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Das Paradies der Schwerter


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Rezension von

Rafael Malaczynski

Das Paradies der Schwerter Mit seinem vierten Roman gelang dem deutschen Schooting-Star Tobias O. Meißner etwas, was schon seit langem keinem Fantasy-Roman gelungen ist. Die Süddeutsche Zeitung widmete dem Roman eine ganze Seite und auch die FAZ sparte nicht mit positiver Kritik. Der 1967 geborene Meißner war schon vorher mit seinem auf 50 Jahre ausgelegten, waghalsigen Projekt "Hiobs Spiel" aufgefallen. Sein neuer Roman "Das Paradies der Schwerter" ist ein düsterer und schneller Roman. In einer vergangenen oder auch zukünftigen, bizarren Welt ziehen 16 unterschiedliche Kämpfer aus, um an einem der berüchtigten Leben-Tod-Zufall Turniere der befestigten Stadt teilzunehmen. Jeder von ihnen tritt aus unterschiedlichen Motiven und mit verschiedenen Zielen an. Denn das Preisgeld in Höhe von knappen 1000 neuen Talern kann nur die wenigsten richtig reizen. In der ersten Hälfte des spannenden Romans wird die Ankunft der Streiter in der Arena geschildert, dabei geht Meißner im Detail auf jeden Teilnehmer ein, so dass sie im laufe des Romans mehr werden als bloße Akteure. Nach knappen 200 Seiten hat sich jeder Leser mit Bestimmtheit seinen Favoriten ausgesucht. Um die Vielfalt aufzuzeigen hier noch die 16 Streiter: Alam, der Wilderer. Von einem Herzog eingefangen und vor die Wahl zwischen der Arena und einem langsamen Foltertod gestellt. Andreus & Eljatin. Zwei Brüder die mit dem Schwert ihres Vaters, eines Helden antreten um ihre Familie zu retten. Veldeon Balkwist. Ein drogenabhängiger Soldat, der seine Vergangenheit bewältigen will. Bucthoy. Ein traditioneller Kämpfer der einen Mörder sucht und einen weiten Weg hinter sich hat. Brone Carper. Genannt der Schmetterling. Mitglied einer gefährlichen Schlägertruppe namens Raupe, Puppe, Schmetterling. Gortyn Terentius Crao. Ein gestörter Adliger der gerne in Schmerzen lebt und Schmerzen teilt. Avalon Jaynes. Ein ehemaliger Soldat und Abenteurer, der sein Gesicht verhüllt und ein Geheimnis wahrt. Maliw, der Menschenfresser. Ein riesiger, geistig behinderter Mann, dessen Hände mit Eisen legiert sind. Nanimonai. Ein geheimnisvoller Mönch der ohne Waffen antritt und auf der Suche nach Antworten ist. Quenzais. Ein Gladiator der Arena, der um seine Freiheit kämpfen wird. Saul. Saul ist schweigsam und streift mit einem Pflug als Waffe durch die Welt. Thruac. Er war jahrelang ein Schaukämpfer und will auf seine alten Tage noch einmal Ruhm verspüren. Calm Wintry. Ein gefährlicher Kopfgeldjäger der einen der Teilnehmer jagt. Wei Guan Zhou. Ein weitere Mönch der nur mit einem einfachen Kampfstab antritt. Cyril Brécard DeVlame. Ein berühmter Degenfechter der das Turnier schon zweimal gewonnen hat. Eine weitere Besonderheit des Buches war, das Meißner es auch bewusst mit Zufall geschrieben hat. Jedem der Teilnehmer hat er rollenspieltypische Charakterwerte wie Stärke, Schnelligkeit etc. zugeteilt. Dann hat er selbst die Paarungen ausgewürfelt und auch die Kämpfe. So wusste er bis zum Schluss selber nicht welcher seiner Charaktere das Turnier gewinnen würde. Fazit: Ein schnelles und hartes Buch das man gut in einem Rutsch durchlesen kann. Ich fand es sehr spannend und sprachlich einfach wunderbar, da sich Tobias O. Meißner bemühte verschiedene Stile zu mischen. Ein innovativer, kurzweiliger Roman.

