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Schön!?


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Rezension von

Letterschming

Schön!? „Schön“ ist das zweite Buch der jungen, deutschen Autorin Katharina Weiß. Wie auch der Vorgänger „Generation Geil“ stellt „Schön“ wieder eine Sammlung von Berichten dar. So hat Weiß dieses Mal mit Models, Künstlern, Modedesignern und ganz normalen Teenagern gesprochen und sie über ihre Erfahrungen und Meinungen zum Thema Schönheit ausgefragt. Was bedeutet eigentlich schön? Was macht einen Menschen in unseren Augen attraktiv oder unattraktiv? Und welche Bedeutung besitzt die Schönheit in der heutigen Zeit? Verschafft sie uns Vorteile? Inwiefern ist Schönheit individuell unterschiedlich oder allgemein gleich? Das alles sind Fragen, denen Katharina Weiß in ihrem neuen Buch auf den Grund geht. Die Befragten stammen aus einer Altersklasse von etwa 15 bis 30 Jahren und berichten über 5 bis 15 Seiten, welche Erfahrungen sie selbst im Bezug auf Schönheit gemacht haben, welche Menschen sie als schön empfinden und wie sie sich selbst wahrnehmen und was ihrer Meinung nach Schönheit ausmacht. Die Idee an sich hat mich durchaus fasziniert. Die ehrliche und unszensierte Meinung von ganz normalen Jugendlichen über ein Thema, das vielseitiger kaum sein kann und über das zugleich doch so selten offen gesprochen wird, das erschien mir sehr interessant. Tatsächlich deckte das Buch einige interessante Aspekte auf und manche der Erzählungen haben mir sehr gut gefallen. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass mehr „normale“ Menschen befragt werden. Dass die Meinung von Modedesignern und Models in diesem Zusammenhang zur Geltung kommen sollte, ist klar. Doch ich hätte mir weniger von diesen Berichten gewünscht. Stattdessen hätte die Autorin eher ganz gewöhnliche Menschen interviewen sollen. So fand ich zum Beispiel den Bericht eines dicklichen Jungen, der vor seinen Kumpels den Gleichgültigen spielt, aber letztendlich doch darunter leidet, dass er von allen eher als der Teddybär empfunden wird, sehr interessant. Hier hätte ich gerne mehr gelesen und die Kernaussagen des Jungen hätten noch etwas mehr herausgebracht werden können, da er seine Probleme eigentlich eher andeutete. Zwei Berichte hingegen stammten von Bloggerinnen, die im Internet über neueste Modetrends schreiben. Das hat mich kaum interessiert. Künstler schön und gut, aber die Meinung dieser Webbloggerinnen zeugte nicht von tiefergehenden Erkenntnissen, als die der anderen Teenager. Ein Bericht hätte voll und ganz gereicht. Zudem erschien mir die Altersklasse teilweise sehr hoch angesetzt. Viele der Interviewten waren deutlich über zwanzig. Das heißt zwar nicht, dass deren Berichte weniger interessant waren, aber nach dem Klappentext erwartete ich eben die Meinung von Teenagern und nicht von Erwachsenen. Deren Aussagen erschienen mir teilweise auch ein wenig unehrlich. Während ich bei den jüngeren Befragten das Gefühl hatte, sie erzählten wirklich das, was sie als wichtig empfanden, wirkten die Kernthesen der Älteren teilweise etwas hochgestochen und altklug. Der Titel weckte in mir eher die Erwartung, von zweifelnden, unzufriedenen und unperfekten Jugendlichen zu lesen, als von Künstlern, die über die Spiritualität ihres Handwerks philosophieren. Fazit: Das alles sind jedoch eher ein paar Anmerkungen am Rande. Sie haben nichts daran geändert, dass ich das Buch an einem Tag durchgelesen habe, und mir auch das andere Buch von Katharina Weiß, „Generation Geil“, kaufen werde. Die Idee ist wirklich gut und ich finde, es sollten mehr Autoren so schreiben, sodass nicht nur Literaten, sondern auch ganz normale Menschen dazu kommen, ihre Meinung zu veröffentlichen. So vermittelt diese Sammlung von verschiedenen Aussagen ein viel deutlicheres Bild von der Art, wie die Menschen „ticken“ als das Werk eines Einzelnen, selbst wenn er zitiert.

