu gewonnene innere Stimme und fängt an, sich zu regen, so verspricht ihm Schwarzenegger als Ausgleich für seine Mühen ehrlicherweise kein Luftschloss aus strotzender Supermuskulatur, sondern vor allem eins: die Aussicht auf Selbstentlastung.

Was könnte für einen zivilisationsgeplagten und daher motorisch unterforderten Menschen erholsamer sein als sich endlich wieder einmal rundum wohl – weil erschöpft – zu fühlen? Der Bewegungsalltag des heutigen Durchschnittsbürgers gibt ein solches Erlebnis gar nicht mehr her. Umso wichtiger, dass wir von professioneller Seite an die verbleibenden Möglichkeiten der Selbsterschöpfung erinnert werden.

Abschließend bleibt zu sagen, dass Schwarzeneggers Buch kein sturer Kraft-Katechismus ist, sondern ein Ratgeber, der vor allem durch seine zuversichtliche Einstellung zum Leben und seiner Gestaltung überzeugt und dadurch wohl tut.

Mag der Körper auch von manchen als das Gefängnis oder gar Grab der Seele angesehen werden, durch Arnolds Fitness-Fibel ist der Leser bald wieder mit seiner Physis versöhnt und per du.

Alle, die nach Herausforderungen jenseits des Gedanklichen suchen, werden in Schwarzeneggers Anregungen einen herausfordernden Meister finden.

Keine Sorge: Wer sich unterfordert fühlt, legt sich einfach noch etwas mehr ins Trainingszeug.

Diejenigen, die bei Schwarzeneggers Buch tatkräftig zugreifen, werden bald nicht nur ihre Gesundheit, sondern vielmehr ihre Lebensführung bewusster in die Hand nehmen.

geschrieben am 23.02.2007 | 637 Wörter | 4081 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen