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Ich hau erst mal ab


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Rezension von

Letterschming

Ich hau erst mal ab Der Jugendroman „Ich hau erst mal ab“ von der schwedischen Autorin Johanna Nilsson ist im August 2010 beim Oetinger-Verlag erschienen. Nilsson hat bereits rund zwanzig Romane fĂŒr Erwachsene und Jugendliche geschrieben, einige davon auch unter dem Namen „Amanda Lind“, und mehrere Preise erhalten. Janis hĂ€lt es zu Hause nicht mehr aus. Bis vor kurzem lief ihr Leben noch in geordneten Bahnen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Emelie hat Janis von der weiten Welt getrĂ€umt. Nach der Schule wollten sie zusammen losziehen, um das GlĂŒck zu finden. Doch dann hat Emelie sieben MitschĂŒler und schließlich sich selbst erschossen. Janis ist fassungslos. Sie ist enttĂ€uscht, macht sich VorwĂŒrfe und möchte ihrem Heimatort entfliehen, in dem sie alles an Emilie und ihre schreckliche Tat erinnert. Also klaut Janis das Auto ihres Ă€lteren Bruders und fĂ€hrt los Richtung Norden, um die Nordlichter zu finden. Eine abenteuerliche Reise beginnt, wĂ€hrend derer Janis vielen verschiedenen Menschen begegnet. Als sie jedoch den attraktiven Jim trifft, verliebt sich Janis Hals ĂŒber Kopf. Doch sie muss ihre Reise fortsetzen. Das ist sie Emilie und sich selbst schuldig. Aber so einfach lĂ€sst Jim sich nicht abschĂŒtteln und so machen sich die beiden gemeinsam auf die Reise. „Ich hau erst mal ab“ setzt einmal an einem ganz anderen Punkt an als viele andere Jugendromane mit einer Ă€hnlichen Thematik. Anstatt hier den Amoklauf an einer Schule zu beschreiben oder ausfĂŒhrlich den Ursachen auf den Grund zu gehen, setzt sich die Autorin mit den Folgen auseinander. Der Roman spielt mehrere Wochen nach dem Amoklauf und ist aus der Sicht von Janis, der besten Freundin der AmoklĂ€uferin, geschrieben. In vielen RĂŒckblicken erhĂ€lt der Leser Einblick in die tiefe Freundschaft zwischen den beiden MĂ€dchen. Eindrucksvoll prĂ€sentiert die Autorin den Konflikt der Protagonistin, hin und her gerissen zwischen dem Grauen vor der Tat ihrer Freundin und ihrer immer noch bestehenden Zuneigung und ihrem Entsetzen darĂŒber, wie schlecht es Emelie gegangen sein muss. Man kann nachempfinden, wie dringend Janis von all dem weg möchte, da sie die Schule, ihr Zuhause und alles andere stĂ€ndig an Emelie erinnern. Außerdem haben sie und ihre Freundin sich geschworen, diese Reise eines Tages anzutreten. Trotz allem, was Emelie getan hat, fĂŒhlt sich Janis verpflichtet, dieses Versprechen auch jetzt noch umzusetzen. Die Reise selbst verlĂ€uft alles andere als ruhig. Janis ist nicht unbedingt der vorsichtige Charakter. Beinahe wird sie zusammengeschlagen und ertrinkt in einem reißenden Fluss. Doch genauso, wie Janis sich Gefahren und Abenteuern stellen muss, begegnet sie auch vielen freundlichen Menschen, die ihr helfen oder denen sie helfen kann. So trifft sie schließlich auch auf Jim und verliebt sich in ihn, obwohl das eigentlich völlig gegen ihren Plan verlĂ€uft. Als Janis sich schließlich auf die Weiterreise macht, versteckt sich Jim in ihrem Auto und gezwungenermaßen nimmt Janis ihn schließlich mit auf die Reise. Fazit: „Ich hau erst mal ab“ ĂŒberzeugt vor allem durch die eindringliche Sprache. Der Autorin gelingt es, intensive GefĂŒhle zu vermitteln, ohne dass es schmalzig klingt. Man kann sich gut in die Protagonistin hineinversetzen und fiebert die ganze Zeit mit, was sie als nĂ€chstes erleben wird, denn langweilig wird ihre Reise nie. Ich wĂŒrde das Buch fĂŒr eine Altersklasse von dreizehn bis zwanzig Jahren empfehlen.

