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Die Zwölf


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Informationen zum Buch
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Rezension von

Letterschming

Die Zwölf "Die Zwölf" ist der zweite Roman der "Passage"-Reihe von dem US-amerikanischen Autor Justin Cronin. Sein Vorgänger, "Der Übergang", ist seit November 2010 als gebundenes Buch mit über 1000 Seiten Umfang beim Goldmann-Verlag erhältlich. Seit Dezember 2011 gibt es auch eine Taschenbuchausgabe. Im Januar 2013 brachte der Verlag dann "Die Zwölf" in einer knapp 800 Seiten umfassenden, gebundenen Ausgabe heraus. Brad Wolgast arbeitet für das FBI. Für ein geheimes Forschungsprojekt soll er Probanden finden. Nachdem es ihm gelingt, zwölf Todeskandidaten für das Vorhaben zu gewinnen, soll er auch noch eine Sechsjährige entführen: Amy Harper Bellafonte. Wolgast kommt der Aufforderung nach und bringt Amy auf das Versuchsgelände. Dort führt man medizinische Experimente an ihr durch, die Amy unsterblich machen sollen. Aber Wolgast kann das Mädchen nicht einfach so diesem grausamen Schicksal überlassen und versucht, ihr zu helfen. Doch dann bricht ein Virus aus, der die Menschen in blutrünstige Bestien verwandelt. Knappe hundert Jahre später ist kaum noch jemand übrig, der die Schrecken überlebt hat und nicht von dem Virus befallen ist. Zusammengerottet kämpfen die letzten Menschen jeden Tag ums Überleben. Doch da taucht Amy auf, die vielleicht ihre Rettung bedeutet. Nachdem der erste Teil der "Passage"-Reihe nun schon vor einiger Zeit veröffentlicht wurde, war ich überaus dankbar über den Einstieg in Band zwei, den der Autor hier gewählt hat. Nach Art einer Chronik wird der Inhalt des gesamten ersten Buchs noch einmal ziemlich gut zusammengefasst, sodass man sich wieder voll und ganz in Cronins Universum einfinden kann. Diese Inhaltsangabe dürfte es auch Einsteigern in die Serie ermöglichen, den Ereignissen von "Die Zwölf" problemlos folgen zu können. Um das Geschehen in seiner vollen Tragweite zu verstehen und die Entwicklung der bekannten Charaktere richtig genießen zu können, ist es aber ratsam, sich doch zuerst "Der Übergang" zuzulegen und nicht mitten in die Geschichte einzusteigen. Dafür geschehen dann doch zu viele kleine Dinge im ersten Band, die sich auch durch die umfassende Inhaltsangabe nicht alle aufzählen und erklären lassen. Mit knapp 800 Seiten ist "Die Zwölf" ein wenig dünner als sein Vorgänger, aber immer noch ein stolzer Wälzer. Doch der Autor beschreibt seine dystopische Welt so intensiv, dass man schnell vollkommen darin versinken kann. Im Nu vergisst man, dass man nur ein Buch in der Hand hält, denn die Bilder entstehen so klar vor dem inneren Auge wie ein Film. So fliegen die Seiten schnell dahin. Besonders gut gefallen mir wieder die detaillierten Ausarbeitungen der Charaktere. Cronin legt großen Wert darauf, seinen Lesern auch weniger wichtige Figuren nahe zu bringen und deren Beweggründe zu erläutern. So hat man schnell das Gefühl, die Personen selbst zu kennen und kann sich viel besser mit ihnen identifizieren. Natürlich haben einige Charaktere dadurch nicht unbedingt einen längeren Auftritt. Es handelt sich schließlich um eine Endzeitgeschichte, in der auch relativ viele Leute sterben. Ein Friede-Freude-Eierkuchen-Handlungsverlauf würde aber auch nicht zu dem Setting der Geschichte und der albtraumhaften Ausgangslage passen, sie im Gegenteil sogar lächerlich wirken lassen. Dadurch, dass Cronin einem jede Figur genau vorstellt, egal, ob sie noch lange dabei ist oder schon kurz darauf stirbt, bleibt stets die Spannung erhalten, ob eine Person einen Kampf überstehen wird oder nicht. In anderen Romanen kann man sich hingegen oft schon denken, welche Figuren ohnehin auf keinen Fall sterben werden. Außerdem sorgt die Nähe zu allen Charakteren dafür, dass einem der Tod einer Figur auch etwas ausmacht. Es handelt sich dann um richtige Persönlichkeiten und nicht nur um gesichtlose Statisten, deren Namen nicht einmal genannt werden, geschweige denn, dass sie einmal zu Wort kommen würden. Auch bezüglich der Handlung stellt der Autor schon einen gewissen Anspruch an den Leser. Es gibt zahlreiche Handlungsstränge, die parallel zueinander verlaufen, sich verküpfen oder wieder auftrennen. Wenn man abends schon halb am Schlafen ist, sollte man also nicht unbedingt weiterlesen, sonst kriegt man das Gelesene am nächsten Morgen unmöglich wieder zusammen. "Die Zwölf" ist ein Roman, den man konzentriert lesen muss, auch, um die vielen Personen unterzubringen, die im Laufe des Geschehens auftauchen. Fazit: "Die Zwölf" ist eine wunderbare Fortsetzung von "Der Übergang", die dem Vorgänger in Sachen Spannung in nichts nachsteht. Die lebendigen Beschreibungen lassen klare Bilder im Kopf entstehen und besonders die einfühlsamen Charakterbeschreibungen sorgen dafür, dass man ständig darauf fiebert, was mit den Figuren als nächstes geschieht. Obwohl das Buch eigentlich nicht mit einem Cliffhanger endet, kann ich nach der letzten Seite doch kaum die Fortsetzung erwarten. Ich bin so tief in der Geschichte versunken, dass ich mich nicht so ohne Weiteres wieder davon losreißen kann, und ertappe mich ständig dabei, wie ich über die Figuren und ihr weiteres Schicksal nachdenke.

