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Alles, was Sie über Stock-Picking wissen müssen


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Rezension von

Adrian Witt

Alles, was Sie über Stock-Picking wissen müssen Im Zuge der Ersteinführung von Exchange Traded Funds, kurz ETFs, in Europa im April 2000 erfreut sich die passive Vermögensanlage einer stetig wachsenden Beliebtheit. Doch auch wenn diese Art des Investierens durchaus Erfolg haben kann, sind viele Anleger mit der eher als durchschnittlich zu bewertenden Marktrendite nicht zufrieden. Stattdessen setzen sie auf die gezielte Auswahl einzelner Aktien. Dabei erhoffen sich die Anleger möglichst frühzeitig unter der Masse der an den Börsen in aller Welt notierten Unternehmen genau jene herauszufiltern, die auf Grund ihres Geschäftsmodells und vieler weiterer Faktoren die Highflyer von Morgen sein können und damit eine weit über dem Durchschnitt liegende Rendite zu generieren. Im Grunde geht es also darum die nächste Amazon, Apple, Google oder Microsoft noch vor allen anderen zu finden, sie ins eigene Depot zu legen und eines Tages den Verzehn-, Verzwanzig- oder gar Verhundertfacher sein Eigen zu nennen oder zumindest grundsolide Unternehmen zu finden, deren Anteile sich langfristig besser entwickeln als der Gesamtmarkt. „Stock-Picking“ nennt sich diese Methode, die Joel Tillinghast, Analyst und Portfoliomanager der US-amerikanischen Vermögensverwaltungsgesellschaft Fidelity Management & Research (AuM von rund 630 Milliarden Euro per Ende März 2021) in seinem erst kürzlich im Börsenbuchverlag erschienenem Buch „Alles, was Sie über Stock-Picking wissen müssen“ interessierten Lesern näher bringen möchte. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff „Stock-Picking“ nichts anderes als eine Aktienauswahl, wobei es sich im Detail um eine Form der aktiven Anlagestrategie handelt, bei der die selektive Auswahl von einzelnen Wertpapieren (hier vor allem Aktien) im Vordergrund steht. Anhand mehrerer Kriterien wie Geschäftsmodell, Geschäfts- bzw. Gewinnentwicklung, Eigenkapitalrendite, Cash Flow und auch dem Börsenwert sollen auf diesem Weg auf Basis des Aktienpreises günstig bewertete Unternehmen identifiziert werden, die sich langfristig allerdings deutlich besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Hinzu kommt es drauf an, wie das Wettbewerbsumfeld des jeweiligen Unternehmens aussieht: Wie ist das Unternehmen in seinem Markt positioniert? Welche Wettbewerbsvor- und -nachteile hat es? Wie sieht das Produktportfolio aus und besitzt es mit diesen eine monopolartige Stellung im Markt durch die das Geschäftsmodell im Sinne einer Preissetzungsmacht nachhaltig gestützt wird? Zwar gibt es keinen verbindlichen Katalog von Kriterien, an denen man sich im Sinne des „Stock-Pickings“ orientieren könnte. Doch wichtig ist zu wissen, dass diese Form der selektiven Wertpapierauswahl alleinstehend Verwendung findet oder als Bestandteil von weiteren Investmentstrategien wie das Value Investing, Quality Investing oder Growth Investing herangezogen werden kann. Diese und viele weitere Informationen über den „Stock-Picking“-Investmentansatz erklärt Joel Tillinghast anhand von fünf Grundprinzipien, die aus seiner Sicht essenziell für den Anlageerfolg sind: Man erntet erfreuliche Anlagegewinne, wenn man (1) Entscheidungen rational fällt, (2) in Dinge investiert, die man kennt und auch versteht, (3) mit ehrlichen, vertrauenswürdigen Managern zusammenarbeitet, (4) jene Unternehmen meidet, die gefährdet sind, zu veralten oder sich zu ruinieren und (5) Aktien richtig bewertet. Dabei zeigt er anhand mehrerer Beispiele auf, welche Kennzahlen für ihn beim Value-Investing wichtig sind, oder auch, in welche Anlagefallen er selbst schon getappt ist. Diese und viele weitere Informationen, die sich dem 380 Seiten umfassenden Buch entnehmen lassen, ermöglichen interessierten Lesern ein tiefergehendes Verständnis darüber in Erfahrung zu bringen, wie einer der größten Anlageprofis unserer Zeit denkt und seine Erfahrung und sein über Jahre angesammeltes Wissen in der Praxis erfolgreich umzusetzen weiß. Obwohl man inzwischen der Meinung sein könnte das der Markt für Fachliteratur zum Thema Börse und Kapitalanlage inzwischen gesättigt sein sollte, da so gut wie jedes untergeordnete Thema im engeren oder weiteren Sinn bereits besprochen und für ein breites Publikum aufbereitet wurde, gibt es nach wie vor vereinzelt Bücher, die aus der Masse an Publikationen hervorstechen. Das von Joel Tillinghast im Börsenbuchverlag erschienene Buch „Alles, was Sie über Stock-Picking wissen müssen“ ist ein solches Werk, da es viele interessante Ansätze zur Einzelwertauswahl auf verständliche Weise zu vermitteln vermag und dabei in seiner Gesamtheit den Eindruck erweckt, praxistauglich zu sein.