Mit seinem vierten Roman gelang dem deutschen Schooting-Star Tobias O. Meißner etwas, was schon seit langem keinem Fantasy-Roman gelungen ist. Die Süddeutsche Zeitung widmete dem Roman eine ganze Seite und auch die FAZ sparte nicht mit positiver Kritik. Der 1967 geborene Meißner war schon vorher mit seinem auf 50 Jahre ausgelegten, waghalsigen Projekt "Hiobs Spiel" aufgefallen. Sein neuer Roman "Das Paradies der Schwerter" ist ein düsterer und schneller Roman.

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In einer vergangenen oder auch zukünftigen, bizarren Welt ziehen 16 unterschiedliche Kämpfer aus, um an einem der berüchtigten Leben-Tod-Zufall Turniere der befestigten Stadt teilzunehmen. Jeder von ihnen tritt aus unterschiedlichen Motiven und mit verschiedenen Zielen an. Denn das Preisgeld in Höhe von knappen 1000 neuen Talern kann nur die wenigsten richtig reizen. In der ersten Hälfte des spannenden Romans wird die Ankunft der Streiter in der Arena geschildert, dabei geht Meißner im Detail auf jeden Teilnehmer ein, so dass sie im laufe des Romans mehr werden als bloße Akteure. Nach knappen 200 Seiten hat sich jeder Leser mit Bestimmtheit seinen Favoriten ausgesucht.

Um die Vielfalt aufzuzeigen hier noch die 16 Streiter:

Alam, der Wilderer. Von einem Herzog eingefangen und vor die Wahl zwischen der Arena und einem langsamen Foltertod gestellt.

Andreus & Eljatin. Zwei Brüder die mit dem Schwert ihres Vaters, eines Helden antreten um ihre Familie zu retten.

Veldeon Balkwist. Ein drogenabhängiger Soldat, der seine Vergangenheit bewältigen will.

Bucthoy. Ein traditioneller Kämpfer der einen Mörder sucht und einen weiten Weg hinter sich hat.

Brone Carper. Genannt der Schmetterling. Mitglied einer gefährlichen Schlägertruppe namens Raupe, Puppe, Schmetterling.

Gortyn Terentius Crao. Ein gestörter Adliger der gerne in Schmerzen lebt und Schmerzen teilt.

Avalon Jaynes. Ein ehemaliger Soldat und Abenteurer, der sein Gesicht verhüllt und ein Geheimnis wahrt.

Maliw, der Menschenfresser. Ein riesiger, geistig behinderter Mann, dessen Hände mit Eisen legiert sind.

Nanimonai. Ein geheimnisvoller Mönch der ohne Waffen antritt und auf der Suche nach Antworten ist.

Quenzais. Ein Gladiator der Arena, der um seine Freiheit kämpfen wird.

Saul. Saul ist schweigsam und streift mit einem Pflug als Waffe durch die Welt.

Thruac. Er war jahrelang ein Schaukämpfer und will auf seine alten Tage noch einmal Ruhm verspüren.

Calm Wintry. Ein gefährlicher Kopfgeldjäger der einen der Teilnehmer jagt.

Wei Guan Zhou. Ein weitere Mönch der nur mit einem einfachen Kampfstab antritt.

Cyril Brécard DeVlame. Ein berühmter Degenfechter der das Turnier schon zweimal gewonnen hat.

Eine weitere Besonderheit des Buches war, das Meißner es auch bewusst mit Zufall geschrieben hat. Jedem der Teilnehmer hat er rollenspieltypische Charakterwerte wie Stärke, Schnelligkeit etc. zugeteilt. Dann hat er selbst die Paarungen ausgewürfelt und auch die Kämpfe. So wusste er bis zum Schluss selber nicht welcher seiner Charaktere das Turnier gewinnen würde.

Fazit: Ein schnelles und hartes Buch das man gut in einem Rutsch durchlesen kann. Ich fand es sehr spannend und sprachlich einfach wunderbar, da sich Tobias O. Meißner bemühte verschiedene Stile zu mischen. Ein innovativer, kurzweiliger Roman.

