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Unbekannte Kaltwasserwelten


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Unbekannte Kaltwasserwelten Gerade wenn man meint, dass man schon genug qualitativ hochwertige BildbĂ€nde zu Natur und Tierwelt gesehen hat, gibt es eine schöne neue Überraschung. Diese verbirgt sich im Fotoband Unbekannte Kaltwasserwelten, der einen einzigartigen Lebensraum abbildet: den nordamerikanischen Pazifik. Aus den Tropen kennt man beeindruckende Bilderserien, aber dieses zum großen Teil unwirtliche und unzugĂ€ngliche Meeresgebiet fotografisch zu bearbeiten, ist sowohl technisch wie auch wissenschaftlich eine beeindruckende Leistung von David Hall, der nicht umsonst Zoologe ist und so sein Wissen mit den Leidenschaften Tauchen und Fotografie verknĂŒpfen kann. Neben der Lebenswelt an sich konnte Hall auch Verhaltensweisen der beobachteten Tiere festhalten (z.B. RĂŒckenkratzen eines Seehunds, S. 127) und dem Leser zusammen mit spannenden Berichten prĂ€sentieren. ZunĂ€chst wird in Vorworten und Einleitungen die Genese des Bildbandes, die Entstehung von Unterwasseraufnahmen und die Arbeitsbedingungen von Meeresforschern beschrieben, aber auch konkrete UmstĂ€nde und Situationen wĂ€hrend der Tauchfahrten, sodass man ein gutes und plastisches Bild sowohl von den MĂŒhen der Motivsuche, aber auch den Belohnungen durch reichhaltige EindrĂŒcke und einzigartige Erlebnisse machen kann. Zur Sprache kommen aber auch die bisherige dĂŒnne Erforschung des Lebensraums Nordpazifik und die UnterschĂ€tzung der Farbenpracht und Vielfalt der dort lebenden Tiere. Zugleich wird das Meer als Lebens- und Wirtschaftsraum beschrieben, in der sich Mensch, Fauna und Natur arrangieren mĂŒssen und Schutzmaßnahmen dringend vonnöten sind. Sodann kann man in verschiedenen Kapiteln beeindruckende Abbildungen genießen und vermeintlich unspektakulĂ€re Wesen (z.B. die Krustenanemone, S. 38, oder eine Spitzkreiselschnecke, S. 50, gestreifte Mantelschnecke, S. 135) in sehenswerter SchĂ€rfe und Brillanz bewundern. Diese Meeresbewohner stehen aber gleichberechtigt neben den bekannten „Stars“ der Tiefseewelt, etwa spektakulĂ€ren Krabben (S. 63) oder Kraken (z.B. S. 34, S. 145). Geradezu Farbexplosionen gelingen Hall bei der Fotografie des Red Irish Lord oder auch diverser Seeanemonen in mehreren Szenarien. Quallen und Medusen findet man in mannigfacher AusfĂŒhrung und kann sich an deren Vielfalt immer wieder neu faszinieren. Besonders empfehlen mag ich das Kapitel samt Bildern zu den steller’schen Seelöwen. Wie Hall seine Begegnung und die eigentlich vorhandene Lebensgefahr schildert, die Tiere aber nur neugierig auf den Eindringling waren, ist, verbunden mit Bildern wie dem auf S. 112, geeignet, dem Leser ein oder zwei Schauer den RĂŒcken hinunter zu schicken. Auch die Beschreibung der Begegnung mit einem Kraken von immerhin 3m Spannweite ist sehr schön zu lesen (S. 140). Abgerundet wird das Werk mit technischen Details zur Kamera und FotoausrĂŒstung sowie zu Einrichtungen, die sich fĂŒr die Artenvielfalt einsetzen. Insgesamt ein opulenter und spannender Bildband mit viel Mehrwert, den man selbst immer wieder zur Hand nehmen, aber auch wunderbar verschenken kann.

