Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

London Killing


Statistiken
  • 4097 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Letterschming

London Killing „London Killing“ von dem britischen Autor Oliver Harris erschien im Februar 2012 in gebundener Form beim Karl-Blessing-Verlag. Detective Nick Belsey steckt mĂ€chtig in der Klemme. Zwei gescheiterte Ehen und ein luxuriöser Lebensstil haben ihn mit einem riesigen Berg Schulden zurĂŒckgelassen. Nun verliert er auch noch sein Zuhause und muss sich mit einem Disziplinarverfahren auseinandersetzen. Als er den Fall des verschwundenen Wirtschaftsmagnaten Alexej Devereux in die Finger bekommt, wittert Belsey seine Chance, heimlich unterzutauchen und sich ein neues Leben aufzubauen. So nimmt er immer mehr Devereuxs IdentitĂ€t an, lebt in seinem Haus und erledigt seine Aufgaben, mit dem Ziel, schließlich dessen Konten zu leeren und das Geld in die eigene Tasche wandern zu lassen. Doch die Sache gerĂ€t schnell aus dem Ruder, denn Belsey ist nicht der einzige, der es auf das Vermögen von Devereux abgesehen hat. Ehe sich Belsey versieht, steckt er bis zum Hals in einem Netz aus Bestechung und Betrug und ein Auftragskiller macht London unsicher. „London Killing“ ĂŒberzeugt vor allem durch einen ungewöhnlichen Protagonisten, der viel mehr Schurke als Ermittler ist. So fĂ€llt es zu Anfang alles andere als leicht, sich mit dem eher unsympathischen Charakter anzufreunden. Man betrachtet Belseys Handlungen noch mit grĂ¶ĂŸerer Distanz und eher kritisch. Doch wĂ€hrend man sich in die Geschichte einfindet, fĂ€llt es immer leichter, sich in die Figur hineinzuversetzen, bis man richtig mit Belsey mitfiebert. Deshalb bleibt er trotzdem noch ein ziemlicher Gauner und nicht gerade ein liebenswerter Mensch, aber das macht den besonderen Charme der Figur aus. Auch der restliche Roman ist auf sehr Ă€hnliche Weise gestrickt. Die Charaktere sind fast alle unsympathische Persönlichkeiten und die Gesamtstimmung ziemlich bedrĂŒckend. Besonders als sich Belsey nach und nach in die Welt des wohlhabenden und einflussreichen Devereux hineinlebt und dessen IdentitĂ€t vollkommen ĂŒbernimmt, ist das zunĂ€chst sehr irritierend und unheimlich. FĂŒr eine gehörige Portion Paranoia, die den Leser schon nach den ersten Seiten befĂ€llt, ist auch gesorgt. Genauso wenig wie die Figuren weiß man, wer vertrauenswĂŒrdig ist und wer ein falsches Spiel spielt. So verdĂ€chtigt man zwischendurch nahezu jede Figur einmal und sieht stĂ€ndig Hinweise darauf, dass irgendjemand betrĂŒgerische Absichten hegt. Was ich von Zeit zu Zeit jedoch als störend empfunden habe, sind die lĂ€ngeren Ausschweifungen des Autoren. Gerade im Bezug auf seinen Hauptcharakter tendiert er bisweilen zu langen ErklĂ€rungen ĂŒber dessen Verhalten, die meiner Meinung nach nicht immer nötig gewesen wĂ€ren. Teilweise waren dieser AusfĂŒhrungen eher ablenkend, als dass sie einem beim VerstĂ€ndnis der Geschichte weitergeholfen hĂ€tten. Fazit: Obwohl der Autor sich hin und wieder zu sehr mit kleinen Details auseinandersetzt, ist „London Killing“ insgesamt sehr zu empfehlen. Es handelt sich um einen spannenden Thriller, der aus einer ungewöhnlichen Perspektive geschrieben ist. Hier lĂ€sst sich der Hauptcharakter nicht so leicht einer Seite zuordnen, wie es oft der Fall ist, und das sorgt die gesamte Handlung hindurch fĂŒr viel mehr Wendungen und unvorhersehbare Ereignisse.