„Schön“ ist das zweite Buch der jungen, deutschen Autorin Katharina Weiß. Wie auch der Vorgänger „Generation Geil“ stellt „Schön“ wieder eine Sammlung von Berichten dar. So hat Weiß dieses Mal mit Models, Künstlern, Modedesignern und ganz normalen Teenagern gesprochen und sie über ihre Erfahrungen und Meinungen zum Thema Schönheit ausgefragt.

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Was bedeutet eigentlich schön? Was macht einen Menschen in unseren Augen attraktiv oder unattraktiv? Und welche Bedeutung besitzt die Schönheit in der heutigen Zeit? Verschafft sie uns Vorteile? Inwiefern ist Schönheit individuell unterschiedlich oder allgemein gleich?

Das alles sind Fragen, denen Katharina Weiß in ihrem neuen Buch auf den Grund geht. Die Befragten stammen aus einer Altersklasse von etwa 15 bis 30 Jahren und berichten über 5 bis 15 Seiten, welche Erfahrungen sie selbst im Bezug auf Schönheit gemacht haben, welche Menschen sie als schön empfinden und wie sie sich selbst wahrnehmen und was ihrer Meinung nach Schönheit ausmacht.

Die Idee an sich hat mich durchaus fasziniert. Die ehrliche und unszensierte Meinung von ganz normalen Jugendlichen über ein Thema, das vielseitiger kaum sein kann und über das zugleich doch so selten offen gesprochen wird, das erschien mir sehr interessant. Tatsächlich deckte das Buch einige interessante Aspekte auf und manche der Erzählungen haben mir sehr gut gefallen. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass mehr „normale“ Menschen befragt werden. Dass die Meinung von Modedesignern und Models in diesem Zusammenhang zur Geltung kommen sollte, ist klar. Doch ich hätte mir weniger von diesen Berichten gewünscht.

Stattdessen hätte die Autorin eher ganz gewöhnliche Menschen interviewen sollen. So fand ich zum Beispiel den Bericht eines dicklichen Jungen, der vor seinen Kumpels den Gleichgültigen spielt, aber letztendlich doch darunter leidet, dass er von allen eher als der Teddybär empfunden wird, sehr interessant. Hier hätte ich gerne mehr gelesen und die Kernaussagen des Jungen hätten noch etwas mehr herausgebracht werden können, da er seine Probleme eigentlich eher andeutete. Zwei Berichte hingegen stammten von Bloggerinnen, die im Internet über neueste Modetrends schreiben. Das hat mich kaum interessiert. Künstler schön und gut, aber die Meinung dieser Webbloggerinnen zeugte nicht von tiefergehenden Erkenntnissen, als die der anderen Teenager. Ein Bericht hätte voll und ganz gereicht.

Zudem erschien mir die Altersklasse teilweise sehr hoch angesetzt. Viele der Interviewten waren deutlich über zwanzig. Das heißt zwar nicht, dass deren Berichte weniger interessant waren, aber nach dem Klappentext erwartete ich eben die Meinung von Teenagern und nicht von Erwachsenen. Deren Aussagen erschienen mir teilweise auch ein wenig unehrlich. Während ich bei den jüngeren Befragten das Gefühl hatte, sie erzählten wirklich das, was sie als wichtig empfanden, wirkten die Kernthesen der Älteren teilweise etwas hochgestochen und altklug. Der Titel weckte in mir eher die Erwartung, von zweifelnden, unzufriedenen und unperfekten Jugendlichen zu lesen, als von Künstlern, die über die Spiritualität ihres Handwerks philosophieren.

Fazit: Das alles sind jedoch eher ein paar Anmerkungen am Rande. Sie haben nichts daran geändert, dass ich das Buch an einem Tag durchgelesen habe, und mir auch das andere Buch von Katharina Weiß, „Generation Geil“, kaufen werde. Die Idee ist wirklich gut und ich finde, es sollten mehr Autoren so schreiben, sodass nicht nur Literaten, sondern auch ganz normale Menschen dazu kommen, ihre Meinung zu veröffentlichen. So vermittelt diese Sammlung von verschiedenen Aussagen ein viel deutlicheres Bild von der Art, wie die Menschen „ticken“ als das Werk eines Einzelnen, selbst wenn er zitiert.

geschrieben am 04.08.2011 | 553 Wörter | 3255 Zeichen

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