Der Jugendroman „Ich hau erst mal ab“ von der schwedischen Autorin Johanna Nilsson ist im August 2010 beim Oetinger-Verlag erschienen. Nilsson hat bereits rund zwanzig Romane fĂŒr Erwachsene und Jugendliche geschrieben, einige davon auch unter dem Namen „Amanda Lind“, und mehrere Preise erhalten.

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Also klaut Janis das Auto ihres Ă€lteren Bruders und fĂ€hrt los Richtung Norden, um die Nordlichter zu finden. Eine abenteuerliche Reise beginnt, wĂ€hrend derer Janis vielen verschiedenen Menschen begegnet. Als sie jedoch den attraktiven Jim trifft, verliebt sich Janis Hals ĂŒber Kopf. Doch sie muss ihre Reise fortsetzen. Das ist sie Emilie und sich selbst schuldig. Aber so einfach lĂ€sst Jim sich nicht abschĂŒtteln und so machen sich die beiden gemeinsam auf die Reise.

„Ich hau erst mal ab“ setzt einmal an einem ganz anderen Punkt an als viele andere Jugendromane mit einer Ă€hnlichen Thematik. Anstatt hier den Amoklauf an einer Schule zu beschreiben oder ausfĂŒhrlich den Ursachen auf den Grund zu gehen, setzt sich die Autorin mit den Folgen auseinander. Der Roman spielt mehrere Wochen nach dem Amoklauf und ist aus der Sicht von Janis, der besten Freundin der AmoklĂ€uferin, geschrieben. In vielen RĂŒckblicken erhĂ€lt der Leser Einblick in die tiefe Freundschaft zwischen den beiden MĂ€dchen. Eindrucksvoll prĂ€sentiert die Autorin den Konflikt der Protagonistin, hin und her gerissen zwischen dem Grauen vor der Tat ihrer Freundin und ihrer immer noch bestehenden Zuneigung und ihrem Entsetzen darĂŒber, wie schlecht es Emelie gegangen sein muss.

Man kann nachempfinden, wie dringend Janis von all dem weg möchte, da sie die Schule, ihr Zuhause und alles andere stĂ€ndig an Emelie erinnern. Außerdem haben sie und ihre Freundin sich geschworen, diese Reise eines Tages anzutreten. Trotz allem, was Emelie getan hat, fĂŒhlt sich Janis verpflichtet, dieses Versprechen auch jetzt noch umzusetzen.

Die Reise selbst verlĂ€uft alles andere als ruhig. Janis ist nicht unbedingt der vorsichtige Charakter. Beinahe wird sie zusammengeschlagen und ertrinkt in einem reißenden Fluss. Doch genauso, wie Janis sich Gefahren und Abenteuern stellen muss, begegnet sie auch vielen freundlichen Menschen, die ihr helfen oder denen sie helfen kann.

So trifft sie schließlich auch auf Jim und verliebt sich in ihn, obwohl das eigentlich völlig gegen ihren Plan verlĂ€uft. Als Janis sich schließlich auf die Weiterreise macht, versteckt sich Jim in ihrem Auto und gezwungenermaßen nimmt Janis ihn schließlich mit auf die Reise.

Fazit: „Ich hau erst mal ab“ ĂŒberzeugt vor allem durch die eindringliche Sprache. Der Autorin gelingt es, intensive GefĂŒhle zu vermitteln, ohne dass es schmalzig klingt. Man kann sich gut in die Protagonistin hineinversetzen und fiebert die ganze Zeit mit, was sie als nĂ€chstes erleben wird, denn langweilig wird ihre Reise nie. Ich wĂŒrde das Buch fĂŒr eine Altersklasse von dreizehn bis zwanzig Jahren empfehlen.

geschrieben am 27.04.2012 | 527 Wörter | 2939 Zeichen

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