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Hüter der Macht


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Rezension von

Magdalena Kneisel

Hüter der Macht Thomas Neville ist adeliger Herkunft, eloquent, durchsetzungsfähig und ruhmreich aus Schlachten hervorgegangen. Aber vor allem ist der Dominikanermönch eines: von Gott auserwählt die Welt vor dem Bösen zu erretten und im Auftrag des Erzengels Michaels zu handeln, damit die Welt von den Kindern des Teufels bereinigt wird. Der Mönch ist wohl als Held nahezu perfekt, bis auf eine kleine Schwäche: Seine Herzlosigkeit gegenüber sämtlichen Angehörigen des weiblichen Geschlechts, aber selbst der Erzengel Michael argumentiert ja so, dass die Frau, die der verführenden Schlange verfallen ist, zu nichts anderem außer schlechten Taten fähig ist. Die Kinder des Bösen jedoch konnten aus dem Höllenschlund, der in der Nähe von Nürnberg angelegt ist, entschlüpfen und besiedeln so die Welt, um sie sich Untertan zu machen. Und so versuchen sie auch Neville, obwohl sie ihm nichts anhaben können und hoffen ihn mit der weltlichen Liebe anstecken zu können, um so ihr Reich auf Erden errichten zu können. Der Protagonist wirkt überheblich und seine Perfektion ist geradezu ekelerregend. Das von ihm und von Erzengel Michael dargestellte Frauenbild ist grauenhaft, auch wenn man bedenkt, dass die Handlung des Buch in ein mittelalterliches Szenario eingebettet ist. Denn dies beschreibt die Autorin, Sara Douglas in ihrem Vorwort immerhin sehr gut: Durch die Hinzufügung einer Figur in eine mittelalterliche Szene verändert sich die Geschichte und so entsteht eine Parallelwelt, in der die historischen Ereignisse zwar eingebettet sind, aber vor allem verändert werden: Die Ereignisse des 100jährigen Krieges werden zeitlich verkürzt dargestellt. Und als seien die Kinder des Bösen nicht schon fantastisch genug, nein, auch die sagenumwobene Jeanne d'Arc hilft Neville und handelt ebenfalls im Auftrag des heiligen Erzengels. Dass sich der Leser bisweilen wünscht, dieser Erzengel würde gelegentlich die Klappe halten, Thomas ein sozialverträgliches Frauenbild annehmen und die Autorin bei ihrer eigentlichen Tätigkeit als Geschichtsprofessorin bleiben, schadet wohl dem Lesevergnügen. Als einziger spannender Punkt bleibt nur abzuwarten, ob die Autorin es schafft, die Geschichte im Laufe ihrer mehrbändigen Reihe besser zu gestalten und das Buch vor allem menschenwürdig abzuschließen und „das dunkle Jahrhundert“ wieder ins Licht zu führen.

Thomas Neville ist adeliger Herkunft, eloquent, durchsetzungsfähig und ruhmreich aus Schlachten hervorgegangen. Aber vor allem ist der Dominikanermönch eines: von Gott auserwählt die Welt vor dem Bösen zu erretten und im Auftrag des Erzengels Michaels zu handeln, damit die Welt von den Kindern des Teufels bereinigt wird. Der Mönch ist wohl als Held nahezu perfekt, bis auf eine kleine Schwäche: Seine Herzlosigkeit gegenüber sämtlichen Angehörigen des weiblichen Geschlechts, aber selbst der Erzengel Michael argumentiert ja so, dass die Frau, die der verführenden Schlange verfallen ist, zu nichts anderem außer schlechten Taten fähig ist.

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Die Kinder des Bösen jedoch konnten aus dem Höllenschlund, der in der Nähe von Nürnberg angelegt ist, entschlüpfen und besiedeln so die Welt, um sie sich Untertan zu machen. Und so versuchen sie auch Neville, obwohl sie ihm nichts anhaben können und hoffen ihn mit der weltlichen Liebe anstecken zu können, um so ihr Reich auf Erden errichten zu können.

Der Protagonist wirkt überheblich und seine Perfektion ist geradezu ekelerregend. Das von ihm und von Erzengel Michael dargestellte Frauenbild ist grauenhaft, auch wenn man bedenkt, dass die Handlung des Buch in ein mittelalterliches Szenario eingebettet ist. Denn dies beschreibt die Autorin, Sara Douglas in ihrem Vorwort immerhin sehr gut: Durch die Hinzufügung einer Figur in eine mittelalterliche Szene verändert sich die Geschichte und so entsteht eine Parallelwelt, in der die historischen Ereignisse zwar eingebettet sind, aber vor allem verändert werden: Die Ereignisse des 100jährigen Krieges werden zeitlich verkürzt dargestellt.

Und als seien die Kinder des Bösen nicht schon fantastisch genug, nein, auch die sagenumwobene Jeanne d'Arc hilft Neville und handelt ebenfalls im Auftrag des heiligen Erzengels. Dass sich der Leser bisweilen wünscht, dieser Erzengel würde gelegentlich die Klappe halten, Thomas ein sozialverträgliches Frauenbild annehmen und die Autorin bei ihrer eigentlichen Tätigkeit als Geschichtsprofessorin bleiben, schadet wohl dem Lesevergnügen.

Als einziger spannender Punkt bleibt nur abzuwarten, ob die Autorin es schafft, die Geschichte im Laufe ihrer mehrbändigen Reihe besser zu gestalten und das Buch vor allem menschenwürdig abzuschließen und „das dunkle Jahrhundert“ wieder ins Licht zu führen.

geschrieben am 18.07.2010 | 339 Wörter | 2036 Zeichen

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