Gerade wenn man meint, dass man schon genug qualitativ hochwertige BildbĂ€nde zu Natur und Tierwelt gesehen hat, gibt es eine schöne neue Überraschung. Diese verbirgt sich im Fotoband Unbekannte Kaltwasserwelten, der einen einzigartigen Lebensraum abbildet: den nordamerikanischen Pazifik. Aus den Tropen kennt man beeindruckende Bilderserien, aber dieses zum großen Teil unwirtliche und unzugĂ€ngliche Meeresgebiet fotografisch zu bearbeiten, ist sowohl technisch wie auch wissenschaftlich eine beeindruckende Leistung von David Hall, der nicht umsonst Zoologe ist und so sein Wissen mit den Leidenschaften Tauchen und Fotografie verknĂŒpfen kann. Neben der Lebenswelt an sich konnte Hall auch Verhaltensweisen der beobachteten Tiere festhalten (z.B. RĂŒckenkratzen eines Seehunds, S. 127) und dem Leser zusammen mit spannenden Berichten prĂ€sentieren.

weitere Rezensionen von Dr. Benjamin Krenberger


ZunĂ€chst wird in Vorworten und Einleitungen die Genese des Bildbandes, die Entstehung von Unterwasseraufnahmen und die Arbeitsbedingungen von Meeresforschern beschrieben, aber auch konkrete UmstĂ€nde und Situationen wĂ€hrend der Tauchfahrten, sodass man ein gutes und plastisches Bild sowohl von den MĂŒhen der Motivsuche, aber auch den Belohnungen durch reichhaltige EindrĂŒcke und einzigartige Erlebnisse machen kann. Zur Sprache kommen aber auch die bisherige dĂŒnne Erforschung des Lebensraums Nordpazifik und die UnterschĂ€tzung der Farbenpracht und Vielfalt der dort lebenden Tiere. Zugleich wird das Meer als Lebens- und Wirtschaftsraum beschrieben, in der sich Mensch, Fauna und Natur arrangieren mĂŒssen und Schutzmaßnahmen dringend vonnöten sind.

Sodann kann man in verschiedenen Kapiteln beeindruckende Abbildungen genießen und vermeintlich unspektakulĂ€re Wesen (z.B. die Krustenanemone, S. 38, oder eine Spitzkreiselschnecke, S. 50, gestreifte Mantelschnecke, S. 135) in sehenswerter SchĂ€rfe und Brillanz bewundern. Diese Meeresbewohner stehen aber gleichberechtigt neben den bekannten „Stars“ der Tiefseewelt, etwa spektakulĂ€ren Krabben (S. 63) oder Kraken (z.B. S. 34, S. 145). Geradezu Farbexplosionen gelingen Hall bei der Fotografie des Red Irish Lord oder auch diverser Seeanemonen in mehreren Szenarien. Quallen und Medusen findet man in mannigfacher AusfĂŒhrung und kann sich an deren Vielfalt immer wieder neu faszinieren. Besonders empfehlen mag ich das Kapitel samt Bildern zu den steller’schen Seelöwen. Wie Hall seine Begegnung und die eigentlich vorhandene Lebensgefahr schildert, die Tiere aber nur neugierig auf den Eindringling waren, ist, verbunden mit Bildern wie dem auf S. 112, geeignet, dem Leser ein oder zwei Schauer den RĂŒcken hinunter zu schicken. Auch die Beschreibung der Begegnung mit einem Kraken von immerhin 3m Spannweite ist sehr schön zu lesen (S. 140).

Abgerundet wird das Werk mit technischen Details zur Kamera und FotoausrĂŒstung sowie zu Einrichtungen, die sich fĂŒr die Artenvielfalt einsetzen.

Insgesamt ein opulenter und spannender Bildband mit viel Mehrwert, den man selbst immer wieder zur Hand nehmen, aber auch wunderbar verschenken kann.

geschrieben am 11.05.2012 | 418 Wörter | 2652 Zeichen

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