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Mönche, Meuchler, Minnesänger – Krimis aus dem Mittelalter


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Rezension von

Nadia Majid

Mönche, Meuchler, Minnesänger – Krimis aus dem Mittelalter Daß das Mittelalter eine grausame, harte Zeit war, die nichts mit der romantisierten Version, die sich heute viele vorstellen, zu tun hat, soll diese Sammlung von Kurzgeschichten beweisen. Günter Krieger sammelt zwölf gegenwärtige Autoren um sich, die ihr Geschick an Mittelalterkrimis versuchen und dabei einen Einblick in eine mörderische Zeit gewähren. Die Beiträge stammen von Petra Balzer de Garcia, Peter Erfurt, Tanja Kinkel, Walter Laufenberg, Titus Müller, Belinda Rodik, Dieter Hermann Schmitz, Kirsten Schützhofer, Dagmar Trodler, Eric Walz, Ruben Wickenhäuser und dem Herausgeber selbst. Schon die erste Geschichte, „Die Bilsenmarie“, versetzt die Leser in eine Zeit, in der jeder sehen muß, wie er – oder in diesem Fall, sie - zurecht kommt. Wenn nötig, wird mit weiblichen Reizen und ein paar Kräutern nachgeholfen. Doch der Titel des Bandes ist leicht irreführend: Nicht alle Geschichten sind Krimis im engsten Sinne. Es wird zwar sowohl im Adel als auch im Pöbel gemordet, aber es gibt nicht immer eine detektivisches Aufklärung. Ganz nebenbei wird auch an natürlichen Ursachen gestorben, ohne Fremdeinwirkung, und man fragt sich, inwiefern das in die Kategorie Krimi paßt. Alle Geschichten, ob reine Fantasie oder auf historischen Hintergründen basierend, sind gut geschrieben und manch eine Geschichte wie „Der süße Duft des Todes“ überrascht durch ungewöhnliche Metaphorik. Nur an einer Geschichte gibt es etwas auszusetzen. Nicht, daß sie nicht gut geschrieben ist, aber die Geschichte von „Des Teufels Rezepturen“ erscheint einem nur zu bekannt, wenn man mit Patrick Süsskinds Roman Das Parfum vertraut ist. Da hilft es auch nicht, daß der Mörder statt Parfums Seifen aus Menschenfett herstellt – es macht die Geschichte nicht origineller. So etwas darf nicht passieren! Abgesehen davon sind jedoch alle Geschichten unterhaltsam und schnell zu lesen, da sie gut konstruiert und jeweils nur 10-20 Seiten lang sind. Die AutorInnen führen die Leser somit gekonnt durch das fiktive Europa des dunklen Zeitalters. Glaubhauft und lebensnah beschreiben sie die Geschehnisse, die sich mal dramatisch, mal lustig, mal fesselnd lesen lassen und sich für ein kurzes aber gutes Lesevergnügen anbieten.

Daß das Mittelalter eine grausame, harte Zeit war, die nichts mit der romantisierten Version, die sich heute viele vorstellen, zu tun hat, soll diese Sammlung von Kurzgeschichten beweisen. Günter Krieger sammelt zwölf gegenwärtige Autoren um sich, die ihr Geschick an Mittelalterkrimis versuchen und dabei einen Einblick in eine mörderische Zeit gewähren. Die Beiträge stammen von Petra Balzer de Garcia, Peter Erfurt, Tanja Kinkel, Walter Laufenberg, Titus Müller, Belinda Rodik, Dieter Hermann Schmitz, Kirsten Schützhofer, Dagmar Trodler, Eric Walz, Ruben Wickenhäuser und dem Herausgeber selbst.

Schon die erste Geschichte, „Die Bilsenmarie“, versetzt die Leser in eine Zeit, in der jeder sehen muß, wie er – oder in diesem Fall, sie - zurecht kommt. Wenn nötig, wird mit weiblichen Reizen und ein paar Kräutern nachgeholfen. Doch der Titel des Bandes ist leicht irreführend: Nicht alle Geschichten sind Krimis im engsten Sinne. Es wird zwar sowohl im Adel als auch im Pöbel gemordet, aber es gibt nicht immer eine detektivisches Aufklärung. Ganz nebenbei wird auch an natürlichen Ursachen gestorben, ohne Fremdeinwirkung, und man fragt sich, inwiefern das in die Kategorie Krimi paßt.

Alle Geschichten, ob reine Fantasie oder auf historischen Hintergründen basierend, sind gut geschrieben und manch eine Geschichte wie „Der süße Duft des Todes“ überrascht durch ungewöhnliche Metaphorik. Nur an einer Geschichte gibt es etwas auszusetzen. Nicht, daß sie nicht gut geschrieben ist, aber die Geschichte von „Des Teufels Rezepturen“ erscheint einem nur zu bekannt, wenn man mit Patrick Süsskinds Roman Das Parfum vertraut ist. Da hilft es auch nicht, daß der Mörder statt Parfums Seifen aus Menschenfett herstellt – es macht die Geschichte nicht origineller. So etwas darf nicht passieren!

Abgesehen davon sind jedoch alle Geschichten unterhaltsam und schnell zu lesen, da sie gut konstruiert und jeweils nur 10-20 Seiten lang sind. Die AutorInnen führen die Leser somit gekonnt durch das fiktive Europa des dunklen Zeitalters. Glaubhauft und lebensnah beschreiben sie die Geschehnisse, die sich mal dramatisch, mal lustig, mal fesselnd lesen lassen und sich für ein kurzes aber gutes Lesevergnügen anbieten.

geschrieben am 13.11.2007 | 330 Wörter | 1926 Zeichen

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