
| ISBN | 3785760825 | |
| Autor | Rick Yancey | |
| Verlag | Bastei Lübbe | |
| Sprache | deutsch | |
| Seiten | 528 | |
| Erscheinungsjahr | 2013 | |
| Extras | - |

âDer Monstrumologe und die Insel des Blutesâ von dem US-amerikanischen Autor Rick Yancey ist im Januar 2013 als Taschenbuch beim Bastei-LĂŒbbe-Verlag erschienen. Es handelt sich um den dritten Band der Reihe, die 2010 mit âDer Monstrumologeâ startete und 2012 mit âDer Monstrumologe und der Fluch des Wendigoâ fortgesetzt wurde.

Es ist das Jahr 1889 in New York. Will Henry ist dreizehn Jahre alt, als er den eigenwilligen Dr. Pellinore Warthrop kennenlernt. Dr. Warthrop ist ein Monstrumologe, das bedeutet, er jagt alle möglichen Kreaturen, von denen die normale Biologie keine Ahnung hat. Will kommt bei ihm unter und lernt von ihm die Kunst der Monstrumologie. Doch das bedeutet auch, dass er sich seinen Ăngsten stellen und ĂŒber sich selbst hinauswachsen muss.
In Wills drittem Abenteuer bricht Dr. Warthrop auf, um nach einem ganz besonderen Monster zu suchen. Doch er entscheidet, statt Will den rĂ€tselhaften neuen Lehrling mitzunehmen. Kurz darauf kehrt dieser mit der Nachricht zurĂŒck, dass der Dr. Warthrop tot sei. Henry glaubt ihm nicht und stellt Nachforschungen an. Dabei findet er heraus, dass der Lehrling ein BetrĂŒger ist und Dr. Warthrop noch am Leben. Kurzerhand macht sich Will selbst auf den Weg nach Socotra, der Insel des Blutes, um Dr. Warthrop zu suchen.
Nachdem der zweite Band der Reihe etwas in die LĂ€nge gestreckt wirkte, bin ich von âDer Monstrumologe und die Insel des Blutesâ sehr positiv ĂŒberrascht worden. Nach wenigen Seiten war die Geschichte wieder so prĂ€sent, als hĂ€tte ich gerade erst das letzte Buch aus der Hand gelegt. Die Handlung gewinnt gleich an Fahrt und zieht einen in die Geschichte hinein. So braucht man nicht erst ein paar Kapitel, bis es einen wirklich gepackt hat.
Ebenso positiv ist die Weiterentwicklung des Protagonisten Will. WĂ€hrend er zu Beginn der Reihe noch völlig ĂŒberfordert von den Schrecken und Verpflichtungen seines neuen Berufs ist, hat er sich nun schon sehr gut an die Aufgaben eines Monstrumologen gewöhnt. Allein die Tatsache, dass er sich dieses Mal auf eigene Faust auf den Weg macht, um Dr. Warthrop zu retten, zeigt, wie weit er inzwischen gekommen ist.
Wie auch in den ersten beiden BĂ€nden ĂŒberzeugt auf jeden Fall wieder das Drumherum. Die Sprache ist sehr kunstvoll und passt sowohl zu der phantastischen AtmosphĂ€re als auch zu der Epoche, in der der Roman spielt. Dabei ist sie aber nicht umstĂ€ndlich und verworren, sodass sich das Geschriebene gut lesen lĂ€sst. Zudem ist der Roman wieder mit zahlreichen Schwarz-WeiĂ-Illustrationen versehen, die die dĂŒstere Stimmung der Geschichte noch unterstĂŒtzen.
Fazit: âDer Monstrumologe und die Insel des Blutesâ ist ein gelungener, vorlĂ€ufiger Abschluss der Trilogie, der ganz an Band Nummer eins anschlieĂt. Von der ersten Seite an versinkt man ganz in der dĂŒsteren, viktorianischen AtmosphĂ€re. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich der Autor doch noch zu einer Fortsetzung hinreiĂen lĂ€sst.
geschrieben am 30.03.2013 | 462 Wörter | 2498 Zeichen
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