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Dresden


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Rezension von

Kristina Scherer

Dresden In diesem Bildband zeigt uns der renomierte Fotograf Frank Richter Dresden von seiner schönsten Seite. Wir lernen berühmte Sehenswürdigkeiten kennen, besuchen den legendären Theaterplatz, Renaissanceschlösser und spazieren entlang der schönsten Alleen. August der Starke (1670 - 1733) prägte die Landeshauptstadt von Sachsen nachhaltig mit seiner Liebe zum Barock. Im Kronentor, dem Wahrzeichen Dresdens, ist die Königskrone des einstigen Herrschers verewigt. Sie wird von vier polnischen Adlern getragen. Es gibt viele Barockgärten, in denen vorwiegend Sandsteinplastiken mit Vanitas- Symbolen (Masken, Früchte, abgebrannte Kerzen, Totenschädel) plaziert sind. Auch heute noch verleihen diese Kunstwerke den Gärten eine Atmosphäre zwischen Leben und Tod, Lust und Leid. Eine Vielzahl anderer Skulpturen sowie Marmorplastiken ("Die Zeit raubt die Schönheit") spiegeln den Zwiespalt zwischen Diesseits und Jenseits ebenso wider. Überall in der Stadt sind Zeichen des Barock zu finden. Der Bildhauer Balthasar Permoser verlieh dieser Epoche eine gewisse Eleganz. Als Zeitzeugen dienen einige Kirchen und Torhäuser. Die Frauenkirche gilt ebenfalls als ein bedeutender Barockbau. Spätestens die Aufnahmen der Jugendstilbauten lassen die Herzen von Kunstliebhabern höher schlagen. Dass die Natur in Großstädten zu kurz kommt bzw. gar nicht vorhanden ist, mag mit Sicherheit manchmal zutreffen, ist aber im Falle Dresdens ein Gerücht, was uns Frank Richter anhand zahlreicher Landschaftsaufnahmen beweist. Im Brühlschen - und im Großen Garten spazieren wir vorbei an farbenfrohen Bäumen, blühenden Pflanzen, beeindruckenden Eislandschaften und erleben alle vier Jahreszeiten zugleich. Auch der Lustgarten des Pillnitzer Schlosses repräsentiert ein Stück Natur. In der Innenstadt trifft man häufig auf Parkanlagen. Die vielen prächtigen Villen, so auch Schloss Albrechtsberg, ziehen den Leser schnell in ihren Bann. Das Schloss wurde 1850-54 nach dem Vorbild der Villa Medici in Florenz erbaut. Die Friedhofsfotografien wirken keineswegs morbide, sondern eher besinnlich. Ein Essay von Dr. Günter Jäckel klärt den Leser über die Entwicklung und den Mythos der Stadt auf. Kunst, Kultur, Architektur sowie Natur machen diese Landeshauptstadt zu einem nennenswerten Reiseziel. Dresden mit seinen vielen Denkmälern, Malereien, Statuen und Museen verkörpert Kultur in höchstem Maße und ist dadurch zu einem Anziehungspunkt für zahlreiche Künstler geworden. Einst lebten auch Richard Wagner und Robert Schumann dort. Ein furchtbarer Schock muss es gewesen sein, als die Jahrhundertflut im Sommer 2002 die Häuser vieler Einwohner und Sehenswürdigkeiten wie Zwinger oder Semperoper beschädigte, geschweige denn vernichtete. Wochenlang berichteten Sondersendungen im Fernsehen über diese Katastrophe. Nachdem das Trauma der totalen Zerstörung der historischen Altstadt Dresdens 1945 überstanden war, müssen die Menschen nun erneut Solidarität im Kampf gegen das Chaos beweisen. Viele Existenzen sind vernichtet, viele Hoffnungen erloschen. Doch vielleicht lässt die Magie der Stadt noch Zeichen und Wunder geschehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt... Vermutlich machte es viel Mühe, die veröffentlichten Bilder so auszuwählen. Sie ergeben eine harmonische Linie. Das bezaubernde Porträt des schneebedeckten Mozartbrunnens ist auf Seite 4 vergrössert dargestellt. Ein Bildband ganz nach meinem Geschmack, der in den Einwohnern Dresdens Nostalgie wecken wird.

