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Ravermoon, Bd. 1: Das Versprechen der Flammen


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Rezension von

Frank Drehmel

Das Versprechen der Flammen Rund zwei Jahrhunderte nach dem großen Krieg mit den Frangellianern hat sich die Stadt Ylgaard zu einer prosperierende Metropole entwickelt, deren größtes Problem die ständig wachsende Bevölkerung und damit eine jedes Jahr aufs Neue drohende Hungersnot ist. Ganz unter diesem Vorzeichen der Knappheit steht auch der aktuelle Wettstreit der unterschiedlichen Zauberschulen, in dem ausgewählte Vertreter einer erlesenen Versammlung alljährlich ihre Fortschritte und neusten magischen Forschungen in der Hoffnung auf finanzielle Förderung vorstellen. Zum ersten Mal anwesend ist die Schule der Zeitenformer, vertreten durch den jungen Magier Gillian, dessen Demonstration so beeindruckend und mächtig ist, dass die übrigen Schulen um ihre Zuwendungen fürchten müssen. Auch wenn die Entscheidung der Stadtoberen noch aussteht, so ist die gelungenen Vorführung Anlass genug für die wenigen Zeitenformer, ausgelassen ihren Einstand zu feiern. Doch noch in der selben Nacht geschieht ein abscheuliches Massaker, dem bis auf Gillian alle Zeitenformer zum Opfer fallen. Der düstere Herrscher Rhomdal, der mit seiner dahinsiechenden, geliebten Frau eine eigene schwere Last zu tragen hat, erteilt den Befehl, das Verbrechen, hinter dem er die Kirche der Wunder vermutet, zu untersuchen. Ornelas, Hauptmann der legendären Eisenschwingen und Raver, die berüchtigte Söldnerin und Schwester Gilians, machen sich gemeinsam auf die Jagd nach einem Täter, der – wie sich bald rausstellt – nicht menschlich zu sein scheint. „Das Versprechen der Flamme“ verspricht für die folgenden Bände eine muntere Sword & Sorcery-Geschichte mit deutlichem kriminalistischen Einschlag, in der endlich einmal die Magie zu der gesellschaftliche Ehre kommt, die ihr in vielen Comics versagt bleibt. Zauberei und Hexenwerk geradezu epischen Ausmaßes und zum Wohle der Allgemeinheit an Stelle eines schrägen Hinterzimmer-Hobbys kauziger – und allzu oft böser - Träger komischer Hüte, ist ein Ansatz, der zumindest nicht ganz gewöhnlich erscheint. Darüber hinaus wartet Codurié Story mit interessanten, starken Charakteren und Figuren sowie so vielen Rätseln auf, dass die dynamische, spannende Handlung von erfrischender Intensität und Dichte ist. Das Artwork hingen hinterlässt einen leicht ambivalenten Eindruck: zeichnerisch zwar guter franko-belgischer Mainstream mit klaren Linien und zahlreichen liebevollen Details, in der Farbgebung jedoch deutlich hinter den Möglichkeiten zurückbleibend; statt bunter oder auch nur farbkräftiger Exotik dominieren triste Brauntöne und wenige ins Trübe spielende Buntfarben, sodass die langweilige Koloration die lebendigen Zeichnungen und die magische Story regelrecht konterkariert. Fazit: Interessante Charaktere, viel Magie, coole Kämpfer, Rätsel bis zum Abwinken! Was will man mehr … außer frischere Farben?

Rund zwei Jahrhunderte nach dem großen Krieg mit den Frangellianern hat sich die Stadt Ylgaard zu einer prosperierende Metropole entwickelt, deren größtes Problem die ständig wachsende Bevölkerung und damit eine jedes Jahr aufs Neue drohende Hungersnot ist.

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Ganz unter diesem Vorzeichen der Knappheit steht auch der aktuelle Wettstreit der unterschiedlichen Zauberschulen, in dem ausgewählte Vertreter einer erlesenen Versammlung alljährlich ihre Fortschritte und neusten magischen Forschungen in der Hoffnung auf finanzielle Förderung vorstellen. Zum ersten Mal anwesend ist die Schule der Zeitenformer, vertreten durch den jungen Magier Gillian, dessen Demonstration so beeindruckend und mächtig ist, dass die übrigen Schulen um ihre Zuwendungen fürchten müssen. Auch wenn die Entscheidung der Stadtoberen noch aussteht, so ist die gelungenen Vorführung Anlass genug für die wenigen Zeitenformer, ausgelassen ihren Einstand zu feiern.

Doch noch in der selben Nacht geschieht ein abscheuliches Massaker, dem bis auf Gillian alle Zeitenformer zum Opfer fallen. Der düstere Herrscher Rhomdal, der mit seiner dahinsiechenden, geliebten Frau eine eigene schwere Last zu tragen hat, erteilt den Befehl, das Verbrechen, hinter dem er die Kirche der Wunder vermutet, zu untersuchen. Ornelas, Hauptmann der legendären Eisenschwingen und Raver, die berüchtigte Söldnerin und Schwester Gilians, machen sich gemeinsam auf die Jagd nach einem Täter, der – wie sich bald rausstellt – nicht menschlich zu sein scheint.

„Das Versprechen der Flamme“ verspricht für die folgenden Bände eine muntere Sword & Sorcery-Geschichte mit deutlichem kriminalistischen Einschlag, in der endlich einmal die Magie zu der gesellschaftliche Ehre kommt, die ihr in vielen Comics versagt bleibt. Zauberei und Hexenwerk geradezu epischen Ausmaßes und zum Wohle der Allgemeinheit an Stelle eines schrägen Hinterzimmer-Hobbys kauziger – und allzu oft böser - Träger komischer Hüte, ist ein Ansatz, der zumindest nicht ganz gewöhnlich erscheint. Darüber hinaus wartet Codurié Story mit interessanten, starken Charakteren und Figuren sowie so vielen Rätseln auf, dass die dynamische, spannende Handlung von erfrischender Intensität und Dichte ist.

Das Artwork hingen hinterlässt einen leicht ambivalenten Eindruck: zeichnerisch zwar guter franko-belgischer Mainstream mit klaren Linien und zahlreichen liebevollen Details, in der Farbgebung jedoch deutlich hinter den Möglichkeiten zurückbleibend; statt bunter oder auch nur farbkräftiger Exotik dominieren triste Brauntöne und wenige ins Trübe spielende Buntfarben, sodass die langweilige Koloration die lebendigen Zeichnungen und die magische Story regelrecht konterkariert.

Fazit: Interessante Charaktere, viel Magie, coole Kämpfer, Rätsel bis zum Abwinken! Was will man mehr … außer frischere Farben?

geschrieben am 07.05.2012 | 385 Wörter | 2483 Zeichen

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