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Die Axt im Chrysanthemenwald


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Rezension von

Anna Kneisel

Die Axt im Chrysanthemenwald „Japan ist wie Flensburg“, meint Herr Hoffmann vor Antritt seiner Dienstreise nach Japan. Falsch gedacht. Dort angekommen tritt er dann auch gleich in jedes verfügbare Fettnäpfchen – mit Anlauf, so scheint es. Von den Stäbchen, die er in den Reis steckt, über das Baden, ohne sich vorher lange und gründlich zu waschen, zum Visitenkartenüberreichen, ohne sich jede einzelne Karte des Gegenübers gebührend lange anzusehen, bis hin zum Betreten des Mädchen-Bereichs in einer Spielhalle… die Fehler, die ein gaijin, ein Ausländer, in Japan begehen kann, sind endlos. Beim Lesen der 50 Episoden um den armen Herrn Hoffmann schwankt man immer wieder zwischen Mitleid und Amüsement, nicht zuletzt, weil man es vermutlich als unwissender Tourist ebenso erleben könnte. Manchmal merkt man sofort: Aha, das war gerade nicht gut, was Herr Hoffmann da gemacht hat. Aber genauso oft kann man zunächst kein Vergehen entdecken – bis man des Rätsels Lösung im Abschnitt „Was ist diesmal schiefgelaufen?“ erfährt und in „Was können Sie besser machen“ noch zusätzliche Tipps bekommt. Hilfreich sind auch die informativen Exkurse in die japanische (Kultur-)Geschichte, bei denen man Dinge wie den Ursprung der inzwischen weit verbreiteten Winke-Katze ‚maneki neko’ erklärt bekommt. In einigen Fußnoten finden sich zusätzliche Angaben. Man darf den Autoren Kerstin und Andreas Fels –letzterer hat Japanologie studiert und ist damit vom Fach – dankbar sein, dass sie ihr Wissen an den Laien weitergeben, nicht nur auf ihrer Internetseite japanlink.de, sondern auch in Buchform. Auch wenn noch immer genug Gelegenheit bleibt, sich zu blamieren - denn einen Anspruch auf Vollständigkeit kann dieses Benimm-Büchlein schon allein vom Umfang her nicht stellen und das ist auch gar nicht das Ziel - so empfiehlt es sich, dieses Buch zu lesen, möchte man halbwegs ohne grobe Schnitzer das erste Mal in Japan einen guten Eindruck hinterlassen. Langweilig wird es sicher nicht.

„Japan ist wie Flensburg“, meint Herr Hoffmann vor Antritt seiner Dienstreise nach Japan. Falsch gedacht. Dort angekommen tritt er dann auch gleich in jedes verfügbare Fettnäpfchen – mit Anlauf, so scheint es.

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Von den Stäbchen, die er in den Reis steckt, über das Baden, ohne sich vorher lange und gründlich zu waschen, zum Visitenkartenüberreichen, ohne sich jede einzelne Karte des Gegenübers gebührend lange anzusehen, bis hin zum Betreten des Mädchen-Bereichs in einer Spielhalle… die Fehler, die ein gaijin, ein Ausländer, in Japan begehen kann, sind endlos.

Beim Lesen der 50 Episoden um den armen Herrn Hoffmann schwankt man immer wieder zwischen Mitleid und Amüsement, nicht zuletzt, weil man es vermutlich als unwissender Tourist ebenso erleben könnte. Manchmal merkt man sofort: Aha, das war gerade nicht gut, was Herr Hoffmann da gemacht hat. Aber genauso oft kann man zunächst kein Vergehen entdecken – bis man des Rätsels Lösung im Abschnitt „Was ist diesmal schiefgelaufen?“ erfährt und in „Was können Sie besser machen“ noch zusätzliche Tipps bekommt.

Hilfreich sind auch die informativen Exkurse in die japanische (Kultur-)Geschichte, bei denen man Dinge wie den Ursprung der inzwischen weit verbreiteten Winke-Katze ‚maneki neko’ erklärt bekommt. In einigen Fußnoten finden sich zusätzliche Angaben.

Man darf den Autoren Kerstin und Andreas Fels –letzterer hat Japanologie studiert und ist damit vom Fach – dankbar sein, dass sie ihr Wissen an den Laien weitergeben, nicht nur auf ihrer Internetseite japanlink.de, sondern auch in Buchform.

Auch wenn noch immer genug Gelegenheit bleibt, sich zu blamieren - denn einen Anspruch auf Vollständigkeit kann dieses Benimm-Büchlein schon allein vom Umfang her nicht stellen und das ist auch gar nicht das Ziel - so empfiehlt es sich, dieses Buch zu lesen, möchte man halbwegs ohne grobe Schnitzer das erste Mal in Japan einen guten Eindruck hinterlassen. Langweilig wird es sicher nicht.

geschrieben am 28.06.2009 | 297 Wörter | 1650 Zeichen

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