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My little Pony, Bd. 1: Freundschaft ist Magie – Die Rückkehr von Königin Chrysalis


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Rezension von

Frank Drehmel

Freundschaft ist Magie – Die Rückkehr von Königin Chrysalis Die us-amerikanische Fernsehserie „My Little Pony: Friendship is Magic“ ist ein kulturelles Phänomen! Ursprünglich für jüngere Mädchen und ihre merchandise-affinen Eltern kreiert, drangen Thematik und Protagonistinnen in Zielgruppen vor, die kein geistig gesunder Entwickler je hätte vorhersehen können: männliche Zuschauer im Alter von pubertierend bis gestanden nerdig! Wer jedoch diese oftmals offen zur Schau gestellte Verbundenheit eines männlichen Teenagers zu Fluttershy, Twilight Sparkle, Rainbow Dash, Rarity, Pinkie Pie, Applejack und den Schönheitsfleckenclub – so die Namen der Heldinnen – für lustig hält, weiß nicht, welche Unsicherheiten und Ängste diese bunte Dröhnung guter Laune und greller Farben in einem Vater wecken kann, der so ganz anders sozialisiert wurde und der sich anstatt mit „Brony forvever“, „Brohoof“ oder einem Konterfei von „Rainbow Dash“ mit einem kernigen „Macht kaputt, was euch kaputt macht!“ auf seinem T-Shirt exhibitionierte. Kurz und gut: für mich als Betroffener, dessen fast erwachsen geglaubte Söhne mit Freunden „My little Pony“-Bildchen über WhatsApp austauschen und Leibchen tragen, auf denen einzelne Protagonisten der Serie verherrlicht werden, schien das vorliegende Comic ein Tor zur Seele seiner Sprösslinge. Unsere sechs Heldinnen stellen fest, dass sich immer mehr Ponys in Ponyville seltsam desinteressiert verhalten und einen starren Blick aufweisen. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei diesen scheinbar Besessenen um gefährliche Wechselponys handelt, die den Platz der Mitponys eingenommen haben und die Herrschaft über Equestia an sich reißen wollen. Ebenso rasch ist die Drahtzieherin der Invasion ausgemacht: die bösartige Königin der Wechselponys, Chrysalis. Zwar gelingt es Fluttershy, Twilight Sparkle, Rainbow Dash, Rarity, Pinkie Pie und Applejack mit vereinten Kräften, die Angreifer zurückzuschlagen, doch Chrysalis entführt im Gegenzug die drei kleinen Ponys des Schönheitsfleckenclubs, Sweetie Belle, Apple Bloom und Scootaloo. Ohne zu zögern starten die sechs eine Rettungsmission, wobei sie nur drei Tage Zeit haben, da ein kosmisches Ereignis für große Umwälzungen sorgen wird. Die Reise erweist sich schon bald als gefährlich, denn Equestia ist nicht nur von freundlichen Zeitgenossen bewohnt. Hinzu kommt, dass sich die Ponys zerstreiten und infolgedessen in drei Zweier-Teams – Twilight Sparkle und Fluttershy, Applejack und Rarity, Rainbow Dash und Pinkie Pie - den Weg zu Chrysalis suchen, was das Unterfangen umso gefährlicher macht. Die Hoffnung, dass die Lektüre dieses Comics Erklärungsansätze für gar seltsame Präferenzen zahlreicher jüngerer und mittelalter männlicher Sozialnetzwerker und Geeks liefert, zerstob zum Teil in einem bunten Brei, zum Teil ist das Ganze noch beängstigender als zuvor. Die Geschichte selbst ist extrem simpel konstruiert, wartet jedoch in ihrer Quest-Orientierung sowie der Geografie und den Antagonisten mit immerhin netten Anklängen an Filme wie „Herr der Ringe“ oder einschlägige Computerspiele auf. Das eigentlich Verstörende ist die Koloration, die einem LSD-Tripp entstammen könnte, sowie die grafisch vollkommen überzeichneten emotionalen Regungen der Heldinnen, deren Mimiken und Körpersprache selbst in ruhigen Momenten ein aggressiven Impetus haben nach dem Motto, „Hoppla, hier komme ich!“. Möglicherweise rührt daher ihre Beliebtheit in einer Zielgruppe, die auf Grund ihrer „Virtual Reality“-Affinität und ihres Medienkomsums Schwierigkeiten mit den leisen Zwischentönen menschlicher bzw. pony'scher Interaktion hat. Fazit: Grell, schnell und nicht besonders originell. Ein Comic wie ein LSD-Tripp in einer zuckersüßen Welt. Wer's mag ...