"Die Zwölf" ist der zweite Roman der "Passage"-Reihe von dem US-amerikanischen Autor Justin Cronin. Sein Vorgänger, "Der Übergang", ist seit November 2010 als gebundenes Buch mit über 1000 Seiten Umfang beim Goldmann-Verlag erhältlich. Seit Dezember 2011 gibt es auch eine Taschenbuchausgabe. Im Januar 2013 brachte der Verlag dann "Die Zwölf" in einer knapp 800 Seiten umfassenden, gebundenen Ausgabe heraus.

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Buchtitel
2
06.06.2016
4
06.06.2016

Brad Wolgast arbeitet für das FBI. Für ein geheimes Forschungsprojekt soll er Probanden finden. Nachdem es ihm gelingt, zwölf Todeskandidaten für das Vorhaben zu gewinnen, soll er auch noch eine Sechsjährige entführen: Amy Harper Bellafonte. Wolgast kommt der Aufforderung nach und bringt Amy auf das Versuchsgelände. Dort führt man medizinische Experimente an ihr durch, die Amy unsterblich machen sollen. Aber Wolgast kann das Mädchen nicht einfach so diesem grausamen Schicksal überlassen und versucht, ihr zu helfen.

Doch dann bricht ein Virus aus, der die Menschen in blutrünstige Bestien verwandelt. Knappe hundert Jahre später ist kaum noch jemand übrig, der die Schrecken überlebt hat und nicht von dem Virus befallen ist. Zusammengerottet kämpfen die letzten Menschen jeden Tag ums Überleben. Doch da taucht Amy auf, die vielleicht ihre Rettung bedeutet.

Nachdem der erste Teil der "Passage"-Reihe nun schon vor einiger Zeit veröffentlicht wurde, war ich überaus dankbar über den Einstieg in Band zwei, den der Autor hier gewählt hat. Nach Art einer Chronik wird der Inhalt des gesamten ersten Buchs noch einmal ziemlich gut zusammengefasst, sodass man sich wieder voll und ganz in Cronins Universum einfinden kann. Diese Inhaltsangabe dürfte es auch Einsteigern in die Serie ermöglichen, den Ereignissen von "Die Zwölf" problemlos folgen zu können. Um das Geschehen in seiner vollen Tragweite zu verstehen und die Entwicklung der bekannten Charaktere richtig genießen zu können, ist es aber ratsam, sich doch zuerst "Der Übergang" zuzulegen und nicht mitten in die Geschichte einzusteigen. Dafür geschehen dann doch zu viele kleine Dinge im ersten Band, die sich auch durch die umfassende Inhaltsangabe nicht alle aufzählen und erklären lassen.

Mit knapp 800 Seiten ist "Die Zwölf" ein wenig dünner als sein Vorgänger, aber immer noch ein stolzer Wälzer. Doch der Autor beschreibt seine dystopische Welt so intensiv, dass man schnell vollkommen darin versinken kann. Im Nu vergisst man, dass man nur ein Buch in der Hand hält, denn die Bilder entstehen so klar vor dem inneren Auge wie ein Film. So fliegen die Seiten schnell dahin.

Besonders gut gefallen mir wieder die detaillierten Ausarbeitungen der Charaktere. Cronin legt großen Wert darauf, seinen Lesern auch weniger wichtige Figuren nahe zu bringen und deren Beweggründe zu erläutern. So hat man schnell das Gefühl, die Personen selbst zu kennen und kann sich viel besser mit ihnen identifizieren. Natürlich haben einige Charaktere dadurch nicht unbedingt einen längeren Auftritt. Es handelt sich schließlich um eine Endzeitgeschichte, in der auch relativ viele Leute sterben. Ein Friede-Freude-Eierkuchen-Handlungsverlauf würde aber auch nicht zu dem Setting der Geschichte und der albtraumhaften Ausgangslage passen, sie im Gegenteil sogar lächerlich wirken lassen.

Dadurch, dass Cronin einem jede Figur genau vorstellt, egal, ob sie noch lange dabei ist oder schon kurz darauf stirbt, bleibt stets die Spannung erhalten, ob eine Person einen Kampf überstehen wird oder nicht. In anderen Romanen kann man sich hingegen oft schon denken, welche Figuren ohnehin auf keinen Fall sterben werden. Außerdem sorgt die Nähe zu allen Charakteren dafür, dass einem der Tod einer Figur auch etwas ausmacht. Es handelt sich dann um richtige Persönlichkeiten und nicht nur um gesichtlose Statisten, deren Namen nicht einmal genannt werden, geschweige denn, dass sie einmal zu Wort kommen würden.

Auch bezüglich der Handlung stellt der Autor schon einen gewissen Anspruch an den Leser. Es gibt zahlreiche Handlungsstränge, die parallel zueinander verlaufen, sich verküpfen oder wieder auftrennen. Wenn man abends schon halb am Schlafen ist, sollte man also nicht unbedingt weiterlesen, sonst kriegt man das Gelesene am nächsten Morgen unmöglich wieder zusammen. "Die Zwölf" ist ein Roman, den man konzentriert lesen muss, auch, um die vielen Personen unterzubringen, die im Laufe des Geschehens auftauchen.

Fazit: "Die Zwölf" ist eine wunderbare Fortsetzung von "Der Übergang", die dem Vorgänger in Sachen Spannung in nichts nachsteht. Die lebendigen Beschreibungen lassen klare Bilder im Kopf entstehen und besonders die einfühlsamen Charakterbeschreibungen sorgen dafür, dass man ständig darauf fiebert, was mit den Figuren als nächstes geschieht. Obwohl das Buch eigentlich nicht mit einem Cliffhanger endet, kann ich nach der letzten Seite doch kaum die Fortsetzung erwarten. Ich bin so tief in der Geschichte versunken, dass ich mich nicht so ohne Weiteres wieder davon losreißen kann, und ertappe mich ständig dabei, wie ich über die Figuren und ihr weiteres Schicksal nachdenke.

geschrieben am 02.06.2013 | 758 Wörter | 4295 Zeichen

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