Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Totentrickser


Statistiken
  • 2711 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autor
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Letterschming

Totentrickser "Totentrickser" von dem Autor Jan Oldenburg ist im September 2013 als Paperback beim Piper-Verlag erschienen. Oldenburg hat sich vor allem durch seinen Debütroman "Fantastik AG" einen Namen gemacht. Der Zwergenkrieger Brom, die Gnomenmagierin Selphyne, der Wichtelmeisterdieb Falfnin und der Barbarenoger Bolgur sind eine chaotische Heldentruppe, bei der so manches drunter und drüber geht. Eigentlich wollen sie nur einen Totenbeschwörer beklauen, doch der Plan geht nach hinten los. Durch eine Unfall, an dem die Helden nicht ganz unbeteiligt sind, wird der Totenbeschwörer getötet. Im letzten Moment bittet er die Helden jedoch noch darum, sich um seine kleine Tochter Nenia zu kümmern. Als sie zusagen, ahnen die vier noch nicht, worauf sie sich da einlassen. Eine abenteuerliche Reise beginnt, von einem Verwandten des Totenbeschwörers zum Nächsten, auf der Suche nach einem Zuhause für Nenia. Dabei begegnen die Helden so einigen skurrilen Gestalten und auch Nenia beschert ihnen immer wieder Probleme. "Totentrickser" basiert auf jeden Fall auf einer sehr interessanten Idee, auch wenn die Geschichte nicht unbedingt als komplex zu bezeichnen wäre. Einen großartig verworrenen Plot oder die alles übertrumpfende Überraschung am Ende sucht man hier vergeblich. Vielmehr geht es um die herrlich schrägen Figuren, die Oldenburgs magische Welt bevölkern. Das geht los bei der bunt zusammengewürftelten Heldentruppe, deren Mitglieder sich eigentlich selten so ganz grün sind. Doch auch die zahllosen Verwandten des Totenbeschwörers und andere Figuren, die in der Handlung auftauchen, sind ziemlich verrückt. Und das ist die Hauptstärke des Buches und der Grund, warum man immer weiterlesen möchte. Die Fantasie des Autors scheint einfach unerschöpflich. Immer wieder bringt er neue, abgedrehte Charaktere in das Geschehen ein und die Verwicklungen, die die Geschichte nimmt, sind dadurch oft umso undurchschaubarer. Die Taten so verdrehter Figuren lassen sich schließlich kaum vorhersagen. Auch die Welt, in der die sich das Geschehen abspielt, ist sehr gut durchdacht. Für jeden neuen Ort hat der Autor einen Namen, eine Geschichte und zahlreiche Einwohner parat. Immer wieder fragt man sich beim Lesen, wie jemand nur auf solche Ideen kommen kann. Der Witz ist dabei genau richtig dosiert. So musste ich immer wieder grinsen und alle paar Seiten laut lachen. Der Roman ist allerdings nicht wie eine Parodie geschrieben, wo wirklich jeder Satz darauf aus ist, den Leser zum Lachen zu bringen. Diese Bücher sind oft, selbst wenn sie tatsächlich lustig sein mögen, so sehr auf den Humor konzentriert, dass keine wirkliche Geschichte zustande kommen kann. Bei diesem Roman hingegen hat man zwar viel zu lachen, aber dabei wird nicht der eigentliche Plot vernachlässigt. Es lässt sich immer ein roter Faden erkennen, die Charaktere machen sich mit einer bestimmten Intention auf den Weg und es entsteht eine ansteigende Spannungskurve. Fazit: "Totentrickser" strotzt nur so vor interessanten Einfällen. Die schrägen Kulissen, die skurrilen Charaktere und deren Zusammenspiel – das alles sorgt für eine Geschichte, die einen nicht nur zum Lachen bringen kann, sondern die einen mit all ihren originellen Details auch schnell in den Bann zu ziehen vermag.

