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Das Schwert, Bd. 3: Erde


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Rezension von

Frank Drehmel

Erde Obgleich Dara den soziopathischen Göttersohn Zarkos, welcher zusammen mit seinen beiden Geschwistern ihre Familie niedermetzelte, ein überaus schmerzhaftes Ende bereitete, ist ihr Rache- und Blutdurst noch lange nicht gestillt; im Gegenteil: gemeinsam mit ihrer Freundin Julie und ihrem Ex-Kommilitonen Justin spürt sie den berechnenden, eloquenten und aalglatten Knossos, der mit Aller Art schmutziger Geschäfte seinen komfortablen Lebensstil finanziert, im nahen Mexiko auf, von wo er - geschützt von einer regelrechten Privatarmee – sein Drogenimperium leitet. Ein erster Versuch, Knossos, den die Leute hier als Señor Devonson kennen, zur Strecke zu bringen, schlägt nicht nur fehl, sondern Dara verliert auch ihr magisches Schwert an einen seiner Handlanger, einen Mann namens Victor. Doch das Mädchen hat Glück im Unglück: wissend um die Macht des Schwertes stellt sich Victor gegen seinen Boss und weigert sich, ihm das mächtige Artefakt auszuhändigen. Für Dara bedeutet es, dass sie das Schwert lediglich einem Feind abringen muss, der unerfahren mit dessen Umgang ist. Und in der Tat ist schon die erste schmerzhafte Attacke gegen Victor von Erfolg gekrönt, sodass sich Dara nun Knossos vorknöpfen kann. Allerdings ist dieser Gott, der das Element Erde beherrscht, von einem ganz anderen Kaliber als sein verstorbener, durchgeknallter Bruder Zarkos: und so findet sich die junge Frau unversehens in einem Kampf gegen einen Titanen wider, dem sie in jeder Hinsicht unterlegen ist. Ihre Niederlage und ihr Tod scheinen unausweichlich, als plötzlich von vollkommen unerwarteter Stelle Hilfe naht. Nachdem die Story im zweiten Band dramaturgisch etwas schwächelte, wirkt sie nun wieder gehaltvoller. Nicht nur, dass die zentralen Figuren und der Hintergrund in zahlreichen Rückblenden näher beleuchtet und detaillierter ausgearbeitet werden, die Wendungen kommen unterm Strich unerwarteter daher, auch wenn man sich nichts vormachen muss: die Siegerin all des Metzelns, Schnetzelns und Schlachtens steht zumindest an dieser Stelle der epischen Story noch fest und echte Tiefsinnigkeit bzw. Gefühle jenseits standardisierter und instrumentalisierter Plattitüden sind kein Ding der Luna-Brothers, wodurch letztlich auch der grundsätzlich interessante religiöse Standpunkt Knossos' deutlich schwächer und pathetischer wirkt, als es sein müsste. Ein echter Hingucker ist nach wie vor das coole Artwork Jonathans, das trotz der visuellen – vor allem auch farblichen – Klarheit gerade in den Kämpfen beeindruckend dynamisch daherkommt, weil der Zeichner ein feines Gespür für Posen und Bewegungen hat. Dass er darüber hinaus weiters exzessiven Gewaltdarstellungen frönt, nimmt man als Voyeur gerne in Kauf. Fazit: Das saucoole Artwork sowie die spannend, dynamisch und brutal inszenierte Story, trösten über den Mangel an Tiefgründigkeit und ehrlichen Gefühlen vollends hinweg.

Obgleich Dara den soziopathischen Göttersohn Zarkos, welcher zusammen mit seinen beiden Geschwistern ihre Familie niedermetzelte, ein überaus schmerzhaftes Ende bereitete, ist ihr Rache- und Blutdurst noch lange nicht gestillt; im Gegenteil: gemeinsam mit ihrer Freundin Julie und ihrem Ex-Kommilitonen Justin spürt sie den berechnenden, eloquenten und aalglatten Knossos, der mit Aller Art schmutziger Geschäfte seinen komfortablen Lebensstil finanziert, im nahen Mexiko auf, von wo er - geschützt von einer regelrechten Privatarmee – sein Drogenimperium leitet.

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1
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4
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18.02.2018

Ein erster Versuch, Knossos, den die Leute hier als Señor Devonson kennen, zur Strecke zu bringen, schlägt nicht nur fehl, sondern Dara verliert auch ihr magisches Schwert an einen seiner Handlanger, einen Mann namens Victor. Doch das Mädchen hat Glück im Unglück: wissend um die Macht des Schwertes stellt sich Victor gegen seinen Boss und weigert sich, ihm das mächtige Artefakt auszuhändigen. Für Dara bedeutet es, dass sie das Schwert lediglich einem Feind abringen muss, der unerfahren mit dessen Umgang ist. Und in der Tat ist schon die erste schmerzhafte Attacke gegen Victor von Erfolg gekrönt, sodass sich Dara nun Knossos vorknöpfen kann.

Allerdings ist dieser Gott, der das Element Erde beherrscht, von einem ganz anderen Kaliber als sein verstorbener, durchgeknallter Bruder Zarkos: und so findet sich die junge Frau unversehens in einem Kampf gegen einen Titanen wider, dem sie in jeder Hinsicht unterlegen ist. Ihre Niederlage und ihr Tod scheinen unausweichlich, als plötzlich von vollkommen unerwarteter Stelle Hilfe naht.

Nachdem die Story im zweiten Band dramaturgisch etwas schwächelte, wirkt sie nun wieder gehaltvoller. Nicht nur, dass die zentralen Figuren und der Hintergrund in zahlreichen Rückblenden näher beleuchtet und detaillierter ausgearbeitet werden, die Wendungen kommen unterm Strich unerwarteter daher, auch wenn man sich nichts vormachen muss: die Siegerin all des Metzelns, Schnetzelns und Schlachtens steht zumindest an dieser Stelle der epischen Story noch fest und echte Tiefsinnigkeit bzw. Gefühle jenseits standardisierter und instrumentalisierter Plattitüden sind kein Ding der Luna-Brothers, wodurch letztlich auch der grundsätzlich interessante religiöse Standpunkt Knossos' deutlich schwächer und pathetischer wirkt, als es sein müsste.

Ein echter Hingucker ist nach wie vor das coole Artwork Jonathans, das trotz der visuellen – vor allem auch farblichen – Klarheit gerade in den Kämpfen beeindruckend dynamisch daherkommt, weil der Zeichner ein feines Gespür für Posen und Bewegungen hat. Dass er darüber hinaus weiters exzessiven Gewaltdarstellungen frönt, nimmt man als Voyeur gerne in Kauf.

Fazit: Das saucoole Artwork sowie die spannend, dynamisch und brutal inszenierte Story, trösten über den Mangel an Tiefgründigkeit und ehrlichen Gefühlen vollends hinweg.

geschrieben am 25.07.2012 | 409 Wörter | 2507 Zeichen

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