Im Zuge der Ersteinführung von Exchange Traded Funds, kurz ETFs, in Europa im April 2000 erfreut sich die passive Vermögensanlage einer stetig wachsenden Beliebtheit. Doch auch wenn diese Art des Investierens durchaus Erfolg haben kann, sind viele Anleger mit der eher als durchschnittlich zu bewertenden Marktrendite nicht zufrieden. Stattdessen setzen sie auf die gezielte Auswahl einzelner Aktien.

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Dabei erhoffen sich die Anleger möglichst frühzeitig unter der Masse der an den Börsen in aller Welt notierten Unternehmen genau jene herauszufiltern, die auf Grund ihres Geschäftsmodells und vieler weiterer Faktoren die Highflyer von Morgen sein können und damit eine weit über dem Durchschnitt liegende Rendite zu generieren. Im Grunde geht es also darum die nächste Amazon, Apple, Google oder Microsoft noch vor allen anderen zu finden, sie ins eigene Depot zu legen und eines Tages den Verzehn-, Verzwanzig- oder gar Verhundertfacher sein Eigen zu nennen oder zumindest grundsolide Unternehmen zu finden, deren Anteile sich langfristig besser entwickeln als der Gesamtmarkt.

„Stock-Picking“ nennt sich diese Methode, die Joel Tillinghast, Analyst und Portfoliomanager der US-amerikanischen Vermögensverwaltungsgesellschaft Fidelity Management & Research (AuM von rund 630 Milliarden Euro per Ende März 2021) in seinem erst kürzlich im Börsenbuchverlag erschienenem Buch „Alles, was Sie über Stock-Picking wissen müssen“ interessierten Lesern näher bringen möchte. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff „Stock-Picking“ nichts anderes als eine Aktienauswahl, wobei es sich im Detail um eine Form der aktiven Anlagestrategie handelt, bei der die selektive Auswahl von einzelnen Wertpapieren (hier vor allem Aktien) im Vordergrund steht. Anhand mehrerer Kriterien wie Geschäftsmodell, Geschäfts- bzw. Gewinnentwicklung, Eigenkapitalrendite, Cash Flow und auch dem Börsenwert sollen auf diesem Weg auf Basis des Aktienpreises günstig bewertete Unternehmen identifiziert werden, die sich langfristig allerdings deutlich besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Hinzu kommt es drauf an, wie das Wettbewerbsumfeld des jeweiligen Unternehmens aussieht: Wie ist das Unternehmen in seinem Markt positioniert? Welche Wettbewerbsvor- und -nachteile hat es? Wie sieht das Produktportfolio aus und besitzt es mit diesen eine monopolartige Stellung im Markt durch die das Geschäftsmodell im Sinne einer Preissetzungsmacht nachhaltig gestützt wird? Zwar gibt es keinen verbindlichen Katalog von Kriterien, an denen man sich im Sinne des „Stock-Pickings“ orientieren könnte. Doch wichtig ist zu wissen, dass diese Form der selektiven Wertpapierauswahl alleinstehend Verwendung findet oder als Bestandteil von weiteren Investmentstrategien wie das Value Investing, Quality Investing oder Growth Investing herangezogen werden kann. Diese und viele weitere Informationen über den „Stock-Picking“-Investmentansatz erklärt Joel Tillinghast anhand von fünf Grundprinzipien, die aus seiner Sicht essenziell für den Anlageerfolg sind: Man erntet erfreuliche Anlagegewinne, wenn man (1) Entscheidungen rational fällt, (2) in Dinge investiert, die man kennt und auch versteht, (3) mit ehrlichen, vertrauenswürdigen Managern zusammenarbeitet, (4) jene Unternehmen meidet, die gefährdet sind, zu veralten oder sich zu ruinieren und (5) Aktien richtig bewertet. Dabei zeigt er anhand mehrerer Beispiele auf, welche Kennzahlen für ihn beim Value-Investing wichtig sind, oder auch, in welche Anlagefallen er selbst schon getappt ist. Diese und viele weitere Informationen, die sich dem 380 Seiten umfassenden Buch entnehmen lassen, ermöglichen interessierten Lesern ein tiefergehendes Verständnis darüber in Erfahrung zu bringen, wie einer der größten Anlageprofis unserer Zeit denkt und seine Erfahrung und sein über Jahre angesammeltes Wissen in der Praxis erfolgreich umzusetzen weiß.

Obwohl man inzwischen der Meinung sein könnte das der Markt für Fachliteratur zum Thema Börse und Kapitalanlage inzwischen gesättigt sein sollte, da so gut wie jedes untergeordnete Thema im engeren oder weiteren Sinn bereits besprochen und für ein breites Publikum aufbereitet wurde, gibt es nach wie vor vereinzelt Bücher, die aus der Masse an Publikationen hervorstechen. Das von Joel Tillinghast im Börsenbuchverlag erschienene Buch „Alles, was Sie über Stock-Picking wissen müssen“ ist ein solches Werk, da es viele interessante Ansätze zur Einzelwertauswahl auf verständliche Weise zu vermitteln vermag und dabei in seiner Gesamtheit den Eindruck erweckt, praxistauglich zu sein.

geschrieben am 11.11.2022 | 623 Wörter | 3921 Zeichen

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