geschrieben am 21.01.2006 | 480 Wörter | 2773 Zeichen

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Rezension von

Marc-Florian Wendland

Das Paradies der Schwerter Sechszehn Männer, unterschiedlichster Herkunft, Bildung und Kampferfahrung - sie alle verbindet nur eins: die Teilnahme an einem der zeittypischen und berüchtigen Leben-oder-Tod-Turniere. Eine Arena, geführt von einem geldgierigen Schausteller, dem nichts wichtiger ist, als sein Stadion mit Sensations lüsternen Zuschauern zu füllen. Seine Bedingungen sind klar. Mann gegen Mann, keine Schuss- oder Wurfwaffen. Der Sieger bekommt 1000 Goldtaler, die Verlierer den Tod. So nehmen die 16 Gladiatoren ihren Platz im Turnierplan ein – und auf den Rängen setzen die geldigen Herren hohe Summen auf ihre Köpfe. Tobias O. Meißners vierter Roman ist eine gelungene Mischung aus amerikanischem Effektfilm und klassischer Hack'n'Slay-Computerspiele. Der Autor hat – eigenen Aussagen zufolge – die teilnehmenden Charaktere getreu der Pen'n'Paper-Rollenspielszene mit dem Würfel ermittelt und auch die Kämpfe dem 6-eckigen Zufall überlassen. Insofern freut man sich als Leser natürlich auf ein Buch mit rasanter Aktion und unvorhersehbarem Ende – was tatsächlich zutrifft, denn die wenigen Charaktere, die dem Leser ans Herz wachsen (aus welchen Gründen auch immer), gewinnen das Turnier leider nicht! Ebenso wie die Willkür des Kampfausgangs reihen sich die Vorgeschichten der Teilnehmer aneinander. Sie spielen alle in verschiedenen Hoheitsgebieten und weisen wirklich keine Übereinstimmungen auf. Hier hat insbesondere gefallen, dass der Autor teilweise auf ein mögliches Ende eines Szenarios anspielt, der Leser davon überzeugt ist, dass der so eben fokussierte Charakter sicherlich der nächste Turnierteilnehmer ist und dann innerhalb von drei, vier Sätzen eben jenen sterben lässt und eine vollkommen unfähige bzw. unscheinbare Figur auswählt. Die Schreibe Meißners ist routiniert und Spannung schaffend, aber nicht innovativ, d.h. er geht keinerlei Experimente ein – vom gesamten Konzept einmal abgesehen. Das Buch liest sich flüssig. Kritikern, die das Buch aufgrund seiner Story verreißen, sei gesagt, dass das Buch genau das hält, was es verspricht. Schnelle, rasante Szenen, wahllos aneinander gereiht und mit jeder Menge Überraschungseffekten. Auf jeden Fall lesenswert für Freunde schlagkräftiger, Sword'n'Socery-Literatur.

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So nehmen die 16 Gladiatoren ihren Platz im Turnierplan ein – und auf den Rängen setzen die geldigen Herren hohe Summen auf ihre Köpfe.

Tobias O. Meißners vierter Roman ist eine gelungene Mischung aus amerikanischem Effektfilm und klassischer Hack'n'Slay-Computerspiele. Der Autor hat – eigenen Aussagen zufolge – die teilnehmenden Charaktere getreu der Pen'n'Paper-Rollenspielszene mit dem Würfel ermittelt und auch die Kämpfe dem 6-eckigen Zufall überlassen. Insofern freut man sich als Leser natürlich auf ein Buch mit rasanter Aktion und unvorhersehbarem Ende – was tatsächlich zutrifft, denn die wenigen Charaktere, die dem Leser ans Herz wachsen (aus welchen Gründen auch immer), gewinnen das Turnier leider nicht!

Ebenso wie die Willkür des Kampfausgangs reihen sich die Vorgeschichten der Teilnehmer aneinander. Sie spielen alle in verschiedenen Hoheitsgebieten und weisen wirklich keine Übereinstimmungen auf. Hier hat insbesondere gefallen, dass der Autor teilweise auf ein mögliches Ende eines Szenarios anspielt, der Leser davon überzeugt ist, dass der so eben fokussierte Charakter sicherlich der nächste Turnierteilnehmer ist und dann innerhalb von drei, vier Sätzen eben jenen sterben lässt und eine vollkommen unfähige bzw. unscheinbare Figur auswählt.

Die Schreibe Meißners ist routiniert und Spannung schaffend, aber nicht innovativ, d.h. er geht keinerlei Experimente ein – vom gesamten Konzept einmal abgesehen. Das Buch liest sich flüssig. Kritikern, die das Buch aufgrund seiner Story verreißen, sei gesagt, dass das Buch genau das hält, was es verspricht. Schnelle, rasante Szenen, wahllos aneinander gereiht und mit jeder Menge Überraschungseffekten. Auf jeden Fall lesenswert für Freunde schlagkräftiger, Sword'n'Socery-Literatur.

geschrieben am 17.10.2007 | 307 Wörter | 1918 Zeichen

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