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Stadt der Diebe


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Rezension von

E. Kneisel

Stadt der Diebe Leningrad im Januar 1942: Die Stadt wird von den deutschen Truppen belagert. Die Bewohner hungern bereits seit Monaten. Während der Ausgangssperre durchsucht der 17-Jährige Lew einen toten Deutschen nach Essen und wird verhaftet – denn auf Plündern steht die Todesstrafe. Während einer langen Nacht im Gefängnis lernt er seinen Mithäftling Kolja kennen. Zur ihrer Überraschung werden sie am nächsten Morgen nicht hingerichtet, sondern zum Geheimdienstchef der Stadt geführt. Von ihm erhalten sie einen sehr ungewöhnlichen Auftrag: Um ihr Leben zu retten, sollen sie ihm innerhalb von sechs Tagen 12 Eier für die Hochzeitstorte seiner Tochter besorgen. Also macht sich das ungleiche Paar auf den Weg: der schüchterne, intorvertierte Lew, der immer wieder gegen seine eigenen Ängste kämpfen muss und Kolja, der charismatische und charmante Frauenheld, der immer etwas zu sagen hat. Nachdem feststeht, dass es in ganz Leningrad keine Eier mehr gibt, fasst Kolja den Plan, sich durch die feindlichen Linien der Deutschen zu einer Geflügelfarm durchzuschlagen. Ein Plan, der selbst für den Leser eher wahnsinnig als erfolgsversprechend wirkt und der die beiden vor fast unüberwindbare Hindernisse stellt, wären da nicht eine unerschrockene Partisanin Namens Vika, Lews Schachtalent und Koljas Kühnheit und sein Talent, selbst in den schwierigsten Situationen noch etwas zu sagen. Der Autor David Benioff wurde 1970 in den USA geboren. Bekannt ist er für sein erstes Buch „25 Stunden“, das bereits verfilmt wurde, aber vor allem als Drehbuchautor zum Beispiel für die Film „Drachenläufer“ und „Troja“. Mit dem Buch „Stadt der Diebe“ (im Orginal: „City of Thieves“) hat er einen kurzweiligen Roman geschaffen, der sowohl spannend und amüsant ist, gleichzeitig aber auch durch die detailgenauen und sehr realistischen Beschreibungen der Schrecken des Krieges und dessen Folgen erschreckend und schockierend wirkt. Mit der Andeutung, dass es sich um die Geschichte seines Großvaters handelt, die er selbst nun aufschreibt, verleiht er seinem Roman einen autobiographischen Hintergrund, der für die Geschichte selbst jedoch kaum eine Rolle spielt. Benioff versteht sein Handwerk und seine Erfahrungen im Schreiben von Drehbüchern spiegeln sich in seiner Erzählung wieder. Durch zahlreiche Dialoge und viele unerwartete Wendungen steht die Handlung kaum still und auf den Leser wirkt das Buch wie ein unterhaltsamer Film. Dass seine Figuren eher flach sind und er mit vielen Klischees arbeitet, fällt vor diesem Hintergrund nur selten auf. Der Autor hat ein Gespür für das richtige Maß an Spannung, Traurigkeit, Komik und Dramatik und setzt dies geschickt um. Bei „Stadt der Diebe“ handelt es sich um einen historischen Abenteuerroman, und gleichzeitig die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Jungen im zweiten Weltkriegs. Obwohl diese Freungschaft im Vordergrund steht, sollte man jedoch vor dem Lesen wissen, dass es sich um einen Kriegsroman handelt und der Autor keine Scheu zeigt den Krieg und die Belagerung in aller Grausamkeit darzustellen.

Leningrad im Januar 1942: Die Stadt wird von den deutschen Truppen belagert. Die Bewohner hungern bereits seit Monaten. Während der Ausgangssperre durchsucht der 17-Jährige Lew einen toten Deutschen nach Essen und wird verhaftet – denn auf Plündern steht die Todesstrafe. Während einer langen Nacht im Gefängnis lernt er seinen Mithäftling Kolja kennen. Zur ihrer Überraschung werden sie am nächsten Morgen nicht hingerichtet, sondern zum Geheimdienstchef der Stadt geführt. Von ihm erhalten sie einen sehr ungewöhnlichen Auftrag: Um ihr Leben zu retten, sollen sie ihm innerhalb von sechs Tagen 12 Eier für die Hochzeitstorte seiner Tochter besorgen. Also macht sich das ungleiche Paar auf den Weg: der schüchterne, intorvertierte Lew, der immer wieder gegen seine eigenen Ängste kämpfen muss und Kolja, der charismatische und charmante Frauenheld, der immer etwas zu sagen hat.

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Nachdem feststeht, dass es in ganz Leningrad keine Eier mehr gibt, fasst Kolja den Plan, sich durch die feindlichen Linien der Deutschen zu einer Geflügelfarm durchzuschlagen. Ein Plan, der selbst für den Leser eher wahnsinnig als erfolgsversprechend wirkt und der die beiden vor fast unüberwindbare Hindernisse stellt, wären da nicht eine unerschrockene Partisanin Namens Vika, Lews Schachtalent und Koljas Kühnheit und sein Talent, selbst in den schwierigsten Situationen noch etwas zu sagen.

Der Autor David Benioff wurde 1970 in den USA geboren. Bekannt ist er für sein erstes Buch „25 Stunden“, das bereits verfilmt wurde, aber vor allem als Drehbuchautor zum Beispiel für die Film „Drachenläufer“ und „Troja“.

Mit dem Buch „Stadt der Diebe“ (im Orginal: „City of Thieves“) hat er einen kurzweiligen Roman geschaffen, der sowohl spannend und amüsant ist, gleichzeitig aber auch durch die detailgenauen und sehr realistischen Beschreibungen der Schrecken des Krieges und dessen Folgen erschreckend und schockierend wirkt.

Mit der Andeutung, dass es sich um die Geschichte seines Großvaters handelt, die er selbst nun aufschreibt, verleiht er seinem Roman einen autobiographischen Hintergrund, der für die Geschichte selbst jedoch kaum eine Rolle spielt.

Benioff versteht sein Handwerk und seine Erfahrungen im Schreiben von Drehbüchern spiegeln sich in seiner Erzählung wieder. Durch zahlreiche Dialoge und viele unerwartete Wendungen steht die Handlung kaum still und auf den Leser wirkt das Buch wie ein unterhaltsamer Film. Dass seine Figuren eher flach sind und er mit vielen Klischees arbeitet, fällt vor diesem Hintergrund nur selten auf. Der Autor hat ein Gespür für das richtige Maß an Spannung, Traurigkeit, Komik und Dramatik und setzt dies geschickt um.

Bei „Stadt der Diebe“ handelt es sich um einen historischen Abenteuerroman, und gleichzeitig die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Jungen im zweiten Weltkriegs. Obwohl diese Freungschaft im Vordergrund steht, sollte man jedoch vor dem Lesen wissen, dass es sich um einen Kriegsroman handelt und der Autor keine Scheu zeigt den Krieg und die Belagerung in aller Grausamkeit darzustellen.

geschrieben am 18.07.2010 | 455 Wörter | 2668 Zeichen

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