In diesem Bildband zeigt uns der renomierte Fotograf Frank Richter Dresden von seiner schönsten Seite. Wir lernen berühmte Sehenswürdigkeiten kennen, besuchen den legendären Theaterplatz, Renaissanceschlösser und spazieren entlang der schönsten Alleen.

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August der Starke (1670 - 1733) prägte die Landeshauptstadt von Sachsen nachhaltig mit seiner Liebe zum Barock. Im Kronentor, dem Wahrzeichen Dresdens, ist die Königskrone des einstigen Herrschers verewigt. Sie wird von vier polnischen Adlern getragen. Es gibt viele Barockgärten, in denen vorwiegend Sandsteinplastiken mit Vanitas- Symbolen (Masken, Früchte, abgebrannte Kerzen, Totenschädel) plaziert sind. Auch heute noch verleihen diese Kunstwerke den Gärten eine Atmosphäre zwischen Leben und Tod, Lust und Leid. Eine Vielzahl anderer Skulpturen sowie Marmorplastiken ("Die Zeit raubt die Schönheit") spiegeln den Zwiespalt zwischen Diesseits und Jenseits ebenso wider. Überall in der Stadt sind Zeichen des Barock zu finden. Der Bildhauer Balthasar Permoser verlieh dieser Epoche eine gewisse Eleganz. Als Zeitzeugen dienen einige Kirchen und Torhäuser. Die Frauenkirche gilt ebenfalls als ein bedeutender Barockbau.

Spätestens die Aufnahmen der Jugendstilbauten lassen die Herzen von Kunstliebhabern höher schlagen. Dass die Natur in Großstädten zu kurz kommt bzw. gar nicht vorhanden ist, mag mit Sicherheit manchmal zutreffen, ist aber im Falle Dresdens ein Gerücht, was uns Frank Richter anhand zahlreicher Landschaftsaufnahmen beweist. Im Brühlschen - und im Großen Garten spazieren wir vorbei an farbenfrohen Bäumen, blühenden Pflanzen, beeindruckenden Eislandschaften und erleben alle vier Jahreszeiten zugleich. Auch der Lustgarten des Pillnitzer Schlosses repräsentiert ein Stück Natur. In der Innenstadt trifft man häufig auf Parkanlagen.

Die vielen prächtigen Villen, so auch Schloss Albrechtsberg, ziehen den Leser schnell in ihren Bann. Das Schloss wurde 1850-54 nach dem Vorbild der Villa Medici in Florenz erbaut.

Die Friedhofsfotografien wirken keineswegs morbide, sondern eher besinnlich.

Ein Essay von Dr. Günter Jäckel klärt den Leser über die Entwicklung und den Mythos der Stadt auf. Kunst, Kultur, Architektur sowie Natur machen diese Landeshauptstadt zu einem nennenswerten Reiseziel. Dresden mit seinen vielen Denkmälern, Malereien, Statuen und Museen verkörpert Kultur in höchstem Maße und ist dadurch zu einem Anziehungspunkt für zahlreiche Künstler geworden. Einst lebten auch Richard Wagner und Robert Schumann dort.

Ein furchtbarer Schock muss es gewesen sein, als die Jahrhundertflut im Sommer 2002 die Häuser vieler Einwohner und Sehenswürdigkeiten wie Zwinger oder Semperoper beschädigte, geschweige denn vernichtete. Wochenlang berichteten Sondersendungen im Fernsehen über diese Katastrophe. Nachdem das Trauma der totalen Zerstörung der historischen Altstadt Dresdens 1945 überstanden war, müssen die Menschen nun erneut Solidarität im Kampf gegen das Chaos beweisen. Viele Existenzen sind vernichtet, viele Hoffnungen erloschen.

Doch vielleicht lässt die Magie der Stadt noch Zeichen und Wunder geschehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Vermutlich machte es viel Mühe, die veröffentlichten Bilder so auszuwählen. Sie ergeben eine harmonische Linie. Das bezaubernde Porträt des schneebedeckten Mozartbrunnens ist auf Seite 4 vergrössert dargestellt.

Ein Bildband ganz nach meinem Geschmack, der in den Einwohnern Dresdens Nostalgie wecken wird.

geschrieben am 05.01.2003 | 464 Wörter | 2973 Zeichen

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