„London Killing“ von dem britischen Autor Oliver Harris erschien im Februar 2012 in gebundener Form beim Karl-Blessing-Verlag.

weitere Rezensionen von Letterschming

#
rezensiert seit
Buchtitel
2
06.06.2016
4
06.06.2016

Detective Nick Belsey steckt mĂ€chtig in der Klemme. Zwei gescheiterte Ehen und ein luxuriöser Lebensstil haben ihn mit einem riesigen Berg Schulden zurĂŒckgelassen. Nun verliert er auch noch sein Zuhause und muss sich mit einem Disziplinarverfahren auseinandersetzen. Als er den Fall des verschwundenen Wirtschaftsmagnaten Alexej Devereux in die Finger bekommt, wittert Belsey seine Chance, heimlich unterzutauchen und sich ein neues Leben aufzubauen. So nimmt er immer mehr Devereuxs IdentitĂ€t an, lebt in seinem Haus und erledigt seine Aufgaben, mit dem Ziel, schließlich dessen Konten zu leeren und das Geld in die eigene Tasche wandern zu lassen. Doch die Sache gerĂ€t schnell aus dem Ruder, denn Belsey ist nicht der einzige, der es auf das Vermögen von Devereux abgesehen hat. Ehe sich Belsey versieht, steckt er bis zum Hals in einem Netz aus Bestechung und Betrug und ein Auftragskiller macht London unsicher.

„London Killing“ ĂŒberzeugt vor allem durch einen ungewöhnlichen Protagonisten, der viel mehr Schurke als Ermittler ist. So fĂ€llt es zu Anfang alles andere als leicht, sich mit dem eher unsympathischen Charakter anzufreunden. Man betrachtet Belseys Handlungen noch mit grĂ¶ĂŸerer Distanz und eher kritisch. Doch wĂ€hrend man sich in die Geschichte einfindet, fĂ€llt es immer leichter, sich in die Figur hineinzuversetzen, bis man richtig mit Belsey mitfiebert. Deshalb bleibt er trotzdem noch ein ziemlicher Gauner und nicht gerade ein liebenswerter Mensch, aber das macht den besonderen Charme der Figur aus.

Auch der restliche Roman ist auf sehr Ă€hnliche Weise gestrickt. Die Charaktere sind fast alle unsympathische Persönlichkeiten und die Gesamtstimmung ziemlich bedrĂŒckend. Besonders als sich Belsey nach und nach in die Welt des wohlhabenden und einflussreichen Devereux hineinlebt und dessen IdentitĂ€t vollkommen ĂŒbernimmt, ist das zunĂ€chst sehr irritierend und unheimlich. FĂŒr eine gehörige Portion Paranoia, die den Leser schon nach den ersten Seiten befĂ€llt, ist auch gesorgt. Genauso wenig wie die Figuren weiß man, wer vertrauenswĂŒrdig ist und wer ein falsches Spiel spielt. So verdĂ€chtigt man zwischendurch nahezu jede Figur einmal und sieht stĂ€ndig Hinweise darauf, dass irgendjemand betrĂŒgerische Absichten hegt.

Was ich von Zeit zu Zeit jedoch als störend empfunden habe, sind die lĂ€ngeren Ausschweifungen des Autoren. Gerade im Bezug auf seinen Hauptcharakter tendiert er bisweilen zu langen ErklĂ€rungen ĂŒber dessen Verhalten, die meiner Meinung nach nicht immer nötig gewesen wĂ€ren. Teilweise waren dieser AusfĂŒhrungen eher ablenkend, als dass sie einem beim VerstĂ€ndnis der Geschichte weitergeholfen hĂ€tten.

Fazit: Obwohl der Autor sich hin und wieder zu sehr mit kleinen Details auseinandersetzt, ist „London Killing“ insgesamt sehr zu empfehlen. Es handelt sich um einen spannenden Thriller, der aus einer ungewöhnlichen Perspektive geschrieben ist. Hier lĂ€sst sich der Hauptcharakter nicht so leicht einer Seite zuordnen, wie es oft der Fall ist, und das sorgt die gesamte Handlung hindurch fĂŒr viel mehr Wendungen und unvorhersehbare Ereignisse.

geschrieben am 09.11.2012 | 471 Wörter | 2789 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen