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Fraternity 02


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Rezension von

Frank Drehmel

Fraternity 02 Auch wenn die Bewohner von New Fraternity das Ungetüm, das Angst und Schrecken verbreitete und auf eine unerklärliche Art und Weise über den kleinen Emilio wachte, gefangen setzen konnten, ist die Stimmung unter den Siedlern nach wie vor zum Zerreißen gespannt, denn die meisten der Bewohner jagen ihren eigenen Dämonen hinterher. Josiah sieht durch die Rückkehr Alexander Laffites seine Beziehung zu Fanny bedroht, Fanny selbst ist sich über ihre Gefühle zum Heimkehrer nicht im Klaren und Robert McCorman, der Gründer der kleinen freiheitlichen Gemeinschaft, liegt nicht nur im Sterben, sondern sieht sein Lebenswerk, seinen Traum in Trümmer stürzen, denn zu unterschiedliche Auffassungen der Bürger über die Verteilung des Bodens und der Ressourcen sowie die Bedeutung des Glaubens und den Umgang mit den drei Deserteuren, die nach wie vor in Fraternity Unterschlupf suchen, kristallisieren sich in der Krise heraus. Als Emilio in dieser Lage das Ungeheuer befreit und ein geachtetes Gemeindemitglied Amok läuft, ist das der Anfang vom Ende einer Utopie. Auch im zweiten Band gelingt es dem Szenaristen Juan Díaz Canales nicht, eine auch nur im Ansatz runde, fesselnde Geschichte zu entwerfen. Wie schon im ersten Band breitet er einen kruden Mix aus Historien- und Melodrama, Fantasy, Horror und politischen Manifest vor dem Leser aus, ohne jedoch die einzelnen Aspekte derart auszuarbeiten, dass sie in sich und im Kontext stimmig und schlüssig sind. Jeder der Handlungsbögen, jede Fragestellung, jedes Probleme leidet an einer oberflächlichen, vordergründigen Darstellung, an der mangelhaften Aufmerksamkeit des Autors. Das Artwork hinterlässt nach wie vor einen ambivalenten Eindruck. Zwar sind die Figuren markant und eigenständig in Szene gesetzt, leiden aber an der karikierenden Darstellung, die zwar einerseits zu den pathetischen Posen passt, die aber andererseits die vollkommen humorfreie Story konterkariert. Darüber hinaus wirken zahlreiche Bilder visuell regelrecht leer, und zwar in Hinblick sowohl auf die Zeichnungen, als auch auf die monochrome Koloration, die wohl in ihrer Eintönigkeit jenen intellektuellen Impetus ausdrücken soll, der der Handlung selbst völlig abgeht. Fazit: Die langweilige, richtungslose, in Teilen pathetisch-kitschige Story sowie das unterm Strich ähnlich langweilige Artwork machen „Fraternity“ zu einem durch und durch verzichtbaren Comic.

Auch wenn die Bewohner von New Fraternity das Ungetüm, das Angst und Schrecken verbreitete und auf eine unerklärliche Art und Weise über den kleinen Emilio wachte, gefangen setzen konnten, ist die Stimmung unter den Siedlern nach wie vor zum Zerreißen gespannt, denn die meisten der Bewohner jagen ihren eigenen Dämonen hinterher.

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Josiah sieht durch die Rückkehr Alexander Laffites seine Beziehung zu Fanny bedroht, Fanny selbst ist sich über ihre Gefühle zum Heimkehrer nicht im Klaren und Robert McCorman, der Gründer der kleinen freiheitlichen Gemeinschaft, liegt nicht nur im Sterben, sondern sieht sein Lebenswerk, seinen Traum in Trümmer stürzen, denn zu unterschiedliche Auffassungen der Bürger über die Verteilung des Bodens und der Ressourcen sowie die Bedeutung des Glaubens und den Umgang mit den drei Deserteuren, die nach wie vor in Fraternity Unterschlupf suchen, kristallisieren sich in der Krise heraus.

Als Emilio in dieser Lage das Ungeheuer befreit und ein geachtetes Gemeindemitglied Amok läuft, ist das der Anfang vom Ende einer Utopie.

Auch im zweiten Band gelingt es dem Szenaristen Juan Díaz Canales nicht, eine auch nur im Ansatz runde, fesselnde Geschichte zu entwerfen. Wie schon im ersten Band breitet er einen kruden Mix aus Historien- und Melodrama, Fantasy, Horror und politischen Manifest vor dem Leser aus, ohne jedoch die einzelnen Aspekte derart auszuarbeiten, dass sie in sich und im Kontext stimmig und schlüssig sind. Jeder der Handlungsbögen, jede Fragestellung, jedes Probleme leidet an einer oberflächlichen, vordergründigen Darstellung, an der mangelhaften Aufmerksamkeit des Autors.

Das Artwork hinterlässt nach wie vor einen ambivalenten Eindruck. Zwar sind die Figuren markant und eigenständig in Szene gesetzt, leiden aber an der karikierenden Darstellung, die zwar einerseits zu den pathetischen Posen passt, die aber andererseits die vollkommen humorfreie Story konterkariert. Darüber hinaus wirken zahlreiche Bilder visuell regelrecht leer, und zwar in Hinblick sowohl auf die Zeichnungen, als auch auf die monochrome Koloration, die wohl in ihrer Eintönigkeit jenen intellektuellen Impetus ausdrücken soll, der der Handlung selbst völlig abgeht.

Fazit: Die langweilige, richtungslose, in Teilen pathetisch-kitschige Story sowie das unterm Strich ähnlich langweilige Artwork machen „Fraternity“ zu einem durch und durch verzichtbaren Comic.

geschrieben am 26.11.2013 | 345 Wörter | 2075 Zeichen

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