
| ISBN | 3423715006 | |
| Autor | John Ronald Reuel Tolkien | |
| Verlag | dtv | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 480 | |
| Erscheinungsjahr | 2012 | |
| Extras | - |

Im Deutschen Taschenbuch Verlag ist 2012 „Der kleine Hobbit“ zweimal neu erschienen. Einmal für Kinder und Jugendliche ab 8/9 Jahren und einmal die Ausgabe für Erwachsene. Beide sind zum Preis von 9,95€ sehr günstige Ausgaben des Klassikers, denn das ist „der kleine Hobbit“ auf jeden Fall.

Es ist die Vorgeschichte zum Fantasy-Epos „Der Herr der Ringe“, denn hier wird erzählt, wie Bilbo den einen Ring findet. Diesen Ring gibt er an seinen Erben Frodo weiter, der im “Herr der Ringe“ auf die Reise geht, um den Ring zu verstecken und zu zerstören.
„Der kleine Hobbit“ ist leichtere Kost als „der Herr der Ringe“. Die allgemeine Stimmung in diesem Buch ist wesentlich freundlicher, da die Geschichte von Tolkien für seine Kinder entworfen wurde. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Zum Inhalt:
Bilbo Beutlin ist ein angesehener Hobbit, der gemütlich in seiner Höhle lebt und –wie es sich für einen angesehenen Hobbit gehört- jegliche Abenteuer meidet. Dies ändert sich, als er unangemeldeten Besuch von dem Zauberer Gandalf bekommt, der ihn zu einem gefährlichen Abenteuer überredet. Bilbo zieht mit ihm und der Schar von 13 Zwergen aus, um dem riesigen und grausamen Drachen Smaug den geraubten Zwergenschatz zu entreißen. Keine leichte Aufgabe, denn der Drache wacht noch immer im einsamen Berg über den Schatz. Auf ihrem Weg quer durch Mittelerde müssen viele Gefahren und spannende Abenteuer von dem Hobbit und seinen Gefährten bestanden werden. Sie müssen es mit Trollen, Wargen, Orks und Spinnen und dem Drachen Smaug aufnehmen, treffen auf Elben und Pelzwechsler, bekommen Hilfe von Adlern und Raben.
Im tiefsten Grund der Nebelberge findet der kleine Hobbit einen Ring, der die Fähigkeit besitzt seinen Träger unsichtbar zu machen...
Die Übersetzung ins Deutsche ist von Walter Scherf durchgeführt, das Umschlagbild und die Illustrationen im Buch sind von Klaus Ensikat gestaltet worden. Eine Karte von Juliane Hehn-Kynast ist eingefügt.
Ein Klassiker im klassischen Gewand, denn diesen Text und diese Bilder hat bereits die Mutter in der Ausgabe von 1974 vor sich gehabt, so wie jetzt 2012 die Kinder. Nur das Umschlagbild hat sich geändert. So wie die letzte Generation die Geschichte mit Begeisterung gelesen hat, so genießt sie nun die nächste Generation.
Ob die künstlerisch wertvollen und außergewöhnlichen Illustrationen von Klaus Ensikat nun kindgerecht sind, dass muss jeder selbst entscheiden. Sie sind auf jeden Fall einprägsam, denn man erinnert sich an sie auch noch nach fast 40 Jahren.
Die Übersetzung klingt manchmal in ihrer Ausdrucksweise ein wenig veraltet, doch das passt meines Erachtens ganz gut zu der Geschichte. So herrlich \"altmodische\" wie passende Dialoge, wie man sie auch aus „der Herr der Ringe“-Verfilmung im Hinterkopf hat. Die Übersetzung von Walter Scherf und die Illustrationen von Klaus Ensikat erscheinen Tolkien seelenverwandt und mit seiner damaligen Ideenwelten deckungsgleich.
Die Kinderbuchausgabe hat einen größeren Druck und ist insgesamt als Taschenbuch etwas kleiner und handlicher, dadurch auch etwas dicker als die Erwachsenen Ausgabe.
Der "kleine Hobbit" ist zwar als Kinderbuch konzipiert, er lädt aber auch die ältere und manchmal kurzsichtige Generation (auch dafür ist ein Großdruck geeignet) ein, es erneut/neu zu lesen und zu genießen, denn der Hobbit ist natürlich ein Muss für alle Fantasy- und Tolkien-Fans.
Fazit: Ein leicht lesbares, tolles Buch, das von der ersten bis zur letzten Zeile immer wieder spannend und lesenswert und mit einem Preis von 9,95€ günstig ist.
Übrigens gibt es zu diesem Buch auch ein Hörspiel.
geschrieben am 14.07.2012 | 561 Wörter | 3157 Zeichen
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