"Totentrickser" von dem Autor Jan Oldenburg ist im September 2013 als Paperback beim Piper-Verlag erschienen. Oldenburg hat sich vor allem durch seinen Debütroman "Fantastik AG" einen Namen gemacht.

weitere Rezensionen von Letterschming

#
rezensiert seit
Buchtitel
2
06.06.2016
4
06.06.2016

Der Zwergenkrieger Brom, die Gnomenmagierin Selphyne, der Wichtelmeisterdieb Falfnin und der Barbarenoger Bolgur sind eine chaotische Heldentruppe, bei der so manches drunter und drüber geht. Eigentlich wollen sie nur einen Totenbeschwörer beklauen, doch der Plan geht nach hinten los. Durch eine Unfall, an dem die Helden nicht ganz unbeteiligt sind, wird der Totenbeschwörer getötet. Im letzten Moment bittet er die Helden jedoch noch darum, sich um seine kleine Tochter Nenia zu kümmern. Als sie zusagen, ahnen die vier noch nicht, worauf sie sich da einlassen. Eine abenteuerliche Reise beginnt, von einem Verwandten des Totenbeschwörers zum Nächsten, auf der Suche nach einem Zuhause für Nenia. Dabei begegnen die Helden so einigen skurrilen Gestalten und auch Nenia beschert ihnen immer wieder Probleme.

"Totentrickser" basiert auf jeden Fall auf einer sehr interessanten Idee, auch wenn die Geschichte nicht unbedingt als komplex zu bezeichnen wäre. Einen großartig verworrenen Plot oder die alles übertrumpfende Überraschung am Ende sucht man hier vergeblich. Vielmehr geht es um die herrlich schrägen Figuren, die Oldenburgs magische Welt bevölkern. Das geht los bei der bunt zusammengewürftelten Heldentruppe, deren Mitglieder sich eigentlich selten so ganz grün sind. Doch auch die zahllosen Verwandten des Totenbeschwörers und andere Figuren, die in der Handlung auftauchen, sind ziemlich verrückt.

Und das ist die Hauptstärke des Buches und der Grund, warum man immer weiterlesen möchte. Die Fantasie des Autors scheint einfach unerschöpflich. Immer wieder bringt er neue, abgedrehte Charaktere in das Geschehen ein und die Verwicklungen, die die Geschichte nimmt, sind dadurch oft umso undurchschaubarer. Die Taten so verdrehter Figuren lassen sich schließlich kaum vorhersagen. Auch die Welt, in der die sich das Geschehen abspielt, ist sehr gut durchdacht. Für jeden neuen Ort hat der Autor einen Namen, eine Geschichte und zahlreiche Einwohner parat. Immer wieder fragt man sich beim Lesen, wie jemand nur auf solche Ideen kommen kann.

Der Witz ist dabei genau richtig dosiert. So musste ich immer wieder grinsen und alle paar Seiten laut lachen. Der Roman ist allerdings nicht wie eine Parodie geschrieben, wo wirklich jeder Satz darauf aus ist, den Leser zum Lachen zu bringen. Diese Bücher sind oft, selbst wenn sie tatsächlich lustig sein mögen, so sehr auf den Humor konzentriert, dass keine wirkliche Geschichte zustande kommen kann. Bei diesem Roman hingegen hat man zwar viel zu lachen, aber dabei wird nicht der eigentliche Plot vernachlässigt. Es lässt sich immer ein roter Faden erkennen, die Charaktere machen sich mit einer bestimmten Intention auf den Weg und es entsteht eine ansteigende Spannungskurve.

Fazit: "Totentrickser" strotzt nur so vor interessanten Einfällen. Die schrägen Kulissen, die skurrilen Charaktere und deren Zusammenspiel – das alles sorgt für eine Geschichte, die einen nicht nur zum Lachen bringen kann, sondern die einen mit all ihren originellen Details auch schnell in den Bann zu ziehen vermag.

geschrieben am 25.10.2013 | 487 Wörter | 2800 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen