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Die Toten, die ich rief


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Letterschming

Die Toten, die ich rief "Die Toten, die ich rief" von dem britischen Autor Darren O'Shaughnessy, der als Pseudonym den Namen "Darren Shan" verwendet, ist im April 2013 als Taschenbuch beim Rowohlt-Polaris-Verlag erschienen. Ed Sieveking ist ein amerikanischer Autor von Horrorromanen. Ständig wird er von einem Haufen Geister begleitet. Für die Recherchen zu seinem neuen Buch reist er nach London. Dort lernt er auf einer Bootsparty die schöne Andeanna kennen. Doch dann findet er heraus, dass sie mit dem berüchtigten Gangsterboss Mikis Menderes verheiratet ist. Plötzlich muss Ed um sein Leben fürchten, den er kennt Menderes noch von früher. Darren O'Shaughnessy kannte ich bisher lediglich durch seine "Mitternachtszirkus"-Reihe, also durch Kinderbücher. Allerdings ist er auch bei diesen schon nicht zimperlich, weshalb die Bezeichnung "Kinderbücher" vielleicht nicht wirklich treffend ist. Auch in diesem Roman widmet sich der Autor allen möglichen Gruselthemen, die er im Repertoire hat, um seinem Leser eine schlaflose Nacht zu bescheren. Da es sich um ein Erwachsenenbuch handelt, ist das in diesem Fall aber durchaus angemessen. Der Autor versteht es wirklich, einen ganz und gar in seine Welt zu entführen. Obwohl er mit Geistern, Mördern und Ähnlichem keine wirklich neue Themen anbringt, bereitet er diese auf seine ganz eigene Weise auf. So entsteht ein in sich schlüssiges Universum, dass sich in seiner Gesamtstimmung von anderen Romanen abhebt. Dadurch fällt es auch nicht schwer, sich in das Geschehen hineinzuversetzen. Außerdem überrascht einen der Autor regelmäßig mit unvorhergesehenen Wendungen, sodass der Spaß an der Lektüre nicht verloren geht. Auch als die Spannung zwischendurch mal ein wenig abflacht, halten einen die dichte Atmosphäre und das Gefühl, dass jeden Moment etwas Großes passiert, weiter bei der Stange. Im Nu gewinnt die Handlung dann wieder an Fahrt und von da an geht es richtig zur Sache, denn sobald der Autor erstmal seine Welt und seine Figuren eingeführt hat, bietet er einem nicht nur erstklassigen Horror, sondern auch eine ausgefeilte Action-Geschichte. Auch die Figuren passen in das unheimlich-skurrile Horrorszenario. Sie werden nicht so ausführlich charakterisiert, wie es in manchen anderen Büchern der Fall ist, wo es hauptsächlich um zwischenmenschliche Beziehungen geht. Zwar gibt es die Beziehung zwischen Ed und Andeanna, aber im Wesentlichen bleiben alle Figuren sehr geheimnisumwoben und wage. In zuvor genannten Werken hätte ich das vielleicht als störend empfunden, doch zu diesem Buch passt es hervorragend. Dadurch hat man bei jeder Figur immer ein etwas mulmiges Gefühl. Man weiß nicht, wem man vertrauen soll. Nicht einmal Ed selbst scheint wirklich zuverlässig. Fazit: "Die Toten, die ich rief" ist eine spannende Mischung aus Action- und Horror-Geschichte, die vor allem durch die ganz eigene Welt besticht, die der Autor hier schafft. Die dichte Atmosphäre und die geheimnisvollen Figuren ziehen einen schnell in eine unheimliche, rasante, mitunter aber auch humorvolle Geschichte.

"Die Toten, die ich rief" von dem britischen Autor Darren O'Shaughnessy, der als Pseudonym den Namen "Darren Shan" verwendet, ist im April 2013 als Taschenbuch beim Rowohlt-Polaris-Verlag erschienen.

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06.06.2016
4
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Ed Sieveking ist ein amerikanischer Autor von Horrorromanen. Ständig wird er von einem Haufen Geister begleitet. Für die Recherchen zu seinem neuen Buch reist er nach London. Dort lernt er auf einer Bootsparty die schöne Andeanna kennen. Doch dann findet er heraus, dass sie mit dem berüchtigten Gangsterboss Mikis Menderes verheiratet ist. Plötzlich muss Ed um sein Leben fürchten, den er kennt Menderes noch von früher.

Darren O'Shaughnessy kannte ich bisher lediglich durch seine "Mitternachtszirkus"-Reihe, also durch Kinderbücher. Allerdings ist er auch bei diesen schon nicht zimperlich, weshalb die Bezeichnung "Kinderbücher" vielleicht nicht wirklich treffend ist. Auch in diesem Roman widmet sich der Autor allen möglichen Gruselthemen, die er im Repertoire hat, um seinem Leser eine schlaflose Nacht zu bescheren. Da es sich um ein Erwachsenenbuch handelt, ist das in diesem Fall aber durchaus angemessen.

Der Autor versteht es wirklich, einen ganz und gar in seine Welt zu entführen. Obwohl er mit Geistern, Mördern und Ähnlichem keine wirklich neue Themen anbringt, bereitet er diese auf seine ganz eigene Weise auf. So entsteht ein in sich schlüssiges Universum, dass sich in seiner Gesamtstimmung von anderen Romanen abhebt. Dadurch fällt es auch nicht schwer, sich in das Geschehen hineinzuversetzen.

Außerdem überrascht einen der Autor regelmäßig mit unvorhergesehenen Wendungen, sodass der Spaß an der Lektüre nicht verloren geht. Auch als die Spannung zwischendurch mal ein wenig abflacht, halten einen die dichte Atmosphäre und das Gefühl, dass jeden Moment etwas Großes passiert, weiter bei der Stange. Im Nu gewinnt die Handlung dann wieder an Fahrt und von da an geht es richtig zur Sache, denn sobald der Autor erstmal seine Welt und seine Figuren eingeführt hat, bietet er einem nicht nur erstklassigen Horror, sondern auch eine ausgefeilte Action-Geschichte.

Auch die Figuren passen in das unheimlich-skurrile Horrorszenario. Sie werden nicht so ausführlich charakterisiert, wie es in manchen anderen Büchern der Fall ist, wo es hauptsächlich um zwischenmenschliche Beziehungen geht. Zwar gibt es die Beziehung zwischen Ed und Andeanna, aber im Wesentlichen bleiben alle Figuren sehr geheimnisumwoben und wage. In zuvor genannten Werken hätte ich das vielleicht als störend empfunden, doch zu diesem Buch passt es hervorragend. Dadurch hat man bei jeder Figur immer ein etwas mulmiges Gefühl. Man weiß nicht, wem man vertrauen soll. Nicht einmal Ed selbst scheint wirklich zuverlässig.

Fazit: "Die Toten, die ich rief" ist eine spannende Mischung aus Action- und Horror-Geschichte, die vor allem durch die ganz eigene Welt besticht, die der Autor hier schafft. Die dichte Atmosphäre und die geheimnisvollen Figuren ziehen einen schnell in eine unheimliche, rasante, mitunter aber auch humorvolle Geschichte.

geschrieben am 20.06.2013 | 451 Wörter | 2582 Zeichen

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