
| ISBN | 3423213930 | |
| Autor | John Ronald Reuel Tolkien | |
| Verlag | dtv | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 336 | |
| Erscheinungsjahr | 2012 | |
| Extras | - |

Im Deutschen Taschenbuch Verlag ist 2012 „Der kleine Hobbit“ zweimal neu erschienen. Einmal für Kinder und Jugendliche ab 8/9 Jahren und einmal die Ausgabe für Erwachsene. Beide sind zum Preis von 9,95€ sehr günstige Ausgaben des Klassikers, denn das ist „der kleine Hobbit“ auf jeden Fall.

Es ist die Vorgeschichte zum Fantasy-Epos „Der Herr der Ringe“, denn hier wird erzählt, wie Bilbo den einen Ring findet. Diesen Ring gibt er an seinen Erben Frodo weiter, der im “Herr der Ringe“ auf die Reise geht, um den Ring zu verstecken und zu zerstören.
„Der kleine Hobbit“ ist leichtere Kost als „der Herr der Ringe“. Die allgemeine Stimmung in diesem Buch ist wesentlich freundlicher und nicht so düster, da die Geschichte von Tolkien für seine Kinder entworfen wurde. Es ist aber nicht nur für Kinder, sondern für alle Altersgruppen geeignet. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und kann ohne Kenntnisse des „Herr der Ringe“ gelesen werden.
Hier geht es um die Ausgabe für Erwachsene.
Zum Inhalt:
Bilbo Beutlin ist ein angesehener Hobbit, der gemütlich in seiner Höhle lebt und –wie es sich für einen angesehenen Hobbit gehört- jegliche Abenteuer meidet. Dies ändert sich, als er unangemeldeten Besuch von dem Zauberer Gandalf bekommt, der ihn zu einem gefährlichen Abenteuer überredet. Bilbo zieht mit ihm und der Schar von 13 Zwergen um Thorin Eichenschild aus, um dem riesigen und grausamen Drachen Smaug den geraubten Zwergenschatz zu entreißen. Keine leichte Aufgabe, denn der Drache wacht noch immer im einsamen Berg über den Schatz. Auf ihrem Weg quer durch Mittelerde müssen viele Gefahren und spannende Abenteuer von dem Hobbit und seinen Gefährten bestanden werden. Sie müssen es mit Riesen, Trollen, Wargen, Orks, Spinnen und dem Drachen Smaug aufnehmen, treffen auf Elben und Pelzwechsler, bekommen Hilfe von Adlern und werden in eine Schlacht verwickelt. Im tiefsten Grund des Nebelgebirges findet der kleine Hobbit einen Ring, der die Fähigkeit besitzt seinen Träger unsichtbar zu machen.... Dieser Ringfund ist es, der den Grundstein für die Geschichte des \"Herrn der Ringe\" legt.
Die Übersetzung ins Deutsche ist von Walter Scherf durchgeführt worden, das Umschlagbild, das nicht nur visuell ein Erlebnis ist, sondern sich auch gut anfühlt, hat Max Meinzold entworfen. Eine Karte von Juliane Hehn-Kynast ist eingefügt.
Ein Klassiker im klassischen Gewand, denn diesen Text hat bereits die Mutter in der Ausgabe von 1974 vor sich gehabt, so wie jetzt 2012 die Kinder. Nur das Umschlagbild hat sich geändert. So wie die letzte Generation die Geschichte mit Begeisterung gelesen hat, so genießt sie nun die nächste Generation.
Die Übersetzung klingt manchmal in ihrer Ausdrucksweise ein wenig veraltet, doch das passt meines Erachtens ganz gut zu der Geschichte. Es sind so herrlich \"altmodische\" wie passende Dialoge, wie man sie auch aus „der Herr der Ringe“-Verfilmung im Hinterkopf hat. Die Übersetzung von Walter Scherf erscheint als die Akkuratere und Tolkiens Seelenverwandtere.
Die Lieder und Gedichte des englischen Originals sind teils gekürzt, teils fehlen sie einfach. Es sind aber immer noch viele schöner Gedichte und Lieder enthalten, die auch im Deutschen stimmig und gut gereimt klingen.
„Der kleine Hobbit“ ist eine wunderschöne Geschichte, die in Tolkiens Welt Mittelerde spielt und einfach alles bietet, was der Fantasy-Fan begehrt: Magie, Kämpfe von Gut und Böse, Wesen wie Riesen, Hobbits, Orks, Elben, Zwerge, Zauberer, Drachen und andere gute, mächtige, aber auch böse Kreaturen.
Und nachdem der Film „der Hobbit“ 2012 und 2013 in die Kinos kommt, stellt die Neuauflage eine gute Gelegenheit dar, nochmals oder neu die Geschichte zu lesen und zuerst die eigene Fantasie spielen zu lassen.
Fazit: Ein tolles Fantasy Abenteuer, welches für Jung und Alt geeignet ist und natürlich ein Muss für alle Fantasy-, Tolkien-, und „Herr der Ringe“-Fans.
geschrieben am 14.07.2012 | 606 Wörter | 3374 Zeichen
Der Hobbit ist nicht Der Herr der Ringe

Mit dem Herrn der Ringe darf man dieses Buch nicht vergleichen. Zum Zeitpunkt des Erscheinens lag der Herr der Ringe noch in weiter Ferne und viele Details wurden von Tolkien erst nachträglich eingefügt, um die Handlung anzugleichen. Dem Hobbit fehlt die erzählerische Breite und die detailliert ausgearbeitete Welt des großen Epos und ist ein eigenständiges Werk, das keine weitere Lektüre erfordert, aber natürlich neugierig macht auf mehr.
Der Hobbit ist letzten Endes durch und durch Kinderbuch, mit all den Merkmalen dieser Erzählform. Ich kann mir vorstellen, dass ich als Kind mit weniger Leseerfahrung noch viel größeres Vergnügen bei der Lektüre hätte, aber auch so bietet das Buch mit der entsprechenden Herangehensweise viele vergnügliche Stunden.
geschrieben am 17.11.2022 | 122 Wörter | 691 Zeichen
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