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Comics machen – Alles über Comics, Manga und Graphic Novels


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Rezension von

Comicsurfer

Comics machen – Alles über Comics, Manga und Graphic Novels Wie es sich gehört, ist das Buch „Comics machen“ von Scott McCloud selbst ein Comic. Dennoch führt der Autor seine Leser in einer Art Vorwort in die Regeln des Comiczeichnens ein: es gibt keine. Daher sei es sein Anspruch, solche Regeln mithilfe eines gestalterischen Ratgebers aufzustellen und seinen Lesern an die Hand zu geben. Wenn man den Bereich Comic nun entgegen der Gewohnheit etwas ernster nimmt und diesem eine Art von Theorie oder sogar Theoriebildung zugesteht, kann man sich auf die Ausführungen McClouds zur Struktur und Systematik des Comics etwas wohlwollender einlassen als ein Außenstehender in Sachen Comic, der dem Ganzen nicht unbedingt ein anspruchsvolles Prädikat verleihen würde. Schließlich geht es ja in diesem Buch nur um Comics. Für den Fan heißt dies, dass es – Gott sei Dank – ausschließlich um Comics geht, für den weniger Interessierten, dass es leider lediglich um Comics geht. An dieser Stelle möge sich jeder für eine eigene Sichtweise der Dinge entscheiden. Die von McCloud vorgestellte Comictheorie enthält auf den ersten Blick viele Details, die ein geübter Comicleser aus eigener Lektüre ohne weiteres selbst weiß. Das neue, das McCloud präsentiert, ist die Art, wie er bestehenden Informationen miteinander vernetzt. Aus dem oberflächlich Bekannten in puncto Comic wird unter seinen Händen ein neues Ganzes, wobei gesagt werden muss, dass die von ihm entworfene Systematik in ihrer Tiefenschärfe mitunter doch ein wenig weit geht. Sicher, dass Comics heutzutage nicht mehr unbedingt per Hand, sondern eben auch Digital ausgearbeitet bzw. bearbeitet werden, trübt die frohen Hoffnungen auf den schnellen eigenen Einstieg. Doch angesichts der Tatsache, dass McCloud Regeln und Gesetzmäßigkeiten für so anspruchsvolle Begriffe wie Erzählmittel oder die Sinnbeziehung zwischen Text und Bild, die ja tatsächlich immer gegeben sein sollte, für den Bereich Comic formuliert, gibt es auf den insgesamt gut 260 Seiten noch genug zu verstehen und in eigener Übung umzusetzen, bevor man sich an die größeren Brocken – wie beispielsweise eine professionelle Ausrüstung – wagen sollte. Abschließend bleibt zu sagen, dass McCloud seine Leser mit Liebe zum Detail – und vor allem zum Comic – begeistert. Neben seinen kurzen Einführungen in die unterschiedlichen Genres, wie etwa Manga oder graphic novel, die parallel zur Hauptrichtung Comic bestehen, sind es McClouds eigene zeichnende Erklärungen, die selbst für den Anfänger lehrreich und gut verständlich sind. Mit seinem Buch „Comics machen“ legt McCloud demnach ein Comic (über Comics) vor, dessen Inhalte man – im Gegensatz zu manchen Eintagsfliegen in diesem Geschäft – auch ein zweites oder drittes Mal nachschlagen und sich interessiert erschließen kann.

Wie es sich gehört, ist das Buch „Comics machen“ von Scott McCloud selbst ein Comic. Dennoch führt der Autor seine Leser in einer Art Vorwort in die Regeln des Comiczeichnens ein: es gibt keine. Daher sei es sein Anspruch, solche Regeln mithilfe eines gestalterischen Ratgebers aufzustellen und seinen Lesern an die Hand zu geben.

Wenn man den Bereich Comic nun entgegen der Gewohnheit etwas ernster nimmt und diesem eine Art von Theorie oder sogar Theoriebildung zugesteht, kann man sich auf die Ausführungen McClouds zur Struktur und Systematik des Comics etwas wohlwollender einlassen als ein Außenstehender in Sachen Comic, der dem Ganzen nicht unbedingt ein anspruchsvolles Prädikat verleihen würde. Schließlich geht es ja in diesem Buch nur um Comics. Für den Fan heißt dies, dass es – Gott sei Dank – ausschließlich um Comics geht, für den weniger Interessierten, dass es leider lediglich um Comics geht. An dieser Stelle möge sich jeder für eine eigene Sichtweise der Dinge entscheiden.

Die von McCloud vorgestellte Comictheorie enthält auf den ersten Blick viele Details, die ein geübter Comicleser aus eigener Lektüre ohne weiteres selbst weiß. Das neue, das McCloud präsentiert, ist die Art, wie er bestehenden Informationen miteinander vernetzt. Aus dem oberflächlich Bekannten in puncto Comic wird unter seinen Händen ein neues Ganzes, wobei gesagt werden muss, dass die von ihm entworfene Systematik in ihrer Tiefenschärfe mitunter doch ein wenig weit geht. Sicher, dass Comics heutzutage nicht mehr unbedingt per Hand, sondern eben auch Digital ausgearbeitet bzw. bearbeitet werden, trübt die frohen Hoffnungen auf den schnellen eigenen Einstieg. Doch angesichts der Tatsache, dass McCloud Regeln und Gesetzmäßigkeiten für so anspruchsvolle Begriffe wie Erzählmittel oder die Sinnbeziehung zwischen Text und Bild, die ja tatsächlich immer gegeben sein sollte, für den Bereich Comic formuliert, gibt es auf den insgesamt gut 260 Seiten noch genug zu verstehen und in eigener Übung umzusetzen, bevor man sich an die größeren Brocken – wie beispielsweise eine professionelle Ausrüstung – wagen sollte.

Abschließend bleibt zu sagen, dass McCloud seine Leser mit Liebe zum Detail – und vor allem zum Comic – begeistert. Neben seinen kurzen Einführungen in die unterschiedlichen Genres, wie etwa Manga oder graphic novel, die parallel zur Hauptrichtung Comic bestehen, sind es McClouds eigene zeichnende Erklärungen, die selbst für den Anfänger lehrreich und gut verständlich sind. Mit seinem Buch „Comics machen“ legt McCloud demnach ein Comic (über Comics) vor, dessen Inhalte man – im Gegensatz zu manchen Eintagsfliegen in diesem Geschäft – auch ein zweites oder drittes Mal nachschlagen und sich interessiert erschließen kann.

geschrieben am 08.12.2007 | 415 Wörter | 2391 Zeichen

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