Die us-amerikanische Fernsehserie „My Little Pony: Friendship is Magic“ ist ein kulturelles Phänomen! Ursprünglich für jüngere Mädchen und ihre merchandise-affinen Eltern kreiert, drangen Thematik und Protagonistinnen in Zielgruppen vor, die kein geistig gesunder Entwickler je hätte vorhersehen können: männliche Zuschauer im Alter von pubertierend bis gestanden nerdig!

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Wer jedoch diese oftmals offen zur Schau gestellte Verbundenheit eines männlichen Teenagers zu Fluttershy, Twilight Sparkle, Rainbow Dash, Rarity, Pinkie Pie, Applejack und den Schönheitsfleckenclub – so die Namen der Heldinnen – für lustig hält, weiß nicht, welche Unsicherheiten und Ängste diese bunte Dröhnung guter Laune und greller Farben in einem Vater wecken kann, der so ganz anders sozialisiert wurde und der sich anstatt mit „Brony forvever“, „Brohoof“ oder einem Konterfei von „Rainbow Dash“ mit einem kernigen „Macht kaputt, was euch kaputt macht!“ auf seinem T-Shirt exhibitionierte. Kurz und gut: für mich als Betroffener, dessen fast erwachsen geglaubte Söhne mit Freunden „My little Pony“-Bildchen über WhatsApp austauschen und Leibchen tragen, auf denen einzelne Protagonisten der Serie verherrlicht werden, schien das vorliegende Comic ein Tor zur Seele seiner Sprösslinge.

Unsere sechs Heldinnen stellen fest, dass sich immer mehr Ponys in Ponyville seltsam desinteressiert verhalten und einen starren Blick aufweisen. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei diesen scheinbar Besessenen um gefährliche Wechselponys handelt, die den Platz der Mitponys eingenommen haben und die Herrschaft über Equestia an sich reißen wollen. Ebenso rasch ist die Drahtzieherin der Invasion ausgemacht: die bösartige Königin der Wechselponys, Chrysalis.

Zwar gelingt es Fluttershy, Twilight Sparkle, Rainbow Dash, Rarity, Pinkie Pie und Applejack mit vereinten Kräften, die Angreifer zurückzuschlagen, doch Chrysalis entführt im Gegenzug die drei kleinen Ponys des Schönheitsfleckenclubs, Sweetie Belle, Apple Bloom und Scootaloo. Ohne zu zögern starten die sechs eine Rettungsmission, wobei sie nur drei Tage Zeit haben, da ein kosmisches Ereignis für große Umwälzungen sorgen wird.

Die Reise erweist sich schon bald als gefährlich, denn Equestia ist nicht nur von freundlichen Zeitgenossen bewohnt. Hinzu kommt, dass sich die Ponys zerstreiten und infolgedessen in drei Zweier-Teams – Twilight Sparkle und Fluttershy, Applejack und Rarity, Rainbow Dash und Pinkie Pie - den Weg zu Chrysalis suchen, was das Unterfangen umso gefährlicher macht.

Die Hoffnung, dass die Lektüre dieses Comics Erklärungsansätze für gar seltsame Präferenzen zahlreicher jüngerer und mittelalter männlicher Sozialnetzwerker und Geeks liefert, zerstob zum Teil in einem bunten Brei, zum Teil ist das Ganze noch beängstigender als zuvor.

Die Geschichte selbst ist extrem simpel konstruiert, wartet jedoch in ihrer Quest-Orientierung sowie der Geografie und den Antagonisten mit immerhin netten Anklängen an Filme wie „Herr der Ringe“ oder einschlägige Computerspiele auf.

Das eigentlich Verstörende ist die Koloration, die einem LSD-Tripp entstammen könnte, sowie die grafisch vollkommen überzeichneten emotionalen Regungen der Heldinnen, deren Mimiken und Körpersprache selbst in ruhigen Momenten ein aggressiven Impetus haben nach dem Motto, „Hoppla, hier komme ich!“. Möglicherweise rührt daher ihre Beliebtheit in einer Zielgruppe, die auf Grund ihrer „Virtual Reality“-Affinität und ihres Medienkomsums Schwierigkeiten mit den leisen Zwischentönen menschlicher bzw. pony'scher Interaktion hat.

Fazit: Grell, schnell und nicht besonders originell. Ein Comic wie ein LSD-Tripp in einer zuckersüßen Welt. Wer's mag ...

geschrieben am 28.12.2013 | 506 Wörter | 3264 Zeichen

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